The Motley Fool

3 Dividendenaktien für die nächsten 30 Jahre

Wäre die Börse nicht viel angenehmer, wenn man sich einfach langfristig binden würde anstatt immer nur von Ast zu Ast zu hüpfen? So eine Art „Aktienehe“, die für mindestens 30 Jahre saftige Dividenden in die Haushaltskasse spült?

Das wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr einfache Aufgabe. Aktie kaufen, halten und nach 30 Jahren verkaufen.

Aber halt! So einfach ist es nicht. Denn erst mal muss eine Aktie gefunden werden, die man auch 30 Jahre lang behalten möchte. Die Aktien von TUI (WKN:TUAG00), Drillisch (WKN:554550) und Lufthansa (WKN:823212) würde ich aus heutiger Sicht ohne Zweifel an den Altar bitten. Nicht nur, weil mir hier schmackhafte Dividenden geboten werden, sondern auch, weil ich diese Aktien aktuell für nicht allzu teuer erachte (Stand: 20.05.2019).

1. TUI

Ob sich die Menschen auch noch in 30 Jahren für Urlaubsreisen interessieren? Für die Bevölkerung hierzulande prognostiziere ich langfristig keinen Trendwechsel. Wer in einem Land mit einer Durchschnittstemperatur von knapp 10 Grad leben muss, dürfte sich auch in Zukunft nach einer Extraportion Vitamin D erkundigen.

Die Touristik Union International (kurz: TUI) AG ist mit ihrem Netz aus Reisebüros, Hotels, Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern aus meiner Sicht ein optimaler Kandidat für den langfristigen Dividendenspaß. 2018 konnten sich die TUI-Investoren über eine sehenswerte Dividendenrendite von etwa 4,3 % freuen. Das ist bei Weitem nicht der Spitzenwert in der Dividendenszene. Für eine langfristige Partnerschaft ist mir dieser Wert allerdings schmackhaft genug.

Bislang hatten TUI-Investoren im Jahr 2019 eher wenig zu lachen. Im Februar rauschte die Aktie innerhalb weniger Tage um 35 % in die Tiefe. Des einen Leid ist des andern Freud. Denn auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie aus meiner Sicht fair bewertet (Stand: 20.05.2019). Beziehungsunfähig ist der Reiseklassiker trotz Kurseinbruch meiner Meinung nach nicht. Die TUI, dessen Firmenhistorie bis ins Jahr 1923 zurückreicht, hat schon ganz andere Zeiten überstanden.

2. Drillisch

Wer an Drillisch denkt, hat vermutlich nicht sofort eine Dividendenaktie mit Ehequalitäten vor Augen. Derzeit dürfte das Unternehmen eher mit Schlagzeilen zur niemals enden wollenden 5G-Frequenzauktion von sich reden machen. Mit Geboten von etwa 1,1 Mrd. Euro dürfte Drillisch so manchen Beobachter, Konkurrenten und Investoren überrascht haben (Stand: 20.05.2019).

Mit einer Dividendenrendite von 4 % gehörte Drillisch 2018 eindeutig zu den besseren Zahlern. Die Frage ist, ob das in den nächsten 30 Jahren so weitergeht.

Kurzfristig dürfte die 5G-Auktion die Richtung vorgeben. Hat Drillisch hier Erfolg, werden die anschließenden Investitionen wohl nicht viel Raum für üppige Dividenden übrig lassen. Langfristig könnten diese Investitionen allerdings enorme Potenziale freisetzen. Gemessen an diesen Zukunftsaussichten ist die Aktie meiner Meinung nach aktuell unverschämt günstig.

3. Lufthansa

Die Lufthansa-Aktie halte ich ebenfalls für eine „gute Partie“. Mit einer Dividendenrendite von über 4 % dürfte das gute Stück 2018 bei vielen Investoren für allerbeste Laune gesorgt haben.

Das hatte die Aktie auch dringend nötig. Von Kurssteigerungen war 2018 nämlich weit und breit nichts zu sehen. Ob das wohl mit dem nervösen Ölpreis zusammenhängt? Was, wenn dem gelben Kranich in den nächsten 30 Jahren der Treibstoff ausgeht? Es mag einige Gründe geben, die dafür sprechen. Ich denke allerdings, dass die Angst vorm Ölpreisschock massiv übertrieben und die Lufthansa-Aktie aktuell deutlich zu günstig ist (Stand: 20.05.2019).

Ungeachtet der ökonomischen Rahmenbedingungen ist die Lufthansa-Aktie nach wie vor meine persönliche Aktie des Herzens. Allein die Reverenz an die Hanse (ein Verbund aus niederdeutschen Kaufleuten im Mittelalter) sorgt bei mir für ausnahmslose Treuegefühle.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet

Mit einer Haltedauer von 30 Jahren hätte man die Silberhochzeit locker im Kasten. Aber wie könnte das in Zahlen aussehen?

Russ Gremel aus Chicago hätte auf diese Frage sicher eine Antwort. Denn der heute 98-jährige Rentner kaufte vor 70 Jahren Aktien der US-Apothekenkette Walgreens (heute bekannt als Walgreens Boots Alliance (WKN:A12HJF)) im Wert von etwa 1.000 Euro. Mit den Jahrzehnten verteuerten sich diese Aktien auf einen Marktwert von insgesamt etwa 2 Mio. Euro. Wow!

Sein ursprünglicher Gedanke, dass Menschen immer Medizin und Frauen immer Make-up brauchen werden, wirkt zunächst nicht wie eine tiefgründige Analyse. Aber immerhin hat er sich vor seiner Aktienehe genug Gedanken über seine Investition gemacht, um 70 Jahre bis zur sogenannten Gnadenhochzeit durchzuhalten.

Respekt! Ich kann mir kaum vorstellen, was in 30 Jahren sein wird. Was in 70 Jahren aus meinen Aktien wird, wage ich nicht mal zu träumen. Ich hoffe, ich habe so viel Glück wie der Herr Gremel. Oder wenigstens so viel Geduld.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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