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Vorsicht, Allianz! Dein Chef rechnet mit für viele unerwarteter Konkurrenz!

Bei der Allianz (WKN: 840400) läuft es gegenwärtig recht rund. Für das vergangene Geschäftsjahr 2018 konnte der Versicherer weiterhin spannende Wachstumszahlen präsentieren. Zudem wurden die Investoren erst vor wenigen Wochen mit einer üppigen Dividende bedacht, die die Allianz in Anbetracht des derzeitigen Wachstumskurses an die Investoren ausschüttete.

Eine Idylle, die allerdings durchaus trügerisch sein könnte. Zumindest rechnen Allianz-Chef Oliver Bäte sowie eine Unternehmensberatungsgesellschaft langfristig mit prominenter Konkurrenz, die viele nicht auf dem Schirm haben dürften.

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Lass uns im Folgenden daher besser schnell einmal schauen, was langfristig denkende Investoren diesbezüglich wissen sollten.

Die Onlinegiganten könnten den Versicherungsmarkt aufwühlen

Wie Allianz-Chef Oliver Bäte vor ca. anderthalb Jahren vom Stapel ließ, mache er sich große Sorgen hinsichtlich der derzeit größeren Tech-Konzerne. Er sorge sich vor allem mit Blick auf Amazon (WKN: 906866) und die anderen Digitalunternehmen, wie er im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu Anfang des Jahres 2018 äußerte.

Eine Sichtweise, die nun durch die Beratungsgesellschaft KPMG bestätigt worden zu sein scheint. Demnach würden die digitalen Ökosysteme solcher Konzerne das Komposit-Privatkundengeschäft – übrigens eine Umschreibung für Sach- und Unfallversicherungen – in Deutschland prägen und einen Großteil der Gewinne für sich beanspruchen. Durchaus eine spannende, bedrohliche These, wenn du mich fragst.

Amazon, Google und Co. würden demnach in einigen Jahren bei ihrem rasanten, disruptiven Wachstumskurs auch irgendwann die Versicherungssparte ins Visier nehmen und hier für weiteren Wettbewerb sorgen. Die gesamte Versicherungssparte würde sich demnach zweiteilen. Zum einen in die klassischen Versicherer, zum anderen in die digitalen Angebote solcher tech-affiner Konzerne.

Zwar sei das Versicherungsgeschäft für die großen Tech-Konzerne aufgrund der geringen Profitabilität eigentlich nicht so superinteressant – allerdings sei die Marktgröße, die nicht unerheblich ist, letztlich entscheidend, weshalb die Tech-Konzerne doch versuchen würden, in dieses Segment vorzudringen. Die Tech-Konzerne würden sich hierbei lediglich die Sparten aussuchen, die sie für am lukrativsten halten.

Die Allianz bereitet sich vor

Insgesamt also ein durchaus düsteres Szenario, das die KPMG sowie Allianz-Chef Bäte bereits vor rund anderthalb Jahren skizziert haben. Sowie eines, das die klassischen Versicherer durchaus in Bedrängnis bringen könnte.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass sich die Allianz für eine solche Entwicklung natürlich wappnen kann – und dies auch bereits macht. Erst vor wenigen Wochen wurde beispielsweise eine neue Partnerschaft mit der Finanz-App Numbrs verkündet. Hierbei sollten künftig über die App – und somit über einen ähnlichen Weg, auf dem auch Amazon und Co wohl versuchen könnten, ihre Versicherungspolicen an die Kunden zu bringen – Versicherungen verkauft werden, was ein starker Partner im Digitalgeschäft sein könnte.

Zudem könnte es natürlich auch sein, dass die neuen Akteure im Versicherungsmarkt auf Expertise angewiesen sind und nach starken Partnern Ausschau halten, mit denen sie kooperieren könnten. Europas größter Versicherer, die Allianz, könnte hierbei ein interessanter, starker Partner sein. Vielleicht (und das ist nun wirklich nur Spekulation) wäre ein Markteintritt der Internet- und Tech-Größen daher für einige große Versicherer durchaus eine Chance.

Noch steht nichts fest!

Allerdings sollte man als Investor der klassischen Versicherer bedenken, dass hier gegenwärtig noch nichts feststeht. Derzeit wird einfach nur seitens des Allianz-Managements sowie der Beratungsgesellschaft KPMG spekuliert, dass der Versicherungsbereich über kurz oder lang interessant für die Internetkonzerne werden könnte. Mehr auch nicht.

Dass die Allianz sich allerdings vorbereitet und mit wachem Auge diese potenzielle Bedrohung erkannt hat, dürfen wir als positives Zeichen werten. Wir können daher gespannt sein, welche Meldungen in diesem Kontext noch folgen werden.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

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