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Nur 3 deutsche Unternehmen sind wertvoller als dieser afrikanische Konzern

Die Rede ist von Naspers (WKN:906614), einer Investmentgesellschaft aus Südafrika, die mit 31,17 % der größte Aktionär von Tencent (WKN:A1138D) ist. Allein diese Anteile sind, Stand 27.05.2019, rund 108,2 Mrd. Euro wert. Was dabei verblüffend ist: Die Marktkapitalisierung von Naspers liegt mit 85,1 Mrd. Euro weit unter dem Marktwert der Beteiligung an Tencent, obwohl Naspers auch noch weitere vielversprechende Beteiligungen besitzt. Zum Vergleich: In Deutschland sind nur SAP, Siemens und Allianz wertvoller.

Tencent: Der Kern des Portfolios

Naspers hat sich 2001 mit rund einem Drittel an Tencent beteiligt und erst letztes Jahr die erste nennenswerte Transaktion, einen Verkauf von rund 2 % der ausstehenden Tencent-Aktien, getätigt. 

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Da die Beteiligung an Tencent einen Großteil des Portfolios darstellt, ist es enorm wichtig, sich mit diesem Unternehmen auseinanderzusetzen. 

Wer hin und wieder einen Blick auf die Liste der wertvollsten Unternehmen der Welt wirft, kennt Tencent. Der Onlinegigant aus Shenzen ist im alltäglichen Leben Chinas und anderen Teilen Asiens kaum noch wegzudenken.

Wie bei vielen Onlineunternehmen spielen Messenger-Dienste und die entsprechenden monatlich aktiven User (MAU) eine zentrale Rolle. Bei Tencent sind das die Messenger-Apps WeChat und QQ. Die Nutzerzahlen der beiden Apps können sich mit rund 1,08 Mrd. MAU beziehungsweise circa 700 Mio. MAU Ende September 2018 sehen lassen. Konkurrent WhatsApp kam Ende 2017 auf rund 1,5 Mrd. MAU. Allerdings sind WeChat und QQ nicht nur reine Messenger-Dienste. Beide Apps haben auch eine Zahlungsfunktion.

WeChat Pay und QQ Wallet gehören zu den größten Payment-Apps der Welt. Im dritten Quartal 2018 sollen rund 800 Millionen aktive monatliche Nutzer die Zahlungssysteme verschiedener Apps von Tencent genutzt haben. Zum Vergleich: Apple Pay, das Zahlungssystem von Apple (WKN:865985), hatte Ende 2018 nur 127 Millionen Nutzer. Selbst PayPal (WKN:A14R7U) befindet sich aktuell mit seinen 277 Millionen aktiven Accounts, zumindest was die Nutzerzahl betrifft, nicht in derselben Dimension wie Tencent. 

Hinzu kommen weitere Bereiche wie Gaming, Musik-Streaming, Live-Streaming, Browser, Maps und Cloud-Dienste, deren Ausführung den Rahmen dieses Artikels jedoch sprengen würde.

Chance durch kleinere Portfolio-Positionen

Das Portfolio von Naspers wird sicherlich durch die Position von Tencent dominiert. Jedoch investiert der Konzern auch in andere technologisch interessante Firmen, die Potenzial haben. Teilweise kommen diese bereits auf Bewertungen in Milliardenhöhe, die sich in diesem Artikel auf den 27.05.2019 beziehen.

Dazu gehört beispielsweise Delivery Hero (WKN:A2E4K4), eines der führenden Unternehmen für Food Delivery mit Sitz in Berlin. Dieses ist in 42 Ländern aktiv, in 36 davon führend. Alleine im Jahr 2018 wurden weltweit rund 292 Mio. Lieferungen durch Delivery Hero abgewickelt. Hierbei kommt das Berliner Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von rund 7,6 Mrd. Euro. Etwa 22,75 % dieser Anteile werden hierbei vom südafrikanischen Konzern gehalten. 

Ein weiteres Investment, das definitiv erwähnenswert ist, ist das indische Unternehmen MakeMyTrip (WKN:A1C3UJ). Dieses ist das größte Onlinereisebüro Indiens. Das Umsatzwachstum im Jahr 2018 kann sich mit einer Wachstumsrate von 94 % sehen lassen. An diesem Unternehmen hält Naspers effektiv 43 %, wobei sich der Unternehmenswert auf rund 800 Mio. Euro beläuft.

Hinzu kommen Weitere, unter anderem mail.ru (WKN:A1C8BP), ein Anbieter für Webservices. Die größten Felder sind dabei Mail, mit rund 100 Millionen aktiven Usern, Onlinegaming mit rund 512 Mio. registrierten Accounts, aber auch Instant Messaging und Maps sind Teile des Angebots. Insgesamt kommt mail.ru auf einen Marktwert von rund 4,5 Mrd. Euro, wobei Naspers rund 28 % der Aktien hält.

Was mir an diesem Konzept gefällt, ist, dass die Unternehmen, die das Portfolio dominieren, häufig Webservices und Apps anbieten. Das bedeutet für mich, dass sich zum einen die Probleme und Herausforderungen, vor allem aber auch die Lösungsansätze ähneln könnten. Hinzu kommt, dass die geografische Verteilung der Investments eine Konkurrenzsituation zwischen den einzelnen Firmen, an denen Naspers beteiligt ist, unwahrscheinlich werden lässt.

Nicht zu übersehen: Die Risiken

Da Tencent die mit Abstand größte Beteiligung von Naspers ist und die anderen Investments vergleichsweise wenig ins Gewicht fallen, entsteht ein enormes Klumpenrisiko. Das heißt, dass sowohl die Chancen als auch die Risiken von Tencent ausschlaggebend für die Kaufentscheidung potenzieller Investoren sein sollten. Die beinahe perfekte positive Korrelation der beiden Aktienkurse spricht für sich.

Außerdem ist nicht jedes Investment von Naspers profitabel. Viele der Firmen, an denen die Südafrikaner beteiligt sind, befinden sich in einem frühen Stadium und brauchen noch Zeit, teilweise auch weitere Mittel, bis sie profitabel werden.

Fazit

Wenn man Tencent für ein gutes Unternehmen hält, sollte man über ein Investment in Naspers nachdenken. Noch mal: Die Beteiligung von Naspers an Tencent ist alleine mehr wert als die Marktkapitalisierung von Naspers, selbst dann, wenn man sämtliche Schulden von Naspers abzieht. Hinzu kommen weitere Beteiligungen, die nicht nur Potenzial haben, sondern auch einen bestimmten monetären Wert darstellen. Das heißt, man investiert in eine Aktie, die sich primär wie Tencent verhält, jedoch auch Potenzial durch andere Investments birgt und dabei günstiger ist als eine direkte Beteiligung an Tencent.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Disclosure wurde korrigiert und aktualisiert. Ursprünglich wurde angegeben, Yannic Joekel besitze keine der erwähnten Aktien. Diese Angabe war nicht korrekt und wurde im nachstehenden Absatz richtiggestellt. The Motley Fool bedauert den Fehler.

Yannic Joekel besitzt Aktien von Tencent Holdings. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, MakeMyTrip, PayPal Holdings und Tencent Holdings. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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