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Dieser REIT ist stärker als ich dachte

Der CorEnergy Infrastructure Trust (WKN:A2AA6Z) besitzt mehrere Midstream-Anlagen wie z.B. Pipelines, die der Konzern gegen Gebühr vermietet. Das Geld wird dann an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Midstream-Unternehmen ist der Konzern als Real Estate Investment Trust (REIT) strukturiert. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass so ein Modell in Krisenzeiten funktioniert. Und da habe ich mich wohl geirrt, denn dieser REIT ist widerstandsfähiger, als ich dachte.

Aber Moment, Moment. Erst mal ein paar weitere Infos zu diesem Midstream-Unternehmen, das derzeit 8 % abwirft.

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Ein Blick unter die Haube

CorEnergy ist ziemlich klein, hat eine Marktkapitalisierung von gerade mal rund 470 Millionen USD. Außerdem gibt es nur vier große Assets, nachdem man Ende 2018 eine Terminalanlage veräußert hat. Dieses Terminal wurde an den Betreiber verkauft, der eine Rückkaufoption auf den Vermögenswert hatte. In den rund fünf Jahren, in denen CorEnergy das Terminal besaß, schätzt das Unternehmen, dass es eine Rendite im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwirtschaftet hat, was eigentlich gut klingt. Man geht davon aus, dass der Erlös aus dem Verkauf in neue Vermögenswerte investiert oder zum Rückkauf von Aktien verwendet wird. (Mehr dazu weiter unten.)

Der Wachstumsplan des REIT sieht den Kauf von ein oder zwei Midstream-Anlagen pro Jahr vor. Die Zahl wird wahrscheinlich von der Größe der Geschäfte abhängen, aber sie sollten zwischen 50 und 250 Millionen USD liegen. CorEnergy hatte vor kurzem eine fälligen Wandelanleihe zu bedienen, die mit einer Mischung aus neuen Aktien und Bargeld bezahlt wurde. Jetzt scheint CorEnergy gut aufgestellt, um nach einer langen Zeit geringer Aktivität wieder Assets dazukaufen zu können. Und hier wird die Geschichte interessant.

Es geht voran

CorEnergy war in den vergangenen Jahren aus gutem Grund nicht allzu aktiv. Man kaufte 2017 einen Minderheitspartner auf, aber die davor letzte Transaktion erfolgte bereits Mitte 2015. Das Ziel waren aber eigentlich ein bis zwei Deals pro Jahr. Doch man muss den Zeitraum betrachten, denn der Öl- und Gassektor steht seit dem Einbruch des Ölpreises (Mitte 2014) unter massiven finanziellen Belastungen. Und CorEnergy war da mittendrin.

CorEnergy via YCharts

 

Wie schlimm es war? Nun, zwei der Hauptmieter des REITs meldeten 2016 Insolvenz an. Es war sehr fraglich, ob CorEnergy weiterhin überhaupt Geld reinbekommen würde.

Die Grundidee hinter der Strategie von CorEnergy war, dass man durch den Besitz von für Kunden unverzichtbare Vermögenswerte auf jeden Fall weiterhin Miete erhalten würde. Für Ölgesellschaften wie die Mieter von CorEnergy sind Mietzahlungen für eine Pipeline auch in einem Bankrott noch ein notwendiger Aufwand; ohne diese Pipelines würde das Öl ja erst gar nicht auf den Markt kommen. Vor 2016 war diese Idee nichts als eine Theorie. Aber beide Konkurs-Mieter brachten trotz der Schwierigkeiten weiterhin Geld rein. Und jetzt, im Jahr 2019, sieht die Theorie von CorEnergy nach einem bewährten Modell aus.

Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass es so gut laufen würde. Beeindruckend ist, dass CorEnergy seine Dividende von 0,75 USD pro Aktie und Quartal auch in den harten Zeiten halten konnte.

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Dividende derzeit nicht mehr ganz so sicher ist.

Der bereits erwähnte Anlagenverkauf von Ende 2018 wird die Mieteinnahmen für CorEnergy reduzieren. Der REIT scheint derzeit nicht in der Lage zu sein, die Dividende im Jahr 2019 zu decken. Das Management wird die Zahlung jedoch aufrecht erhalten und dazu Aktien (höchstwahrscheinlich Vorzugsaktien) zurückkaufen. Außerdem wird man schnell einige umsatzbringende Asstes finden, die das Portfolio erweitern sollen. Sollte das gelingen, geht das Management davon aus, dass man in der Lage sein wird, die aktuelle Dividende zu halten.

CorEnergys Dividende pro Aktie via YCharts

Kommen wir noch einmal auf die Größe des REIT zu sprechen. CorEnergy ist klein und hält nur sehr wenige Anlagen. Meine große Angst war, dass ein Mieter, der in finanzielle Schieflage geraten ist, die Miete nicht mehr zahlen kann. Diese Sorge erwies sich als unberechtigt und zeigte, dass das Geschäftsmodell von CorEnergy unerwartet widerstandsfähig war. Nun sind Diversifizierung und Größenordnung die Hauptthemen und könnten aufgrund des Asset-Verkaufs, der von einem Kunden, der seine Kaufoption ausübt, getrieben wird, zu einer Dividendenkürzung führen.

Noch nicht aus dem Schneider

CorEnergy ist auf einem guten, aber noch nicht wirklich nachhaltigen Weg. Ja, man hat in der Energie-Branche das Schlimmste durchgemacht und überstanden. Jetzt jedoch muss man beginnen, zu skalieren und das Portfolio zu verbreitern.

Das Unternehmen ist sich bewusst, dass Zeit eine große Rolle spielt: Man startete ins Jahr mit dem Wissen, dass man Schwierigkeiten haben wird, die Ausschüttung zu gewährleisten. Obwohl für die meisten Investoren hier ein Einstieg noch zu früh sein dürfte, sollten aggressivere Anleger den REIT als Alternative in Betracht ziehen – dazu muss es CorEnergy aber gelingen, einen Deal einzutüten, der dann wiederum die Dividende garantiert.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Reuben Gregg Brewer besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 28.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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