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Cannabis: Tilray hinkt der Konkurrenz hinterher

Drei Marihuana-Blätter
Foto: Getty Images

Der Wettbewerb unter den Marihuana-Aktien war in den letzten Monaten tatsächlich hart. Die große Erholung der Aktienkurse in der Cannabis-Branche spiegelte den wachsenden Optimismus wider, der über dem gesamten Sektor liegt. Tilray (WKN:A2JQSC) hat mittlerweile eine Marktkapitalisierung, die das Unternehmen in die Spitzengruppe versetzt. Auch wenn die Aktien stark von den Höchstständen des vergangenen Herbsts gesunken sind, haben die Anleger nach wie vor hohe Hoffnungen, dass sie hier vom Wachstum der Aktie wie auch dem Trend der Branche profitieren können.

Im Finanzbericht für das vierte Quartal, der Mitte März vorgelegt wurde, wollten Tilrays Investoren Anzeichen dafür sehen, dass das Unternehmen tatsächlich mit der großen Konkurrenz der Branche mithalten kann, darunter Canopy Growth (WKN:A140QA) und Aurora Cannabis (WK:NA12GS7). Tilrays Zahlen waren beeindruckend, aber es gab noch einige wichtige Punkte, bei denen man hinter Aurora und Canopy nach vergleichbarer Zeit zurückhing.

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Tilray erwartet explosives Wachstum

Tilrays Ergebnisse für das vierte Quartal entsprachen weitgehend dem, was man bereits von Canopy, Aurora und anderen Unternehmen der Branche gesehen hatte. Der Umsatz erreichte 15,5 Millionen USD, mehr als eine Verdreifachung des Vorjahresniveaus. Damit wurden selbst optimistische Prognosen übertroffen. Die Nettoverluste stiegen jedoch auf 31 Millionen USD, was sich auf 0,33 USD pro Aktie auswirkte. Das wiederum war deutlich schlechter als der Verlust von 0,15 USD pro Aktie, was die Erwartung der Anleger war.

Tilray baute seine Produktionskapazität weiter aus, blieb aber immer noch deutlich hinter den Konkurrenten zurück. Der Absatz verdreifachte sich fast auf 2.053 Kilogramm, und obwohl das ein Anstieg war gegenüber den unter 700 Kilogramm im Vorjahreszeitraum, lag das immer noch deutlich unter den fast 7.000 Kilogramm, die Aurora verkaufen konnte, und den 10.000 Kilogramm von Canopy.

Tilray gelang es allerdings, einen Sieg bei der Preisgestaltung zu erzielen. Das Cannabisunternehmen berichtete durchschnittliche Nettoverkaufspreise von 7,52 USD pro Gramm, ein Anstieg von etwa 6 % gegenüber den 7,13 USD pro Gramm von vor einem Jahr. Ein günstigerer Umsatzmix dürfte zu der Verbesserung beigetragen haben, obwohl der Anstieg angesichts der Tatsache, dass viele Produkte für den legalen Markt branchenweit niedrigere Preise einfahren als vergleichbare Produkte im Markt für medizinisches Marihuana, beeindruckend ist.

Tilray investierte viel mehr in Expansionsbemühungen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen um 150 %, und die Vertriebs- und Marketingkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Gleichzeitig belasteten höhere Zinskosten für ausstehende Schulden das Ergebnis bei Tilray, und die stark ansteigenden Gemeinkosten und aktienbasierten Vergütungskosten sorgten darüber hinaus für rote Zahlen.

Wie geht es für Tilray weiter?

CEO Brendan Kennedy betonte die strategischen Schritte des Unternehmens. „Unser Team hat bedeutende Fortschritte bei unseren langfristigen Initiativen gemacht“, sagte Kennedy, „darunter die Erhöhung der Produktionskapazität, die Erweiterung und Stärkung strategischer Partnerschaften und der Erwerb komplementärer Geschäfte, um unser zukünftiges Wachstum und unsere Führungsposition bei medizinischem und legalem Cannabis zu beschleunigen.“ Der CEO ist überzeugt, dass die globalen Wachstumschancen in Zukunft eine Schlüsselrolle spielen werden.

Obwohl Tilray seine Partnerschaften mit der Sandoz-Division von Novartis (WKN:904278), Anheuser-Busch InBev (WKN:A0N916) und der privat gehaltenen Authentic Brands Group anführt, steht Tilray nach wie vor weitgehend allein da. Der A-B InBev Deal beläuft sich auf ein bescheidenes 100-Millionen-Dollar-Joint-Venture, das im Vergleich zu den massiven Investitionen, die Canopy Growth von Constellation Brands erhalten haben, verschwindend gering ist. Die Zusammenarbeit mit Sandoz hat zweifellos größere potenzielle langfristige Auswirkungen, aber es ist nicht ganz klar, ob in der Zukunft das weltweite Wachstum eher von medizinischem Marihuana oder von frei verkäuflichen Cannabisprodukten ausgehen wird.

Ohne eine große Investition eines Partnerunternehmens werden die Akquisitionen von Tilray eine wichtigere Rolle für den zukünftigen Erfolg spielen. Der Kauf von Manitoba Harvest war besonders wichtig, da so nicht nur die bestehenden Produktlinien von Tilray um Lebensmittel erweitert werden, sondern damit auch vielleicht die Tür zu wichtigen Vertriebskanälen auf dem US-Markt aufgestoßen wird.

Tilrays Investoren schienen von den News weitgehend unbeeindruckt zu sein, denn die Aktie wurde am Tag nach dem Bericht ungefähr so wie am Vortag gehandelt. Tilray ist nach wie vor teuer, aber um diese Bewertung zu rechtfertigen, muss das Unternehmen sich auf den Hintern setzen und einfach besser mit Aurora, Canopy und anderen aufstrebenden Playern im Cannabis-Sektor konkurrieren.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Anheuser-Busch InBev NV und STZ. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 19.3.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt. 

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