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Commerzbank-Fusion: Alte Gerüchte, neuer Partner!

Tun sie’s? Oder tun sie’s nicht? Zum Anfang des neuen Börsenjahres schien das die einzig relevante Frage im Kontext der Commerzbank (WKN: CBK100) zu sein. Gemeint ist hierbei natürlich die ins Spiel gebrachte Fusion mit der Deutschen Bank, die, wie wir alle wohl inzwischen wissen dürften, abgeblasen worden ist.

Doch auch nach diesen Gerüchten zu Beginn des neuen Börsenjahres brodelt es nun schon wieder in der Gerüchteküche rund um die Commerzbank. Schauen wir daher im Folgenden mal, wer hierbei möglicherweise am Drücker einer anvisierten Übernahme oder Fusion ist und was an den wilden Spekulationen im Moment so dran sein könnte.

Unicredit nun am Drücker

Wie mehrere Medien derzeit berichten, könnte die italienische Bank Unicredit (WKN: A2DJV6) ein Interesse an der Commerzbank haben. Zumindest wird derzeit darüber spekuliert, dass die Italiener bereits tief in Vorbereitungen stecken könnten und zwei Investmentbanken mit einem solchen Vorhaben betraut haben könnten. Die Aktie der Commerzbank stieg zudem nach dem Aufkommen solcher Gerüchte binnen weniger Stunden im mittleren einstelligen Prozentbereich an.

Genau genommen soll es sich bei den mit einem solchen Deal beauftragten Großbanken um Lazard (WKN: A0DQP8) und JPMorgan (WKN: 850628) handeln, was nicht weniger brisant sein dürfte. Bei der US-amerikanischen Großbank ist mit Jörg Asmussen nämlich inzwischen ein ehemaliger deutscher Staatssekretär Leiter für den Bereich Fusionen und Übernahmen, was vielleicht ein starker Indikator dafür sein könnte, dass es den Italienern mit einem solchen Schritt ernst ist. Asmussen dürfte ja schließlich als ehemaliger Bediensteter des Bundesfinanzministeriums mit der Situation der Banken durchaus vertraut sein und ein gewisses Gespür für den hiesigen Bankenmarkt entwickelt haben.

Zudem wird gegenwärtig spekuliert, dass Asmussen, der noch immer SPD-Mann ist, bereits bei seinen derzeit federführenden Parteikollegen wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz angeklopft haben könnte, um die Vorzüge einer deutsch-italienischen Bankenvereinigung zu betonen. In der derzeitigen Übernahmefantasie steckt daher gewissermaßen nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch politischer Zündstoff, der dieses mögliche Szenario gegenwärtig beeinflusst.

Eine durchaus spannende Spekulation!

Wenn du mich fragst, handelt es sich bei dieser aktuellen Übernahmefantasie um eine brisante Meldung und eine besonders heiße Spekulation, die Investoren durchaus kennen sollten.

Besonders der aktuelle Detailgrad, mit dem hier spekuliert wird, macht mich stutzig. Das umschließt zum einen, natürlich, dass nun bereits mit Lazard und JPMorgan die mit der Übernahme betrauten Investmentbanken durchgesickert sein könnten.

Sowie natürlich auch, dass ein potenzieller deutscher Branchenkenner wie Asmussen mit einem solchen Szenario betraut sein könnte. Das klingt in meinen Ohren zumindest insgesamt sehr plausibel, weshalb hier durchaus etwas dran sein könnte.

Investoren dürfen daher gespannt sein, wie es in dem aktuellen Übernahmepoker rund um die Commerzbank weitergehen wird. Fest scheint jedenfalls zu stehen, dass es durchaus Interessenten gibt, die an dem kriselnden deutschen Geldhaus ein relevantes Interesse haben dürften.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien.