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Das verheißt Aphrias schlechte Performance für andere kanadische Cannabis-Aktien

Foto: Getty Images

Laut Stand Mitte April hat nur ein kanadischer Marihuana-Züchter seine Quartalsergebnisse veröffentlicht, in denen die Umsatzzahlen für das Jahr 2019 stecken. Aber als Aphria (WKN:A12HM0) seine Ergebnisse für das Quartal, welches am 28. Februar endete, bekannt gab, waren die nun nicht gerade das, worauf die Anleger gehofft hatten.

Der Aktienkurs des Unternehmens fiel dann auch unmittelbar aufgrund der enttäuschenden Zahlen für das dritte Quartal. Jetzt kann man sich natürlich fragen, ob diese Zahlen Vorboten für andere Cannabis-Züchter sind. Könnte Aphrias schlechte Performance ein Warnsignal für die Anleger von Aurora Cannabis (WKN:A12GS7), Canopy Growth (WKN:A140QA) und Cronos Group (WKN:A2DMQY) sein?

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Warum Aphria enttäuscht hat

Man muss natürlich verstehen, weshalb sich Aphria im dritten Quartal so schlecht entwickelt hat. Der Umsatz auf dem kanadischen Markt für frei verkäufliches Cannabis fiel auf 7,2 Millionen CAD, fast 35 % weniger als im Vorquartal. Besonders schlimm dabei ist, dass im Vorquartal nur etwa zwei Wochen dieses neu gestarteten Marktes beinhaltet waren, während im dritten Quartal dieser Markt die ganze Zeit über aktiv war.

Auch der Umsatz mit medizinischem Cannabis sank gegenüber dem Vorquartal um 1,8 % auf 10,6 Millionen CAD. Die einzige gute Nachricht von Aphria im Zusammenhang mit dem Umsatz war die Einbeziehung von 57,6 Millionen CAD an Erlösen aus den Akquisitionen von CC Pharma und ABP.

Warum aber ist der Umsatz von Aphria zurückgegangen? Eine wesentliche Ursache war der Übergang des Unternehmens zu neuen Anbaumethoden, der im Spätherbst begann und zu einer geringeren Produktion führte. Darüber hinaus hatte Aphria Schwierigkeiten, Produkte zu verkaufen, da die Regularien neue Verpackungsbestimmungen vorsahen. Das führte dazu, dass man bei Aphria die Ware teilweise händisch verpacken musste.

Größere Auswirkungen

Manchmal ist es ja so, dass wenn ein Unternehmen Probleme meldet, die Branchenkollegen ähnliche Herausforderungen zu meistern haben. Aber das ist hier wohl nicht der Fall.

Aphrias Umstellung auf andere Anbaumethoden ist ein individuelles Problem, das andere Hersteller nicht haben. Auch hat keiner der anderen großen Player Änderungen in der Produktionsweise gemeldet.

Alle Kollegen von Aphria müssen die gleichen Verpackungsanforderungen für Cannabis-Produkte für den frei verkäuflichen Markt erfüllen. Terry Booth, der CEO von Aurora Cannabis, sagte in der jüngsten Telefonkonferenz des Unternehmens, dass die Verpackungsautomation im Quartal mit Ende 3. Dezember nicht vollständig aufgebaut war. Von sowohl Aurora als auch Canopy Growth hieß es, dass die Verpackungskosten aufgrund der Anforderungen der kanadischen Regierung mittlerweile höher seien. Michael Gorenstein, CEO von Cronos Group, sagte im März, dass die Verpackung eine der größten Herausforderungen bei der Expansion in weitere kanadische Provinzen sei.

Aber keines dieser Unternehmen schien die Probleme zu haben, die dann Aphria so zu schaffen machten. Es ist unwahrscheinlich, dass Aurora, Canopy oder Cronos in ihren nächsten Quartalsberichten aufgrund von Problemen bei der Verpackung der Produkte rückläufige Umsätze melden werden.

Das eine wirklich wichtige Wort

Es gibt ein Wort, das Aphria im Quartalsbericht gleich mehrmals erwähnt hat. Dieses Wort war „vorübergehend“. Die Probleme, die Aphria im letzten Quartal getroffen haben, waren alle kurzfristiger Natur.

Aphria führt für die kommenden Quartale eine Verpackungsautomatisierung ein, die die Effizienz deutlich verbessern soll. Das Unternehmen erhielt im März von Health Canada die Lizenz für die Erweiterung der Aphria One-Anlage, die es dem Unternehmen ermöglicht, seine jährliche Produktionsrate von 35.000 Kilogramm auf 115.000 Kilogramm zu steigern.

Interim-CEO Irwin Simon sagte in der Telefonkonferenz von Aphria im dritten Quartal, dass die Nachfrage nach wie vor stark sei und dass das Unternehmen Produkte leicht verkaufen könnte, wenn es denn die Kapazität hätte, sie herzustellen. Diese Kapazität wird kommen, obwohl die ersten Lieferungen aus der Erweiterung von Aphria One erst für das erste Quartal des Geschäftsjahres erfolgen werden.

Für Anleger heißt das, dass die meisten Probleme, die Aphria oder einer der großen kanadischen Marihuana-Produzenten in den nächsten Quartalen haben werden, wahrscheinlich nur vorübergehend sind. Die Nachfrage nach Cannabis steigt weiter auf der ganzen Welt an. Ein einziges enttäuschendes Quartal wird an den vielversprechenden langfristigen Perspektiven nicht viel ändern.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 16.4.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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