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7 Highlights von der Hauptversammlung 2019 von Berkshire Hathaway

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Die Aktionärsversammlung 2019 von Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2) fand am Samstag statt und wie üblich beantworteten der Vorsitzende und CEO Warren Buffett und der stellvertretende Vorsitzende Charlie Munger stundenlang die Fragen der Investoren.

Hier findest du sieben Themen, die Buffett angesprochen hat, die Berkshire-Aktionäre – und die Investoren im Allgemeinen – als besonders interessant finden könnten.

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1. Buffett über Rückkäufe

Berkshire kaufte im ersten Quartal 2019 Aktien im Wert von etwa 1,7 Mrd. US-Dollar zurück – das ist mehr als in der zweiten Jahreshälfte 2018, nachdem der Rückkaufplan geändert wurde, um Rückkäufe zu ermöglichen, wann immer Buffett und Munger davon ausgehen, dass die Aktie mit einem Abschlag auf den inneren Wert gehandelt wird.

Obwohl die Rückkäufe also sicherlich mit beschleunigter Geschwindigkeit erfolgten, war das nicht ganz der Multi-Milliarden-Dollar-Rückkauf, den sich viele Investoren gewünscht hätten, vor allem da der Liquiditätsbestand weiter anstieg (er liegt jetzt bei 114 Mrd. US-Dollar).

Auf die Frage nach dem relativ zurückhaltenden Maß an Rückkäufen angesprochen, verteidigte Buffett den etwas konservativen Kurs. Kurz gesagt, Buffett sagte, dass der Bargeldbestand des Unternehmens absolut nichts mit Rückkäufen zu tun hat. Die verfügbaren liquiden Mittel „würden keinen Unterschied in unserem Ansatz zum Rückkauf von Aktien machen“, sagte Buffett.

Das bedeutet: Erwarte, dass Buffett aggressiver agiert, wenn die Aktie billiger wird – Punkt. „Wenn unsere Aktie im Verhältnis zum inneren Wert billig wird, würden wir nicht zögern. Wir wären sicherlich bereit, 100 Mrd. US-Dollar auszugeben“, bekräftigte er seine jüngsten Kommentare, dass Berkshire am Ende massiv Aktien zurückkaufen könnte.

2. Buffet zum Sozialismus

Buffett ist nicht gerade zurückhaltend mit seinen politischen Ansichten – er ist ein Demokrat und war ein unverblümter Hillary-Clinton-Unterstützer bei den Präsidentschaftswahlen 2016. Angesichts der Äußerungen einiger Präsidentschaftskandidaten für 2020 ist es nicht überraschend, dass Buffett nach seinen Gedanken hinsichtlich eines Sozialismus gefragt wurde.

Buffett wies darauf hin, dass seine Ansichten seine eigenen sind und nicht die von Berkshire Hathaway, wies aber schnell den Begriff des reinen Sozialismus zurück. „Ich bin ein Anhänger des Kapitalismus“, sagte Buffett. Er gehe nicht davon aus, dass die Vereinigten Staaten in absehbarer Zeit zu einem wirklich sozialistischen Land würden. Aber sowohl Buffett als auch Munger betonten, dass ein so reiches Land wie die USA starke soziale Sicherheitsnetze haben müsse.

3. Buffet zu Kraft Heinz

Kraft Heinz (WKN:A14TU4) war früher einmal Berkshires wertvollste Stammaktie, hat sich aber in den letzten Jahren nicht sehr gut entwickelt. So hat Kraft Heinz seit Anfang 2017 mehr als 60 % seines Wertes verloren und die Verkündung der Ergebnisse zum ersten Quartal aufgrund von Bilanzierungsproblemen verschoben.

Berkshire erwarb seine 27-prozentige Beteiligung an Kraft Heinz im Jahr 2015 und Buffet hat kürzlich bestätigt, dass Berkshire dafür zu viel bezahlt habe. „Kraft Heinz geht es operativ noch sehr gut“, sagte Buffett auf der Hauptversammlung. Er wiederholte jedoch eine seiner zentralen Investitionslehren, indem er sagte: „Man kann jede Investition in ein schlechtes Geschäft verwandeln, indem man zu viel bezahlt.“

Später sagte Munger, dass die Probleme bei Kraft Heinz nicht viel mit der Produktentwicklung zu tun haben. „Ich denke, das Problem war, dass sie ein wenig zu viel für die letzte Übernahme bezahlt haben“, sagte Munger.

4. Ist das Geschäftsmodell von Wayfair nicht nachhaltig?

Berkshire Hathaway hat vier Einzelhandelsmöbelgeschäfte und Buffett räumte ein, dass Onlinewettbewerber wie Wayfair (WKN:A12AKN) den Umsatz zumindest kurzfristig beeinträchtigt hätten. Wayfair und derartige Unternehmen waren bereit, mit Verlust zu arbeiten, um lokale Möbelgeschäfte zu unterbieten.

Buffett ist nicht überzeugt, dass diese Unternehmen ein nachhaltiges Modell hätten, fügte aber hinzu, dass die Unternehmen durchaus erfolgreich sein könnten. Er ist jedoch nach wie vor der Meinung, dass die kundenorientierte Natur der Möbelgeschäfte Berkshire einen Vorteil verschaffe, da sie es dem Unternehmen ermöglichten, mehr über das Kundenverhalten zu erfahren.

5. Ein Wort der Warnung bei Private Equity

In den letzten zehn Jahren haben Private-Equity-Fonds an Popularität gewonnen, aber Buffett und Munger mahnten die Investoren zur Vorsicht. „Wir haben eine Reihe von Vorschlägen von Private-Equity-Fonds gesehen, bei denen die Renditen wirklich nicht in einer Weise berechnet werden, die ich für ehrlich halten würde“, sagte Buffett. „Ich würde mich nicht über sogenannte alternative Anlagen freuen.“

6. Berkshire nach Buffett

In den letzten Jahren haben wir Details über die Nachfolgeplanung von Berkshire gehört. Auf CEO-Ebene hat Berkshire Ajit Jain und Greg Abel zu Vizepräsidenten ernannt, ein Schritt, der als Teil des Nachfolgeplans bestätigt wurde.

Bei dem Treffen wurde Buffett gefragt, warum die beiden Männer nicht mit ihm und Munger auf der Bühne stehen. Buffett sagte, dass das besprochen wurde, also nicht jenseits der denkbaren Möglichkeiten liege. Und, in einem seltenen Fall, bat Buffett Jain, auf eine Frage zu einem ungewöhnlichen Versicherungsrisiko zu antworten.

7. Über das Aktienportfolio

Als letztes Highlight beleuchtete Buffett, warum Berkshire die Aktionäre nicht häufiger über Käufe in seinem Aktienportfolio informiere oder warum Buffett nicht gründlicher erkläre, warum er Aktien gekauft habe.

„Wir sind nicht im Geschäft, um zu erklären, warum wir eine Aktie besitzen“, sagte Buffett. In einer separaten Frage zur Offenlegung ausländischen Aktienbesitzes erklärte Buffett kurz und bündig, warum er nicht mehr über Berkshires Aktienbewegungen spreche: „Es geht uns darum, keine Geschäftsinformationen herauszugeben, die vertraulich sind.“

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

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Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 04.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Wayfair und empfiehlt diese.

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