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Microsoft gibt Sonys Chip-Sparte einen ordentlichen Schub

Intel Texas Instruments
Foto: Getty Images

Die Konzerne Microsoft (WKN:870747) und Sony (WKN:853687) haben kürzlich eine strategische Partnerschaft für die Cloud-Gaming-, KI- und Halbleitermärkte angekündigt. Die Cloud-Gaming-Ankündigung erregte dabei die größte Aufmerksamkeit, da sich die beiden Rivalen wohl zusammenschlossen haben, um gegen Stadia bestehen zu können – dahinter steckt Alphabets Unternehmenseinheit Google.

Aber auch die KI- und Halbleiterpartnerschaft war von Bedeutung. Microsoft und Sony werden gemeinsam neue Bildsensoren für Unternehmenskunden entwickeln, die die Azure-KI-Technologie von Microsoft in die Chips von Sony integrieren. Dieser Deal könnte Sonys oft übersehenem Halbleitergeschäft einen Schub geben und gleichzeitig das Cloud-Geschäft von Microsoft ausbauen.

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Was Sony von diesem Deal bekommt

Die Halbleitersparte von Sony vertreibt hauptsächlich Bildsensoren für Kameras und mobile Geräte. Das Unternehmen liefert Bildsensoren für etwa die Hälfte des gesamten Smartphone-Marktes, zu dessen Hauptkunden Apple, Samsung und Huawei gehören.

Dieses Geschäft ermöglicht es Sony, vom Wachstum des Smartphone-Marktes zu profitieren, obwohl die eigenen Xperia-Handys weniger als 1 % des Weltmarktes besetzen. Die steigende Nachfrage nach Bildsensoren für Multi-Kamera-Handys gleicht den Umsatzrückgang bei Sensoren für herkömmliche Kameras aus. Der Umsatz der Einheit stieg 2018 jährlich um 3 % und machte 10 % der Umsätze von Sony aus.

Sony erwartet, dass der Halbleiterumsatz in diesem Jahr um 13 % steigen wird, da Smartphone-Hersteller mehr mobile Bildsensoren und 3D-Sensoren für Multi-Kamera-Handys einkaufen. Dieses Wachstum könnte dazu beitragen, die Verlangsamung in Sonys Kerngeschäftseinheit Gaming auszugleichen. Dort stagniert, voraussichtlich aufgrund des Rückgangs der Hardwareumsätze, das Umsatzwachstum.

Die Entwicklung von KI-basierten Bildsensoren für Unternehmenskunden mit Microsoft könnte Sonys Chip-Sparte neben seinen mobilen Bildsensoren zu einer zweiten Wachstumsmaschine machen. Auch weitere Rückgänge bei den Bildsensoren für herkömmliche Kameras könnten ausgeglichen werden.

Die Unternehmen erklärten auch, dass man Microsofts KI-Plattform und -Tools in die Consumer-Produkte von Sony integrieren würde, um „ein äußerst intuitives und benutzerfreundliches KI-Erlebnis zu ermöglichen.“ Dies deutet darauf hin, dass die Partnerschaft von Sony mit Microsoft in Zukunft auf die anderen Geschäftsfelder ausgedehnt werden könnte.

Wie dieser Deal Microsoft hilft

Microsofts Hauptwachstumsmotor ist das Cloud-Geschäft, das seinen Umsatz im letzten Quartal um 41 % jährlich auf 9,6 Milliarden USD steigerte und damit fast ein Drittel der Umsatzerlöse des Unternehmens ausmachte.

Dieses Geschäft hat drei Wachstumssäulen: Office 365, Dynamics CRM und Azure, die nach Amazon (WKN:906866) Web Services zweitgrößte Cloud-Plattform der Welt. Azure erzielte im vergangenen Quartal 75 % mehr Umsatzwachstum als im Vorjahr, was deutlich über dem Wachstum von Office und Dynamics lag.

Microsoft erweitert Azure, indem es die Dominanz von Windows auf dem PC-Markt nutzt, um seine Unternehmenspräsenz zu erweitern, IoT (Internet der Dinge) und Edge-Geräte an Azure anzubinden, neue Dienste an bestehende Kunden zu verkaufen und große Partnerschaften mit dem stationären Einzelhandel einzugehen, die auf Amazon als Partner lieber verzichten wollen.

Dabei spielen Bildsensoren eine Schlüsselrolle. So hat Microsoft kürzlich mit Kroger (WKN:851544) Läden der nächsten Generation entwickelt, die ein intelligentes Einzelhandelssystem mit IoT-Sensoren, Bilderkennungskameras und digitalen Regalen verwenden, die Preise, Werbeaktionen und Nährwertinformationen auf Bildschirmen anzeigen.

Berichten zufolge entwickelt Microsoft auch eine eigene kassenlose Shop-Technologie, die auf Bild- und Bewegungssensoren läuft, um Einzelhändlern zu helfen, Amazon Go einzubremsen. Diese Sensoren sind alle an Azure angebunden, das die Daten für die Handelspartner von Microsoft sammelt und analysiert.

Die Partnerschaft mit Sony stellt sicher, dass dieses Projekt beständig mit Bildsensoren versorgt wird, die bereits in Azure integriert sind – was den Graben gegen Amazon, Google und andere Cloud-Plattform-Rivalen erweitern könnte.

Win-Win für beide Unternehmen

Die KI- und Halbleiterpartnerschaft von Sony und Microsoft wird beiden Unternehmen helfen, da die Nachfrage nach KI-gestützten Bildsensoren steigt. Sony bekommt einen weiteren Wachstumsmotor für sein Halbleitergeschäft, während Microsoft die Reichweite von Azure auf weitere IoT- und Smart Retail-Lösungen ausdehnt.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet, Amazon, Apple und Microsoft. Leo Sun besitzt Aktien von Amazon und Apple.

Dieser Artikel erschien am 21.5.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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