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Aurora Cannabis steigert weiter die Kapazität: irre oder irre schlau?

Foto: Getty Images

Man kann ins Zweifeln kommen: Braucht Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) etwa zusätzliche Produktionskapazitäten? Immerhin ist das Unternehmen bereits auf Kurs, bis Mitte nächsten Jahres eine annualisierte Produktionsleistung von deutlich über 500.000 Kilogramm zu erreichen. Bei einer Kapazität von über 625.000 Kilogramm pro Jahr nimmt Aurora unter den kanadischen Marihuanabauern locker die Spitzenposition ein.

Aber das scheint Aurora Cannabis nicht zu genügen. Das Unternehmen gab am Mittwoch bekannt, dass es die Kapazität an seinem größten Standort noch stärker als geplant erhöht. Was bitte denkt Aurora sich dabei?

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Die volle Ladung Aurora-Sonne

Aurora ist dabei, seine Anlage, genannt Aurora Sun, in Medicine Hat, Alberta, zu bauen. Die Anlage soll bis Mitte 2020 fertig für den Anbau sein.

Aurora Sun wird eine extrem fortschrittliche Cannabiszuchtanlage sein. Aurora Sun wird ein Glasdach und ein System zur Rückgewinnung von Regenwasser und geschmolzenem Schnee zur Bewässerung von Cannabispflanzen haben. Es wird über ausgeklügelte Automatisierungssysteme verfügen, die vollständige Kontrolle über die äußeren Bedingungen ermöglichen.

Ursprünglich hat Aurora für Aurora Sun eine Fläche von 1,2 Millionen Quadratfuß vorgesehen. Damit hätten dort jährlich mindestens 150.000 Kilogramm Cannabis produziert werden können.

Jetzt will Aurora allerdings, dass Aurora Sun 33 % mehr Wachstumsfläche bekommt – also satte 1,62 Millionen Quadratfuß. Statt 150.000 Kilogramm pro Jahr wird die Anlage dann mehr als 230.000 Kilogramm produzieren können.

Aurora verfügt derzeit nur über eine Einrichtung, die mehr als 100.000 Kilogramm Cannabis pro Jahr anbauen kann: Aurora Sky. Das Unternehmen errichtet die Anlage Aurora Nordic 2 in Dänemark, die nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2020 über 120.000 Kilogramm produzieren soll. Außerdem hat Aurora in Exeter, Ontario, ein Grundstück und ein Gebäude mit einer jährlichen Produktionskapazität von 105.000 Kilogramm erworben.

Aber Aurora Sun wird dann doch noch einmal in einer völlig eigenen Liga spielen. Damit wird sich die Kapazität der nächstgrößeren Anlage von Aurora nahezu verdoppeln. Bei vollem Betrieb werden in den 37 verschiedenen Anbauräumen der Anlage mehr als 1 Million Cannabispflanzen in verschiedenen Stadien wachsen.

Aber was ist mit der bevorstehenden Angebotsschwemme?

So ziemlich jeder Marktbeobachter erwartet für Kanada eine große Angebotsflut. Die wird unvermeidlich sein. Über den genauen Zeitpunkt ist man sich nicht ganz einig, aber dass sie kommt scheint unvermeidlich zu sein.

Die Frage ist nun: Warum erhöht Aurora seine Kapazitäten in Kanada? Die Antwort des Unternehmens war einfach: Man will „die schnell wachsende weltweite Nachfrage nach hochwertigem medizinischem Cannabis in Kanada und im Ausland decken.“

CEO Terry Booth vertiefte das ganze noch einmal: „Gerade in neuen Märkten muss man als First-Mover Marktanteile besetzen und für Markenbekanntheit sorgen, und deswegen braucht es von Aurora eine stabile und zuverlässige Quelle an hochwertigem Cannabis. Die Größe von Aurora Sun spiegelt unsere Erwartungen an das langfristige Wachstum der globalen Nachfrage wider, insbesondere in den internationalen medizinischen Märkten, wo die Margen höher sind. Dieser Markt wird in absehbarer Zeit mit Engpässen konfrontiert sein.“

Auch wenn der Standort von Aurora Sun in Kanada ist, soll doch damit vor allem der internationale Markt bedient werden. Und Aurora denkt, dass diese Märkte in naher Zukunft wohl nicht unter einer Angebotsschwemme leiden werden.

Denn sie wissen sehr genau, was sie tun

Ist der Ausbau von Aurora Sun überhaupt sinnvoll? Einige dürften das für keine gute Idee halten. Immerhin stecken die meisten internationalen Medical-Cannabis-Märkte noch in den Kinderschuhen. Es gibt keine Garantie dafür, dass diese Märkte auch wirklich so schnell wachsen werden wie erwartet.

Aber Aurora könnte andererseits sehr wohl Recht haben: auf den internationalen Medizinmärkten könnte die Ware bald knapp werden. Und das Unternehmen hat darüber hinaus völlig Recht, dass diese Märkte höhere Gewinnmargen bieten als der legale Einzelhandel in Kanada.

Ich denke auch, dass Aurora den Produktionskosten und der Flexibilität Priorität einräumt. Die neue Technologie von Aurora Sun sollte es Aurora ermöglichen, die Kosten pro Gramm zu senken. Zudem sagte Booth, dass die Anlage „flexibel konzipiert ist, um den sich ändernden Marktanforderungen schnell gerecht zu werden, insbesondere wenn sich Zucht- und Anbautechnologien weiterentwickeln und sich Kundenpräferenzen und -anforderungen ändern.“ Unter dem Strich wird die Kapazität von Aurora Sun für Aurora wertvoller sein als die Kapazität vieler anderer Anlagen.

Gut möglich, dass wir in einigen Jahren zurückblicken und sagen werden, dass Auroras Schritt zur Kapazitätssteigerung irre war. Es wird mich allerdings nicht überraschen, wenn sich die Entscheidung im Nachhinein stattdessen als irre schlau erweist.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 11.4.2019 auf Fool.com und wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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