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Berkshire Hathaway Quartalsbericht: Hier erfährst du, was man wissen muss

Obwohl die Hauptversammlung die große Nachricht des Wochenendes war, gab Berkshire Hathaway (WKN:854075) (WKN:A0YJQ2) auch sein Ergebnis zum ersten Quartal bekannt. Aufgrund seines massiven Aktienportfolios ist der Gewinn von Berkshire eher bedeutungslos, aber es gibt noch ein paar andere Dinge, die man beachten sollte.

Berkshires (bedeutungsloser) Gewinn

Berkshire Hathaway erzielte im ersten Quartal 2019 einen Nettogewinn von 21,7 Mrd. US-Dollar. Das entspricht 13.209 US-Dollar pro Klasse-A-Aktie oder 8,81 US-Dollar pro Klasse-B-Aktie. Auf den ersten Blick mag das wie eine tolle Nachricht erscheinen. Schließlich verzeichnete Berkshire im ersten Quartal 2018 einen Nettoverlust von 1,1 Mrd. US-Dollar.

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Beachte jedoch, dass die Gewinne von Berkshire Hathaway die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus dem Aktienportfolio beinhalten. Mit anderen Worten, wenn das Aktienportfolio 10 Mrd. US-Dollar an Wert gewinnt, wird sich das in den Gewinnen widerspiegeln, auch wenn es nichts „verdient“ hat.

Der S&P 500 stieg im Laufe des Quartals um 13 %, sodass die Kurssteigerung den Löwenanteil des Gewinns von Berkshire ausmachte – 15,1 von insgesamt 21,7 Mrd. US-Dollar. Buffett selbst hat die Ertragszahlen von Berkshire als bedeutungslos bezeichnet, also sollte man all diese Zahlen nicht so wahnsinnig wichtig nehmen.

Berkshires tatsächlicher Gewinn

Nun, da wir die Zahlen besprochen haben, die wirklich nicht die Leistung von Berkshire widerspiegeln, erfährst du hier die Zahl, die wesentlich bedeutender ist.

Der Betriebsgewinn von Berkshire zum ersten Quartal (die von den Geschäften des Unternehmens erwirtschafteten Einnahmen) belief sich auf 5,56 Mrd. US-Dollar gegenüber 5,29 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal.

Wie viel Geld hat Berkshire Hathaway?

Berkshire verfügte Ende 2018 über rund 112 Mrd. US-Dollar in liquiden Mitteln. Jetzt ist das Festgeldkonto auf 114,2 Mrd. US-Dollar gestiegen. Buffett besteht darauf, immer mindestens 20 Mrd. US-Dollar in bar zu halten, sodass fast 95 Mrd. US-Dollar an jederzeit verfügbarem Geld übrig bleiben.

Es ist erwähnenswert, dass Berkshire nach dem Ende des Quartals zugestimmt hat, 10 Mrd. US-Dollar in Occidental Petroleum zu investieren, sodass es wahrscheinlich ist, dass der Cash-Bestand im zweiten Quartal tatsächlich schrumpfen wird. Die Suche nach Wegen zur Verwendung von Berkshires Bargeld bleibt jedoch ein Problem, da Buffett sich über einen Mangel an angemessen bewerteten Investitionsmöglichkeiten beschwert hat.

Beschleunigte Rückkäufe

Im ersten Quartal kaufte Berkshire für 1,7 Mrd. US-Dollar eigene Aktien zurück. Das ist mehr, als Berkshire in den letzten sechs Monaten des Jahres 2018 ausgegeben hat, sodass sich die Rückkäufe deutlich beschleunigt haben. Dennoch hofften viele Investoren bei so viel Geld auf der Bank, Rückkäufe in einem weitaus größeren Umfang zu sehen. Schließlich entsprechen 1,7 Mrd. US-Dollar deutlich weniger als einem halben Prozent der ausstehenden Aktien.

Buffett kommentierte kürzlich, dass Berkshire am Ende Aktien für 100 Mrd. US-Dollar zurückkaufen könnte, aber auf der Jahreshauptversammlung bekräftigte er, dass die Rückkäufe von der Bewertung abhängen – nicht vom Liquiditätsstand. Mit anderen Worten: Wenn die Aktie deutlich attraktiver wird, wird Buffett bei Rückkäufen aggressiver sein.

Eine Sache, die wir noch nicht wissen

Vielleicht ist das Zentrale, was Investoren über Berkshire Hathaway wissen sollten, welche Änderungen im Aktienportfolio vorgenommen wurden. Diese sind aber leider nicht im Quartalsbericht enthalten.

Berkshire meldet seine Stammaktien in seinen 13-F-Meldungen, die erst 45 Tage nach Ende eines jeden Quartals fällig werden. (Erwarte also die 13-F-Meldung zum ersten Quartal bis zum 15. Mai.) Also müssen wir bis dahin warten, um herauszufinden, was sich in Berkshires genau überwachtem Aktienportfolio getan hat.

Unterm Strich

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung des Aktienportfolios von Berkshire zwar die ausgewiesenen Erträge stark verzerrt hat, aber das erste Quartal für Berkshire und seine Investoren immer noch ein solides war. Das Wachstum des operativen Ergebnisses war stark und Berkshire beschloss, seine Rückkäufe deutlich zu erhöhen, was darauf hindeutet, dass Buffett und sein Vize Charlie Munger die Aktie für attraktiv hielten.

In Zukunft sollten die Aktionäre darauf achten, ob die kürzlich angekündigte Investition in Occidental in Höhe von 10 Mrd. US-Dollar die erste von mehreren großen Investitionen ist, da der hohe Bargeldbestand die Renditen von Berkshire schon zu lange behindert hat.

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Dieser Artikel wurde von Matthew Frankel auf Englisch verfasst und am 04.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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