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Der 1 Bereich, wo Aurora Cannabis die Konkurrenz Canopy Growth, Cronos Group und Tilray hinter sich lässt

Foto: Getty Images

Was ist die bisher am besten performende große kanadische Marihuana-Aktie im Jahr 2019? („Groß“ definieren wir hierbei als eine Marktkapitalisierung von 3 Milliarden USD oder mehr.) Es ist nicht Canopy Growth (WKN:A140QA). Auch nicht die Cronos Group (WKN:A2DMQY). Tilray? (WKN:A2JQSC) Auch nicht. Der größte Gewinner des Jahres in Bezug auf die Performance der Aktie ist Aurora Cannabis (WKN:A12GS7).

Klar, Aurora hinkt dem Wachstum von Canopy in Sachen Marktkapitalisierung weit hinterher. Man hat keine Deals mit großen Unternehmen außerhalb der Cannabisindustrie abgeschlossen, wie dies die drei anderen Rivalen tun. Dennoch übertrifft nicht nur die Aktienkursentwicklung die der anderen drei Unternehmen, Aurora schlägt auch Canopy Growth, Cronos und Tilray in einem weiteren Schlüsselbereich. Und dieser Bereich ist für den langfristigen Erfolg von entscheidender Bedeutung.

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Reden wir über Geld

Wo ist Aurora also besser als seine wichtigsten Konkurrenten aufgestellt? Auf den internationalen Märkten für medizinisches Cannabis. Canopy Growth mag den größten Marktanteil auf dem legalen Markt in Kanada haben. Aber die Zahlen zeigen auch, dass Aurora die Nummer 1 außerhalb Kanadas ist.

Im letzten Quartal verzeichnete Aurora einen Umsatz von 2,9 Millionen CAD in Europa. Das ist zwar kein riesiger Betrag, aber eben mehr als alle anderen Unternehmen hier einnehmen konnten.

Canopy Growth blieb mit einem internationalen Umsatz von 2,7 Millionen CAD nicht allzu weit zurück. Cronos hat im vergangenen Quartal keine Angaben zu den internationalen Umsätzen gemacht, Tilray ebenfalls nicht.

Trotz der fehlenden Informationen von Cronos und Tilray kann man wohl sagen, dass die internationalen Verkäufe unter denen von Aurora lagen. Beide Unternehmen verzeichneten im vergangenen Quartal einen Gesamtumsatz, der deutlich unter dem von Aurora lag. Sowohl Cronos als auch Tilray haben eine deutlich geringere Produktionskapazität als Aurora.

Warum Aurora weiterhin zulegen konnte

Canopy Growth hat Aurora im letzten Quartal im internationalen Vertrieb fast eingeholt. Auch stiegen die internationalen Verkäufe des großen Cannabis-Züchters schneller als die von Aurora. Kann Aurora also seinen Spitzenplatz international halten? Wahrscheinlich schon.

Aurora und Aphria waren die größten Nutznießer der öffentlichen Ausschreibung Deutschlands für den Anbau von medizinischem Cannabis im Inland. Neunundsiebzig Unternehmen bewarben sich um die Auszeichnung, in Deutschland medizinisches Cannabis produzieren zu dürfen. Dreizehn Plätze wurden vergeben. Aurora erhielt fünf davon, die maximal zugelassene Zahl, ebenso wie Aphria. Der andere Gewinner war Demecan aus Deutschland.

Aurora plant den Bau einer medizinischen Cannabisproduktion in der Nähe von Leipzig, sobald der Zuteilungsprozess abgeschlossen ist. Doch das Unternehmen ist nicht nur auf seine Aktivitäten in Deutschland angewiesen, um die steigende Nachfrage zu decken. Aurora sollte nämlich zudem den Bau der Anlage Aurora Nordic 2 in Dänemark bis Mitte nächsten Jahres abschließen können. Hier sollen dann jährlich mehr als 120.000 Kilogramm Cannabis produziert werden können.

Das Unternehmen gab kürzlich auch bekannt, dass es die wachsende Fläche für seine Anlage Aurora Sun in Medicine Hat in der kanadischen Provinz Alberta um 33 % vergrößert. Damit erhöht sich die jährliche Produktionskapazität der Anlage von 150.000 Kilogramm auf 230.000 Kilogramm. Was war der Hauptgrund für Aurora, den zusätzlichen Platz hinzuzufügen? Einfach: Um die wachsende Nachfrage des Weltmarkts nach medizinischen Cannabisprodukten zu stillen – und gerade hier sind die Margen hoch.

Die internationale Strategie von Aurora ist nicht nur auf Deutschland ausgerichtet. Man liefert auch medizinisches Cannabis in mehrere andere europäische Länder, darunter nach Tschechien, Dänemark, Italien, Luxemburg, Malta, Polen und das Vereinigte Königreich. Aurora ist auch in Lateinamerika durch wichtige Akquisitionen wie den Kauf von ICC Labs gut positioniert.

Man sollte auch nicht Hanf vergessen. Zu den Marken von Aurora für Hanf gehören Agropro, Europas größter Hanfproduzent, sowie der europäische Hanfverarbeiter und -vertrieb Borela.

Das Gesamtbild

Warum ist der Status von Aurora als Nummer 1 auf den internationalen Märkten so wichtig? Nun, die Chance ist auf dem Weltmarkt natürlich viel größer als lediglich auf dem kanadischen Markt, vor allem wenn man medizinisches und frei verkäufliches Cannabis zusammen betrachtet.

Die Brightfield Group geht davon aus, dass der europäische Markt für medizinisches Cannabis bis 2023 fast 8 Milliarden USD wert sein wird. Für den europäischen Cannabidiolmarkt werden rund 1,7 Milliarden USD Jahresumsatz erwartet. Das ist eine kombinierte Marktchance von fast 10 Milliarden USD innerhalb der nächsten vier Jahre. Langfristig dürften die globalen medizinischen Cannabismärkte noch viel größer werden.

Die vielleicht größte Hürde für Aurora, um auf den globalen Cannabismärkten an der Spitze zu bleiben, besteht darin, dass man keinen großen Partner mit viel Geld hat, der bei der Finanzierung der Expansion hilft. Darauf nämlich können sich viele Konkurrenten stützen. Aurora hofft jedoch, dieses Problem zu lösen, indem man den Milliardär Nelson Peltz an Bord geholt hat. Der soll Partner außerhalb der Cannabisindustrie auftreiben. Sollte das klappen, sollte Aurora seine Position als Nummer eins auf den internationalen Märkten noch lange Zeit behaupten können.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 14.4.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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