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China könnte immer noch ein Wachstumstreiber für Nintendo sein

Nachdem im vergangenen Monat bekannt wurde, dass sich Nintendo (WKN:905551) mit dem chinesischen Tech-Giganten Tencent (WKN:A1138D) zusammenschließt, um endlich seine Switch-Gaming-Konsole im Reich der Mitte auf den Markt zu bringen, stiegen die Aktien des japanischen Spieleriesen zunächst aus gutem Grund.

Schließlich ist es mehr als zwei Jahre her, dass Nintendo die Switch offiziell dem Rest der Welt vorgestellt hat. Aber China blieb eine schwer zu erschließende Region – zumindest außerhalb der bestehenden Graumarkt-Switch-Verkäufe im Land – angesichts des komplizierten regulatorischen Umfelds und der Notwendigkeit eines inländischen Partners, um die Einführung neuer Konsolen zu erleichtern.

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Aber die Anleger sollten sich noch nicht zu sehr freuen. Mit dem Bericht zum vierten Quartal 2019 in der vergangenen Woche fiel die Aktie, nachdem Nintendo die Gelegenheit genutzt hatte, die Begeisterung der Aktionäre ein wenig zu dämpfen.

Insbesondere stellte Nintendo fest, dass die Zusammenarbeit mit Tencent zwar „im Gange“ ist, die Umsätze mit der Switch in China aber trotzdem nicht in die neue Jahresprognose einbezogen wurden, da „der Zeitpunkt der Markteinführung ungewiss ist“.

Daher strebt Nintendo für das am 31. März 2020 endende Geschäftsjahr ein leichtes Umsatzwachstum von 4,1 % (1,25 Mrd. japanische Yen) an, wobei von einem Anstieg des Switch-Umsatzes um 6,2 % auf 18 Mio. und einem Anstieg der Switch-Software-Einheiten um 5,4 % auf 125 Mio. Stück ausgegangen wird. Wie auch immer, diese Ziele stellen eine deutliche Verlangsamung des Umsatzwachstums von Nintendo gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 dar (13,7 %), auch im Hinblick auf die Switch-Einheiten (12,7 %) und die Switch-Software (86,7 %).

Der Silberstreif

Obwohl die Switch-Verkäufe im vergangenen Geschäftsjahr leicht unter den Erwartungen des Managements von 17 Mio. Einheiten lagen, sollten wir uns daran erinnern, dass das Ziel erst Ende Januar gegenüber dem ursprünglichen Ziel von Nintendo von 20 Mio. Euro gesenkt wurde. Die Revision ließ die Nintendo-Aktien in den folgenden Wochen um fast 20 % fallen.

Die Kombination dieses relativen Defizits mit der unsicheren Natur der Spieleindustrie in China – wo Konsolen von 2000 bis 2015 verboten waren und Regierungsbehörden in jüngster Zeit ein fast einjähriges Verbot für neue Spieltitelgenehmigungen über alle Entwickler im Land, einschließlich Tencent, verhängten – ist es schwer, Nintendo dafür verantwortlich zu machen, dass das Unternehmen es ablehnt, die Umsätze mit der Switch in China in dieser frühen Phase in seine Prognose einzubeziehen.

Allerdings sollten die Investoren nicht ausschließen, dass Nintendo bei seiner Prognose etwas defensiv agiert, insbesondere wenn Nintendo es um die Überlegungen zum bestehenden Kerngeschäft außerhalb Chinas geht. Mit einem Kursrückgang von rund 18 % im vergangenen Jahr und in der Erwartung, dass bald mehr Details bekannt werden – etwa Starttermine, die Preisgestaltung, die Gewinnbeteiligung mit Tencent und die Erwartungen an das Stückvolumen der Switch in China –, könnten alle zusätzlichen Beiträge aus dem Deal als Wachstumstreiber dienen, um die Nintendo-Aktien in den kommenden Quartalen nach oben zu treiben. Das sollte man sich nochmal genau aus der Nähe anschauen.

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Dieser Artikel wurde von Steve Symington auf Englisch verfasst und am 04.05.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tencent Holdings. The Motley Fool empfiehlt Nintendo.

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