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Die wichtigste Info aus der neuesten Präsentation von GE

Nachdem sich das Management von General Electric (WKN:851144) in letzter Zeit lieber etwas zurückgehalten hat, hat man neulich wieder begonnen, Präsentationen und Telefonkonferenzen abzuhalten, um die Pläne für das Unternehmen vorzustellen.

Am 5. März trat CEO Larry Culp bei der JPMorgan Aviation, Transportation and Industrials Conference auf. Das Unternehmen hat am 14. März zudem eine Richtlinie veröffentlicht. Und am 19. März war CFO Jamie Miller an der Reihe, eine Präsentation auf der Bank of America Merrill Lynch Global Industrials and EU Autos Conference zu halten.

Das war für Miller die erste Präsentation unter Culp. Dabei wiederholte sie weitgehend die gleichen Punkte, die auch Culp schon angeführt hatte. Aber es gab einen wichtigen Punkt, den viele Investoren vielleicht nicht ganz wahrgenommen haben, der für das Unternehmen aber nichts Gutes verheißt.

Das Reset-Jahr

Culp verwendete in er Präsentation den Begriff „Reset“, und viele Nachrichtenagenturen nahmen diesen ihn auf und bezeichneten in ihren Berichten deswegen 2019 als „Reset-Jahr“ für das Unternehmen. Miller verwendete den Begriff „Reset-Jahr“ in ihrer Präsentation gleich mehrfach. Das könnte bei den Investoren den Eindruck hinterlassen, dass die Probleme des Unternehmens im nächsten Jahr nur noch eine unschöne Erinnerung sein werden. Aber die Sache ist die: Ein „Reset Jahr“ dauert oft länger als bloß ein Jahr.

Im Sport wird oft eine Saison als „Reset-Jahr“ bezeichnet, was heißen soll, dass die Fans nicht allzu viel erwarten dürfen. Dass es im nächsten Jahr dann, wenn sich alles eingegroovt hat, besser laufen wird.

Aber das ist bei GE vielleicht nicht der Fall.

Im nächsten Jahr wird alles besser?

Miller schien gleich mehrmals darauf hinzuweisen, dass sich auch 2020 für das Unternehmen als nicht so rosig erweisen wird. Laut ihrer Kommentare sollten Anleger bis 2021 wohl lieber nicht viel von GE erwarten. Nur haben die meisten Investoren vielleicht nicht so viel Geduld.

So sagte Miller zum Beispiel, dass das erste Quartal 2019 voraussichtlich das schwächste Quartal des Jahres sein wird – was eine nachträgliche Verbesserung bedeutet. Das Unternehmen ist immer noch fast sicher, dass der Cashflow für 2019 negativ ist und projiziert nur für 2020 einen „positiven Cashflow“ (was am Ende per Definition auch nur ein einzelner Dollar sein kann).

Beim Thema Schuldenabbau wies Miller darauf hin, dass das Unternehmen „25 Milliarden USD Schulden hat, die 2019 und 2020 fällig werden“, danach, also 2021, wird das Unternehmen in einer viel besseren Situation sein. Sie erwähnte dann, dass die Vorzugsaktien von GE Capital im Jahr 2021 in die Muttergesellschaft übergehen werden, was die finanzielle Situation des Unternehmens weiter verbessert.

Was das größte Problem von GE, die Energie-Sparte, betrifft, so sagte Miller, dass der erste Schritt nach 2019 ein verbessertes Ergebnis sei. Dann sprach sie über die Altlasten, die das Unternehmen aus der Übernahme der Power Unit von Alstom übernommen hat, die in den nächsten zwei Jahren aber „ablaufen“ werden.

Alles in allem scheint dies alles darauf hinzudeuten, dass eine richtige Erholung bei GE frühestens 2021 einsetzen wird.

Große Einigkeit

Dies entspricht in etwa dem, was das Unternehmen in den vergangenen Präsentationen vermittelt hat. Die Prognose des Unternehmens deutete darauf hin, dass sich der Free Cash Flow im Jahr 2020 zwar „deutlich verbessern“ würde, allerdings nur im Vergleich zur Prognose des negativen Free Cashflows für das Jahr 2019. Erst 2021 erwartet das Unternehmen eine „Beschleunigung“.

Problem: wenn der richtige Turnaround erst 2021 sichtbar wird, ist es vielleicht schon zu spät, um die Bonität von GE zu retten. Die drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Fitch Ratings und Moody’s haben GE das „A“-Rating bereits abgenommen. Die Schulden des Unternehmens werden nun mit BBB+/Baa1 bewertet. Fitchs Abwertung hat für Aufsehen gesorgt. Für die sieht es nicht so aus, als würde GE Power die Gewinnschwelle erreichen und seine Margen bis 2020 verbessern.

Natürlich weiß niemand, wie der Markt auf eine solche Herabstufung reagiert. Oder wie er überhaupt auf andere Entwicklungen (gut oder schlecht) reagieren könnte, die in den nächsten zwei Jahren eintreten. Aber lohnt es sich bei einer Dividendenrendite von (derzeit) 0,4 % zu warten?

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Moody’s und besitzt Aktien von General Electric. John Bromels besitzt Aktien von General Electric. Dieser Artikel erschien am 23.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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