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Legales Cannabis in Kanada: die 5 größten Player im Vergleich

Foto: Getty Images.

Fast jeder ging davon aus, dass die Absätze der größten Marihuanaproduzenten steigen würden, nachdem der legale Markt für Cannabis am 17. Oktober 2018 in Kanada eröffnet wurde. Und genau das ist dann auch eingetreten.

Die fünf größten kanadischen Marihuana-Züchter nach Marktkapitalisierung – Canopy Growth (WKN:A140QA), Aurora Cannabis (WKN:A12GS7), Tilray (WKN:A2JQSC), Cronos Group (WKN:A2DMQY) und Aphria (WKN:A12HM0) – haben alle ihre ersten Updates für jenes Quartal veröffentlicht, in dem in Kanada der legale Markt startete. Alle fünf Unternehmen verzeichneten ein enormes Umsatzwachstum. Wie aber schneiden sie gegeneinander ab?

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Größenanpassung ihrer Verkäufe

Bevor wir die Verkaufszahlen der fünf großen kanadischen Marihuana-Produzenten vergleichen können, müssen wir ein paar Dinge erwähnen. Erstens bezogen sich die im Januar veröffentlichten Ergebnisse von Aphria auf das Quartal, welches am 30. November 2018 endete. Folglich kam Aphria einen Monat weniger in den Genuss der Legalisierung als die Wettbewerber. Zweitens gaben weder Cronos Group noch Tilray Details zu den Absatzzahlen für das Quartal zum 31. Dezember 2018 bekannt.

Diese Probleme machen einen Vergleich der Unternehmen auf dem kanadischen Cannabismarkt, um es vorsichtig auszudrücken, schwierig. Allerdings können wir uns das allgemeine Umsatzwachstum der Top-Marihuana-Züchter ansehen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie sie sich auf dem legalen Markt entwickelt haben. Wir können auch einige Schätzungen vornehmen, die zwar nicht vollkommen exakt sein werden, aber im Mittelpunkt der Entwicklung der Unternehmen stehen sollten.

Fangen wir mit dem allgemeinen Umsatzwachstum im letzten Quartal im Vergleich zum Vorquartal an. Bei dieser Kennzahl war Canopy Growth der klare Sieger, Aurora Cannabis schaffte es weit entfernt auf den zweiten Platz.

Quelle: Unternehmensberichte und Einreichungen. Chart vom Autor

Jetzt kommt die kniffligere Aufgabe. Aurora und Canopy Growth lieferten detaillierte Verkaufszahlen für legales Cannabis. Cronos und Tilray hingegen nicht, aber es wurde angenommen, dass ihr gesamtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorquartal auf den legalen Markt zurückzuführen ist.

Aphria lieferte in dem letzten Quartal keine genaue Zahl für seine Verkäufe auf dem legalen Markt. Allerdings ließen sich mittels der abgesetzten Kilomenge und dem durchschnittlichen Verkaufspreis des Unternehmens sowie der gezahlten Steuern einiges mutmaßen. Dieser Betrag wurde dann bis Ende 2018 anteilig berechnet, um eine mit den anderen Unternehmen vergleichbare Schätzung zu ermitteln.

Quelle: Einnahmeberichte und Einreichungen. Chart vom Autor

Wieder ist hier Canopy Growth der große Gewinner – deren Absätze bei legalem Cannabis sind viel höher sind als alle anderen. Auch belegte Aurora Cannabis wieder einmal den zweiten Platz. Obwohl die Verkäufe für Aphria zugegebenermaßen nur Schätzungen sind, dürfte das Unternehmen sicher auf Platz 3 unter den führenden kanadischen Marihuana-Züchtern rangieren.

Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal

Es gab einen Faktor, der die Unterschiede bei den fünf wichtigsten kanadischen Marihuana-Züchtern erklärte: die Menge des Angebots. Canopy Growth konnte zu Beginn des Marktstarts gleich viel mehr in den Markt drücken.

Das Angebot wird in den kommenden Quartalen voraussichtlich weiterhin das entscheidende Differenzierungsmerkmal sein. Dies könnte bedeuten, dass die Unterschiede zwischen den drei führenden Unternehmen und den beiden anderen Marihuana-Züchtern relativ groß bleibt. Canopy Growth, Aurora Cannabis und Aphria haben viel höhere Produktionskapazitäten als Cronos und Tilray.

Die Unterschiede zwischen Aphria, Aurora und Canopy Growth dürften sich jedoch wiederum verringern. Aurora stellte in seiner Aktualisierung für das zweite Quartal fest, dass die jährliche Kapazität bis Ende März 2019 von 120.000 Kilogramm auf mehr als 150.000 Kilogramm steigen sollte. Aphria hat kürzlich auch die Lizenz für den Ausbau des Standortes Aphria One erhalten. Damit erhöht sich die jährliche Gesamtproduktionskapazität von Aphria von 35.000 Kilogramm auf 115.000 Kilogramm.

Was steht da bevor?

Man darf erwarten, dass der Verkauf von legalem Cannabis in den kommenden Quartalen für alle fünf Unternehmen weiter anzieht. Die nächste große Entwicklung ist die erwartete Eröffnung des Marktes für Cannabis zum Verzehr, Cannabisgetränke und Konzentrate – das alles soll im Oktober geschehen. Die von Health Canada vorgeschlagenen Verpackungsvorschriften könnten den Umsatz einschränken, aber jene Unternehmen, die auf den Zug aufspringen, sollten noch in diesem Jahr einen Umsatzanstieg sehen können.

Zwei der fünf größten Marihuana-Züchter haben darüber hinaus wichtige Partnerschaften mit Getränkeunternehmen. Canopy Growth und Constellation Brands planen, mehrere nicht-alkoholische Cannabis-Getränke auf den Markt zu bringen, sobald da der Startschuss fällt. Tilray hingegen arbeitete mit dem riesigen Bierunternehmen Anheuser-Busch InBev zusammen, um Cannabis-Getränke für den kanadischen Markt zu entwickeln.

Aphria hat keinen Getränkehersteller als Partner. Das Unternehmen schloss sich jedoch mit Southern Glazer’s, dem größten Wein- und Spirituosenhändler Nordamerikas, zusammen, um seine Cannabisprodukte in Kanada zu vertreiben. Diese Beziehung könnte hilfreich sein, sobald in Kanada verzehrbares Cannabis sowie Getränke auf den Markt kommen.

Aber Cronos Group könnte hinter seinen Mitbewerbern zurückbleiben. CEO Mike Gorenstein wurde gefragt, wie bereit sein Unternehmen ist, um auf dem Markt für verzehrbares Cannabis mitzumischen. Antwort: „Wir sind zuversichtlich“.

Dafür ist es aber noch sehr früh. Canopy Growth, Aurora Cannabis, Tilray, Cronos Group und Aphria sollten eine Weile lang ein signifikantes Umsatzwachstum auf dem kanadischen Markt für legales Marihuana verzeichnen. Es wird jedoch nicht allzu lange dauern, bis die Cannabismärkte in Europa und den USA für den Erfolg dieser Top-Produzenten noch wichtiger werden könnten.

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The Motley Fool empfiehlt Akiten von Bud und STZ. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 30.3.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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