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Die meisten Netflix-Kunden werden nicht wegen Disney+ kündigen, so eine Umfrage

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Die Vorfreude auf Disneys (WKN:855686) Direct-to-Consumer-Angebot Disney+ wächst. Die Premiere ist in weniger als sechs Monaten. Das Unternehmen veranstaltete im vergangenen Monat einen Investorentag, um Details über den bevorstehenden Service zu enthüllen, und eine Umfrage im Anschluss an das Ereignis schien Netflix (WKN:552484) Schwierigkeiten zu bereiten. Bis zu 14,5 % der derzeitigen US-Abonnenten des Streaming-Riesen bzw. 8,7 Mio. Kunden gaben an, dass sie zumindest erwägen, ihr Netflix-Abo zugunsten von Disney+ zu kündigen — und das könnte Netflix mehr als 13 Mrd. US-Dollar pro Jahr kosten.

Nachdem die anfängliche Begeisterung nach der Ankündigung von Disney+ nachgelassen hat, wirft eine neue Umfrage Zweifel an den ursprünglichen Ergebnissen auf und deutet darauf hin, dass Disney+ keine so große Bedrohung für Netflix darstellt, wie ursprünglich angenommen.

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Kein Netflix-Killer

Laut einer aktuellen Umfrage von Piper Jaffray sagen jetzt nur noch 7 % der Netflix-Kunden, dass sie ihr Abonnement zugunsten von Disney+ kündigen würden. In dieser Umfrage wurden mehr als 1.500 aktuelle Netflix-Kunden befragt, ob sie planen, sowohl Disney+ als auch Netflix, nur Netflix, oder nur Disney zu abonnieren. Ganze 73 % gaben an, dass sie nicht beabsichtigen, Disney+ überhaupt zu abonnieren, während 20 % beide Dienste abonnieren würden. Nur 7 % sagten, dass sie Disney+ abonnieren und ihr Netflix-Abonnement kündigen würden.

Im schlimmsten Fall würden dann etwa 4,2 Mio. Kunden von Netflix‘ 60 Mio. US-Kundenbasis und potenziell 655 Mio. US-Dollar jährlich an Umsatzeinbußen für den Streaming-Marktführer entstehen. In Wirklichkeit könnte es aber weniger schlimm aussehen.

Michael Olson, Senior Research Analyst bei Piper Jaffray, wog die Ergebnisse ab und bemerkte: „Wir stellen in der Regel fest, dass ein größerer Prozentsatz der Abonnenten sagt, dass sie bestimmte Dienste kündigen werden, als sie dann tatsächlich kündigen, so dass die 7 % wahrscheinlich das Risiko für die Netflix US-Abonnentenbasis zu hoch ansetzen.“

Weitere Überlegungen

Es ist wichtig zu beachten, dass Disney zwar plant, seinen Service bei 6,99 US-Dollar pro Monat oder 69,99 US-Dollar pro Jahr zu starten, der Einführungspreis mit der Zeit aber wahrscheinlich steigen wird. Obwohl es im Moment wie ein Schnäppchen aussieht, wird Disney mit seinem aufkommenden Streaming-Service schließlich Geld verdienen müssen.

Darüber hinaus wurden in der Umfrage nur Kunden aus den USA, dem reifsten Markt von Netflix, berücksichtigt. Die internationale Akzeptanz war es, die in den letzten Jahren den Großteil des Wachstums angetrieben hat, wobei die Zahl der Abonnenten im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 31 % gestiegen ist. Netflix hat einen mehrjährigen Vorsprung bei der Erstellung lokaler Inhalte für seine internationalen Märkte, so dass die Einführung von Disney+ weniger Einfluss auf das internationale Wachstum haben könnte.

Unterm Strich

Es besteht kein Zweifel daran, dass sich der Wettbewerb im Streaming-Bereich verschärft, und mit einer Mediathek an Filmen und Fernsehsendungen, die Jahrzehnte zurückreicht, sollte Disney nicht unterschätzt werden. Netflix hat den Vorteil, dass es für viele Verbraucher bereits Standard ist, so dass es unwahrscheinlich ist, dass viele tatsächlich kündigen werden. Die Kosten für ein monatliches Abonnement sind für die meisten US-Verbraucher unerheblich. Das gibt beiden Unternehmen Raum, in der sich verändernden Medienlandschaft zu wachsen.

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Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 16.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. 

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Netflix und Walt Disney.

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