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Apple: Für Anleger könnte es holprig werden

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Als Anleger von Apple (WKN:865985) erlebt man gerade nicht die kuscheligste Zeit.

Nachdem das Unternehmen die meisten Verluste von Ende letzten Jahres hat ausgleichen können und kurzzeitig wieder einen Marktwert von 1 Billionen USD hatte, ist die Aktie in der jüngsten Vergangenheit doch wieder abgerutscht. Beim Handelskrieg zwischen den USA und China bewegte sich Anfang Mai nichts mehr, und US-Präsident Trump hat sogar noch einmal nachgelegt: Die Zölle für chinesische Exp im Wert von 200 Milliarden USD stiegen von 10 % auf 25 %. Apple hatte bereits mit der sich verlangsamenden Konjunktur in China zu kämpfen, und diese jüngsten Entwicklungen verschärften die Situation noch einmal.

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Deswegen sank die Apple-Aktie dann auch. Allein im Mai ist die Aktie um etwa 11,4 % gefallen. Mit Stand 21.5. lag sie 20,1 % unter ihrem Allzeithoch von 233,47 USD, das Anfang Oktober erreicht wurde.

Schauen wir doch einmal, wie sich diese Faktoren auf Apple auswirken und was sie für Investoren bedeuten.

Der Handelskrieg fordert seinen Zoll

Investoren haben natürlich Angst vor den Auswirkungen der Zölle auf Apple. Analyst Erwan Rambourg von HSBC hat kürzlich zum vierten Mal seit Dezember das Kursziel von Apple gesenkt und dabei als Grund angeführt, dass chinesische Verbraucher US-Marken wie Apple anders wahrnehmen werden. Der Großraum China macht nach Ansicht des Analysten etwa 18 % des Umsatzes von Apple aus, so dass weitere Umsatzrückgänge in der Region den Gesamtumsatz von Apple noch weiter drücken könnten.

Dann gibt es noch den neuesten Bericht von Morgan Stanley, in dem es heißt, dass Zölle von 25 % bei einem iPhone Xs am Ende noch einmal einen Aufschlag von 160 USD bedeuten würden. iPhones werden vollständig in China zusammengesetzt. Da die zusätzliche Importabgabe auf den iPhone-Hersteller entfällt, müssen die Kosten entweder in Form höherer Preise an die Kunden weitergegeben oder von Apple übernommen werden, was sich auf die Bilanzen auswirkt.

Chinas Wirtschaft und Apples Performance

Der Umsatz von Apple lag in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019 bei 5 % unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist fast ausschließlich auf rückläufige Umsätze in China zurückzuführen. Bei der Telefonkonferenz zu den Q1-Ergebnissen verwies Apples CEO Tim Cook auf die „wirtschaftliche Schwäche“ in China als Hauptgrund. Er wies auf „das Ausmaß des langsameren Wirtschaftswachstums“ hin: die jüngste BIP-Rate des Landes, sagte er, sei die zweitschlechteste der letzten 25 Jahre.

Cook sagte, dass der gesamte Umsatzrückgang von Apple im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr „auf die Leistung in Greater China zurückzuführen ist.“ Er bemerkte jedoch, dass das Unternehmen wahrgenommen hat, dass sich diese Bedingungen in den letzten Wochen des Q1 verbessern. Das wiederum führte zu Spekulationen darüber, dass die Zeiten dann doch wieder besser werden könnten.

Was soll man daraus folgern?

Nicht jeder sieht für Apple Katastrophen heraufziehen. Quint Tatro von Joule Financial zitierte Warren Buffett und sagte, dass Investoren „zuschlagen müssen, wenn andere Angst haben.“ Tatro sagte, Apple sei ein „großartiges Unternehmen“. Wenn es zu diesen Preisen zu haben ist, „will man hier Käufer sein.“

Die Vergangenheit deutet darauf hin, dass diese Probleme nur vorübergehender Natur sind. Apples Anleger haben diese Art von Rückgängen schon einmal erlebt, und die Aktie hat es auch da geschafft, sich wieder zu erholen.

So schürte Mitte 2015 eine schwächere Konjunktur in China bei den Investoren des Landes große Ängste, und der Shanghai Composite fiel in nur fünf Tagen um mehr als 20 %, am Ende sogar 30 %. Da China einer der größten Märkte des Unternehmens ist, machten sich die Investoren Sorgen darüber, was diese Ereignisse für die Zukunft von Apple bedeuteten, und sie zogen sich zurück. Das führte dazu, dass die Aktie an einem einzigen Tag bis zu 10% verlor und schließlich mehr als 30 % unter dem Höchststand lag.

Alles also schon mal dagewesen. Und auch die Folgen dieser Situation sollten etwas beruhigend sein. Apple konnte dann nämlich bald schon wieder schnell dazugewinnen – und dann noch höher steigen.

Die beiden Faktoren mit den größten Auswirkungen auf das Unternehmen – die Wirtschaft in China und der Handelskrieg – werden sich irgendwann auflösen, und die Apple-Aktie wird sich mit ziemlicher Sicherheit erholen.

Aber für die nahe Zukunft wäre es ratsam, dass man sich als Apple-Anleger auf einiges gefasst macht.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. Danny Vena besitzt Aktien von Apple.

Dieser Artikel erschien am 21.5.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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