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Die Dividenden der Öl-Aktien steigen

Öl-Unternehmen weisen hinsichtlich ihrer Dividenden nicht die beste Bilanz auf auf. Die Kürzung der Auszahlung war eine der ersten Maßnahmen, die ergriffen wurde, als die Ölpreise 2014 in den Keller fielen. Viele Produzenten haben sie gesenkt oder gestrichen, um einen der tiefsten Abschwünge seit Jahrzehnten zu überstehen. Andere hörten unterdessen auf, ihre Auszahlungen zu erhöhen. Diese Entscheidungen verschafften dem Sektor einige Zeit, um an anderen Kostensenkungsmaßnahmen zu arbeiten, wie z. B. dem Verkauf von Anlagen.

Diese Maßnahmen beginnen sich jetzt, da sich der Ölpreis im Aufschwung befindet, auszuzahlen. Infolgedessen generieren die Unternehmen Unmengen an Barmitteln, die sie zunehmend an ihre Investoren zurückgeben.

Dividendenwachstum mit hoher Oktanzahl

EOG Resources (WKN:877961) war eines der wenigen Öl-Unternehmen, das die Dividende während des Abschwungs nicht gekürzt hat. Stattdessen hielt man die Auszahlung flach, da man versuchte, andere Kosten zu senken und die Bohrergebnisse zu steigern. Diese Bemühungen haben das Unternehmen in die Lage versetzt, mehr Cashflow zu produzieren, den man durch eine viel höhere Dividende an die Investoren zurückgibt.

EOG Resources erhöhte die Dividende zunächst im Februar 2018 um 10 %, und vergangenen August folgte eine weitere Erhöhung von 19 %, was einem Anstieg von insgesamt 31 % entspricht. Seitdem hat das Unternehmen seine diesjährige Ausschüttung um weitere 31 % erhöht, so dass das Gesamtwachstum in den letzten zwei Jahren 72 % betrug.

Angesichts des erklärten Ziels von EOG, die Dividende um mehr als 19 % pro Jahr zu erhöhen, sind wahrscheinlich weitere Steigerungen in Sicht. Das liegt zum Teil daran, dass sich das Unternehmen nicht seinen Konkurrenten anschließt und Rückkäufe durchführt. Stattdessen wird man wahrscheinlich hauptsächlich über Dividenden Barmittel an die Investoren zurückzugeben, es sei denn, die Aktien fallen auf ein Niveau, auf dem Rückkäufe sinnvoll sind.

Die Steigerung der Auszahlung priorisieren

Pioneer Natural Resources (WKN:908678) hielt ebenfalls während des Abschwungs seine Dividende. Wobei bei einer geringen Rendite von weniger als 0,1 % die Auszahlung nicht hoch war. Das hat sich in den letzten Jahren jedoch geändert. Das Unternehmen hat im Februar 2018 eine deutliche Erhöhung der Dividende um 300 % vorgenommen. Man verdoppelte die Auszahlung Anfang des Jahres erneut, daher beträgt die Gesamtsteigerung seit Anfang 2018 700 %.

Das Unternehmen plant, seine Dividende erneut zu erhöhen, mit dem Ziel, jedes Jahr 1,50 bis 1,75 US-Dollar pro Aktie auszuzahlen, gegenüber den aktuellen 0,64 US-Dollar. Das würde die Dividendenrendite von Pioneer auf das neue angestrebte Niveau von rund 1 % des Aktienkurses steigern und damit die mikroskopische Rendite der letzten Jahre um einiges übertreffen.

Diamondback Energy (WKN:A1J6Y4) hat unterdessen erst im vergangenen Jahr mit der Ausschüttung einer Dividende begonnen. Das Unternehmen hat sie jedoch bereits um 50 % für 2019 erhöht, was eine Rendite von 0,7 % zum aktuellen Aktienkurs bedeutet. Dieses rasante Dividendenwachstum sollte sich fortsetzen, da Diamondback bestrebt ist, den Großteil seines wachsenden freien Cashflows an die Investoren zurückzugeben und sieht seine Dividende als den primären Weg, dieses Ziel zu erreichen. Jedoch genehmigte das Unternehmen vor Kurzem ein 2 Mrd. US-Dollar Aktienrückkaufsprogramm – das dem Plan von Pioneer Natural Resources ähnelt – also ist die Dividende nicht die einzige Kapitalrückgabemethode, die Diamondback vorsieht.

Devon Energy (WKN:925345) hingegen gehörte zu den vielen Ölunternehmen, die ihre Ausschüttung während des Abschwungs reduzierten und die Dividende Anfang 2016 um erstaunliche 75 % kürzten. Devon hat jedoch in den letzten Jahren damit begonnen, sie wieder aufzubauen. Das Unternehmen hat die Dividende im vergangenen Jahr um 33 % und 2019 um weitere 13 % gesteigert. Dieser Trend sollte sich angesichts des Ziels, mehr freien Cashflow zu generieren und an die Aktionäre zurückzugeben, fortsetzen.

In diesem Jahr werden voraussichtlich mehrere Ölunternehmen ihre Dividenden erhöhen. Nicht nur die Ölpreise haben sich verbessert, auch die Ölproduzenten werden bei Bohrungen in den USA immer effizienter, was bedeutet, dass sie nicht so viel Geld benötigen, um die gleiche Menge an Öl zu fördern. Das bedeutet, dass dieses Kapital für andere Dinge freigesetzt wird, einschließlich für die Erhöhung der Auszahlung.

Es ist zu erwarten, dass das Dividendenwachstum weiter anhält

Die Ölindustrie hat bei Dividendenzahlungen nicht die beste Erfolgsbilanz vorzuweisen. Sie arbeitet jedoch daran, dieses Image zu verbessern, indem sie die Ausschüttungen an die Aktionäre schnell erhöht. Daher sollten Dividenden-Investoren diesen Sektor nicht außer Acht lassen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matthew DiLallo auf Englisch verfasst und am 12.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.