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Vorsicht, Zalando-Investoren! Die neue Vorstandsvergütung könnte falsche Anreize setzen

Ei, ei, ei, ei, ei. Was sind das nur für unschöne Meldungen, die aktuell im Kontext der Zalando (WKN: ZAL111)-Aktie grassieren? Von zu hohen Vorstandsgehältern ist da die Rede, von einem Protest der Aktionäre sowie von Aktionärsverbänden und unmoralisch hohen Gehältern. Keine Presse, die man unbedingt braucht.

Mit einem kolportierten Volumen von bis zu 170 Mio. Euro, vorwiegend in eigenen Aktien, könnte das Vorstandstrio allerdings auch wirklich über das Ziel hinaus geschossen sein – und möglicherweise künftig die falschen Anreize setzen.

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Lass uns daher im Folgenden mal einen Foolishen Blick auf die aktuellen Berichte werfen und überlegen, weshalb Investoren bei Zalando künftig etwas genauer hinschauen sollten.

So sehen die Vergütungen möglicherweise aus

Doch zunächst sollten wir an dieser Stelle auch einmal festhalten, dass die Grundvergütung der Zalando-Vorstandsmitglieder alles andere als üppig ist. Ohne Bonuszahlungen gehen sowohl Robin Ritter als auch Robert Genz und David Schneider jedes Jahr für gerade einmal 65.000 Euro in ihr Büro. Durchaus wenig für einen so innovativen, inzwischen ausgewachsenen Modeversandhändler. Sowie für die Verantwortung, die die drei Manager tagtäglich tragen.

Da scheint es quasi vorprogrammiert, dass eine gewisse Bonuskomponente ins Spiel kommen muss. Bis zu 170 Mio. Euro sollen in den kommenden Jahren alle drei Vorstandsmitglieder erhalten, sofern sie gewisse Zielmarken erreichen.

Diese Bonuszahlungen sind nämlich an gewisse operative Zielmarken geknüpft. Nur sofern sich das Umsatzwachstum innerhalb dieses Bonuszeitraumes um 15 % pro Jahr erhöht, bekämen die Vorstände diese hohen Summen.

Sofern sich das Umsatzwachstum allerdings auf unter 10 % pro Jahr beläuft, gehen die drei leer aus. Eine gewagte Wette, wenn du mich fragst, bei der allerdings nicht nur für die Vorstände viel auf dem Spiel steht.

Deshalb ist der Bonus Käse

Während sich alle aktuell über die moralisch möglicherweise fragwürdigen Summen das Maul zerreißen (ein Aspekt, den du für dich selbst bewerten solltest), existiert für mich ein anderer Grund, weshalb ich hierbei skeptisch bin: die Motivation beziehungsweise die Bereitschaft des Managements, für den kurzfristigen Erfolg die langfristige, für Investoren wichtigere strategische Ausrichtung zu opfern.

Im Fokus der Bonus-Bedingungen steht nämlich nur eine Zahl, das Umsatzwachstum. Und für die Geschäftsführer dürfte es gewiss einige Mechanismen geben, mit denen man diese Kennzahl beeinflussen kann, auch wenn das möglicherweise langfristig nicht das Beste für den Modeversandhändler sowie die Aktionäre wäre.

Eine hohe Prämie in Verbindung mit lediglich einer Kennzahl, an der der Erfolg von Zalando gemessen wird, schreit in meinen Augen quasi danach, künftig zumindest skeptisch zu sein. Vielleicht wäre da ein anderes, vielschichtigeres Erfolgskriterium die bessere Wahl gewesen.

Augen auf, Investoren!

Wenn du mich fragst, sollte man als Investor daher definitiv nicht nur die Höhe der potenziellen Vergütung kritisch hinterfragen – die möglicherweise tatsächlich unangemessen hoch sein kann –, sondern auch die Motivation, die mit dieser einhergeht.

170 Mio. Euro in den kommenden Jahren könnten das Management beeinflussen, auch mal fragwürdige Entscheidungen in deren Sinne zu treffen, die sich langfristig rächen könnten. Das wäre wirklich sehr fatal.

Ich werde Zalando daher künftig auf meine strengere Beobachtungsliste setzen und die Strategie sowie die Zahlenwerke des Onlineversandhändlers noch genauer lesen und kritisch hinterfragen. Und dich, wie gewohnt, an meinen Einsichten teilhaben lassen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Zalando.

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