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Aurora Cannabis vs. Charlotte’s Web-Holdings – welche ist die bessere Cannabis-Aktie?

Foto: Getty Images.

Die gesamte Cannabis-Branche scheint seit Jahresbeginn gut zulegen zu können und Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) sowie Charlotte’s Web Holdings (WKN:549336) gelten 2019 als zwei der heißesten Aktien der Branche. Aurora ist bis heute um mehr als 70 % gestiegen, während die Aktien von Charlotte um mehr als 65 % gestiegen sind.

Aber welche dieser beiden Cannabis-Aktien ist jetzt die bessere Wahl für Investoren? Das kommt auf die Wachstumsaussichten sowie die Fähigkeit an, diese auch zu nutzen. Schauen wir doch mal, wie die beiden gegeneinander abschneiden.

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Was für Aurora Cannabis spricht

Hier kommt eine Zahl, die man sich merken sollte: 166 Milliarden US-Dollar. Laut Christopher Carey, Analyst der Bank of America, ist das der Wert, den Cannabis-Verkäufe auf dem Weltmarkt betragen könnten. Damit steht Carey nicht alleine da. Es wurden auch schon Zahlen von rund 150 Milliarden US-Dollar aufgerufen.

Auch wenn diese Schätzungen zu optimistisch sein sollten, könnten sie dennoch eine enorme Wachstumschance für Aurora Cannabis darstellen. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens von rund 8,8 Milliarden US-Dollar mag derzeit überzogen erscheinen, aber selbst wenn Aurora nur einen kleinen Teil des Weltmarkts besetzen kann, dürfte das die Bewertung rechtfertigen.

Doch wie gut ist Aurora aufgestellt, um einen angemessenen Anteil am Weltmarkt zu erobern? Dazu stellen wir mal ein paar Überlegungen an.

Erstens ist Aurora auf dem besten Weg, in der Cannabis-Industrie die höchste Produktionskapazität von allen zu erreichen. Bis Mitte 2020 soll eine jährliche Produktionsleistung von mehr als 500.000 Kilogramm erreicht werden. Die gesamte finanzierte Kapazität von Aurora übersteigt 625.000 Kilogramm. Diese Kapazität wird es dem Unternehmen ermöglichen, die Nachfrage zu decken und gleichzeitig die eigenen Kosten zu senken.

Zweitens ist Aurora auf den internationalen medizinischen Cannabis-Märkten in hervorragender Verfassung. Analyst Carey geht davon aus, dass die Märkte außerhalb der USA und Kanada in Zukunft fast 63 % des Gesamtmarkts ausmachen werden. Das sind gute Nachrichten für Aurora. Das Unternehmen ist derzeit im internationalen Vertrieb führend und ist auch in mehr internationalen Märkten tätig als die Konkurrenz.

Es gibt jedoch im Moment zwei wichtige negative Aspekte für Aurora. Erstens kann das Unternehmen nicht auf dem größten Marihuana-Markt der Welt mitmischen, den USA. Denn dort ist Cannabis auf Bundesebene nach wie vor illegal. Das andere Problem ist, dass Aurora im Gegensatz zu einigen anderen kanadischen Marihuana-Unternehmen noch keinen großen Partner von außerhalb der Branche hat finden können.

Aber das könnten für Aurora nur vorübergehende Probleme sein. Möglicherweise ändern die USA ihre Bundesgesetze in nicht allzu ferner Zukunft, was den Weg für Aurora frei machen würde, in diesem Riesenmarkt mitzumischen. Das Unternehmen prüft bereits, wie es sich auf dem US-Hanfmarkt aufstellen kann, nachdem Hanf in den gesamten Vereinigten Staaten legal geworden ist. Aurora hat zudem den Milliardär Nelson Peltz an Bord geholt, um wichtige Partner aus anderen Branchen zu begeistern.

Was für Charlotte’s Web Holdings spricht

Charlotte’s Web konzentriert sich auf den hanfbasierten Cannabidiol (CBD)-Markt. Die Chance für CBD-Produkte aus Hanf ist groß – aber wie groß genau, hängt davon ab, wen man fragt. Das Cannabis-Marktforschungsunternehmen Brightfield Group glaubt, dass allein der US-Hanf-CBD-Markt bis 2022 22 Milliarden US-Dollar wert sein könnte. Hemp Industry Daily ist ebenfalls optimistisch, beziffert die Prognose aber nur auf bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar an CBD-Verkäufen aus US-Hanf bis 2023.

Unabhängig davon, welche Markteinschätzung realistischer ist, scheint Charlotte’s Web auf der Gewinnerstraße zu sein. Das Unternehmen ist schlicht die Marke Nr. 1 auf dem US-Hanf-CBD-Markt. Und es schlägt die Branche weiterhin mit starkem Umsatzwachstum.

Charlotte’s Web ist zudem bei den Produktionskapazitäten führend. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr 300 Hektar mit Hanf bepflanzt, gegenüber nur 70 Hektar im Jahr 2017. Dadurch konnte Charlotte’s Web 2018 675.000 Pfund an Hanf produzieren – mehr als das Zehnfache vom Vorjahr.

Die Produkte des Unternehmens werden in den USA in mehr als 4.000 Einzelhandelsgeschäften verkauft. Diese Zahl dürfte dank der Verabschiedung der Farm Bill im Dezember 2018, die Hanf im ganzen Land legalisiert, erheblich zunehmen.

Charlotte’s Web sollte zudem einen Umsatzanstieg bei der Einführung neuer Produkte verzeichnen. In diesem Jahr sollen mehrere neue Produkte und Formate in den Bereichen Tiernahrung, Wellness-Themen und verzehrbare Produkte eingeführt werden.

Welche ist die bessere Cannabis-Aktie?

Jetzt könnte man sich die Marktkapitalisierung dieser beiden Unternehmen und die prognostizierten Gesamtmarktgrößen ansehen und zu dem Schluss kommen, dass Aurora der ganz klare Gewinner ist. Die Marktkapitalisierung von Aurora ist als Prozentsatz der erwarteten Marktgröße viel größer als bei Charlotte’s Web.

Aber man muss bedenken, dass Charlotte’s Web bereits ein Top-Player auf dem großen US-Hanf-CBD-Markt ist, während Aurora bisher noch nicht in nennenswertem Umfang in die USA drängen konnte. Auch könnte es eine wirklich lange Zeit dauern, bis diese Prognosen von über 150 Milliarden US-Dollar für den Cannabis-Weltmarkt Wirklichkeit werden. Unterdessen dürfte der US-Hanf-CBD-Markt in den nächsten drei bis vier Jahren geradezu explodieren.

Es gibt noch eine weitere Sache zu beachten: Charlotte’s Web ist durchweg profitabel, Aurora hingegen nicht. Dies könnte die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Aurora in Zukunft mehr Geld durch Aktienemissionen beschaffen muss, was dann natürlich den Wert der bestehenden Aktien verwässern würde. Da Aurora viele Übernahmen tätigt, kann es sein, dass neue Aktien ausgeschüttet werden.

Deshalb denke ich, dass Charlotte’s Web hier dann doch die bessere Cannabis-Aktie ist. Aber ich würde sicherlich nicht die Möglichkeit ausschließen, dass Aurora in den kommenden Jahren enorme Gewinne erzielen wird.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 4.5.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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