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Wie viel Altersvorsorge benötigt man? Probieren wir es mit dem 16,4-Fachen des Endgehalts

Foto: Getty Images

Einer der schwierigsten Punkte beim Sparen für den Ruhestand ist es, herauszufinden, wie viel Geld man dafür aufbringen sollte. Man kann einige der zukünftigen Lebenshaltungskosten schätzen, doch Faktoren, die man nicht beeinflussen kann, wie Inflation, eventuelle Steuererhöhungen und Gesundheitsprobleme, können dafür sorgen, dass deine Ersparnisse unzureichend sind — selbst wenn du eine ziemlich respektables Ruhestandsguthaben angehäuft hast.

Wenn man heutzutage schätzt, mit wie viel man in den Ruhestand gehen muss, ist es üblich, das Vielfache des Endgehalts zu berechnen. Zum Beispiel sagt der Investment-Riese Fidelity, dass ältere Arbeitnehmer darauf abzielen sollten, das Zehnfache ihres Endgehalts bis zum Alter von 67 Jahren auf der hohen Kante zu haben. Aber das weltweit tätige Dienstleistungsunternehmen Aon ist anderer Meinung, und in einem kürzlich erschienenen Bericht wird festgestellt, dass der durchschnittliche Rentner sogar das 16,4-Fache seines Endgehalts benötigt, um die Kosten für den Ruhestand vollständig zu decken.

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Die gute Nachricht ist, dass das 5,3-Fache dieses Betrags von der Sozialversicherung kommt. Andererseits wird der durchschnittliche Arbeitnehmer im Alter von 67 Jahren nur noch das 7,9-Fache seines Endgehalts durch Sparen und Arbeitgeberbeiträge oder Renten erhalten. Das lässt den durchschnittlichen Rentner mit einem Fehlbetrag in Höhe des 3,2-fachen Endgehalts zurück.

Das mag auf den ersten Blick nicht wie ein massives Defizit erscheinen. Aber wenn man sich das mit konkreten Zahlen ansieht, erscheint diese Lücke wesentlich größer.

Stell dir vor, du verdienst am Ende der Karriere jährlich 200.000 US-Dollar. 3,2 mal diesen Betrag nicht zu haben, würde bedeuten, dass dir 640.000 US-Dollar im Ruhestand abgehen — und das ist ziemlich ernst.

Wenn du dich dem Ruhestand mit unzureichenden Ersparnissen näherst, ist es unerlässlich, dass du das Problem angehst, solange du kannst. Andernfalls riskierst du, deinen persönlichen Rentenfonds zu erschöpfen und Probleme zu haben, wenn du nicht mehr viel dagegen tun kannst.

Ausgleich eines Spardefizits

Wenn du mit der Altersvorsorge im Rückstand bist, ist das Effektivste, was du tun kannst, sie aufzustocken. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Selbst ein Defizit von 100.000 US-Dollar im Laufe weniger Jahre zu überbrücken, würde bedeuten, deinen Lebensstil drastisch zu ändern und dich möglicherweise dazu zu zwingen, dich jeden Abend in der Woche mit einem Zweitjob zusätzlich zu deinem ersten zu plagen. (Beachte, dass ein Nebenjob durchaus eine gute Möglichkeit ist, das Altersvorsorgevermögen zu erhöhen, aber dieser Rat meint normalerweise eine Mehrarbeit in Maßen auszuüben, und nicht jede wache Minute damit zu verbringen, in irgendeiner Weise Geld zu verdienen.)

Wenn du also aus Zeitgründen deine persönliche Sparlücke nicht vernünftig schließen kannst, ist vielleicht deine nächstbeste Option, darüber nachzudenken, wie der Ruhestand für dich aussehen wird. Ein kleineres Haus, zum Beispiel, könnte dir Tausende von Dollar pro Jahr an Instandhaltungskosten und Grundsteuern (oder niedrigerer Miete, wenn du nicht planst, ein eigenes Haus zu besitzen) sparen. Ebenso könnte der Umzug in eine Region mit niedrigeren Lebenshaltungskosten helfen, deine begrenzten Ersparnisse länger auszureizen.

Möglicherweise musst du auch andere Dinge anpassen. Zum Beispiel, wenn du gehofft hast, einen Großteil deines Ruhestands mit Reisen zu verbringen, musst du dich möglicherweise etwas einschränken oder auf Tagesausflüge umsatteln, bei denen keine Kosten für Flug und Unterkunft anfallen.

Wenn du außerdem nicht geplant hattest, im Ruhestand zu arbeiten, lohnt es sich, auch darüber nachzudenken. Ein Teilzeitjob ist eine gute Methode, deine Einnahmen zu erhöhen, damit du später im Leben mehr Möglichkeiten hast. Übrigens ist es auch eine kostengünstige Weise, deine neu gewonnene Freizeit zu nutzen.

Du könntest auch darüber nachdenken, deine Karriere zu verlängern, um das Spardefizit zu überbrücken. Es wird dir nicht nur ermöglichen, deinen persönlichen Rentenfonds länger ungenutzt zu lassen, sondern auch deine Ersparnisse leicht zu steigern.

Brauchst du wirklich das 16,4-Fache deines Gehalts, um dich zur Ruhe zu setzen?

Wenn das 16,4-Fache deine Gehalts nach viel Geld klingt, denk daran, dass es nur eine von vielen Schätzungen da draußen ist und nicht unbedingt als in Stein gemeißelt behandelt werden sollte. Doch es ist keine schlechte Idee, darauf hinzuarbeiten, besonders wenn du hohe Ziele für den Ruhestand hast. Extra Geld für deine goldenen Jahre zur Verfügung zu haben, ist nie eine schlechte Sache, also, wenn du an dieser Richtlinie festhältst und einen Überschuss generierst, kaufst du dir damit das Potenzial, den Ruhestand noch mehr zu genießen, als du ursprünglich gedacht hast.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 06.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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