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3 Aktien die du heute zu Schnäppchenpreisen kaufen kannst

Der Großteil der langjährigen Anleger würde dir heute wahrscheinlich sagen, dass der Aktienmarkt im Moment alles andere als billig ist. Das ist nach einem Bullenmarkt der nun schon über 10 Jahre andauert auch zu erwarten.

Man kann aber immer noch einige Schnäppchen finden. Drei solcher Aktien, die recht günstig erscheinen, sind AbbVie (WKN: A1J84E), Celgene (WKN: 881244) und DaVita (WKN: 897914). Nachfolgend einige Gründe, warum es sich dabei um günstige Aktien handelt die du heute kaufen kannst.

1. AbbVie

Aktien des großen Pharmakonzerns AbbVie werden mit weniger als dem Neunfachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Vor allem wegen der Sorge, dass über 60 % des Gesamtumsatzes von AbbVie mit einem Medikament erzielt wird. Das Medikamtent Humira, ist jedoch derzeit Wettbewerb im Bereich der Biosimilars in Europa ausgesetzt. Daher wird die Aktie mit einem Abschlag bewertet. Bis zum Jahr 2023 werden auch direkte Biosimilar-Konkurrenten in den US-Markt eintreten.

AbbVie hat jedoch einen klar definierten Plan, um seine Abhängigkeit von Humira zu reduzieren. Die Umsätze der beiden wichtigsten Krebsmedikamente des Unternehmens, Imbruvica und Venclexta, nehmen weiter zu. Das Endometriose-Medikament Orilissa hat einen guten Start hingelegt, und AbbVie glaubt, dass es bald eine weitere anerkannte Indikation für das Medikament bei der Behandlung von Uterusmyomen gewinnen wird.

AbbVies Produktpipeline umfasst einige sehr vielversprechende Kandidaten für die Immunologie im späten Stadium. Das Unternehmen erwartet die Zulassung der FDA (Food and Drug Administration, die amerikanische Gesundheitsbehörde) für Risankizumab zur Behandlung von Psoriasis im April und eine weitere Zulassung für Upadacitinib, ein Mittel zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, im dritten Quartal dieses Jahres. Beide Medikamente sollten für AbbVie Verkaufsschlager werden.

Analysten der Wall Street rechnen damit, dass AbbVie in den nächsten fünf Jahren die Erträge im Durchschnitt um geschätzte 10 % pro Jahr steigern kann. Da das Unternehmen auch eine Dividende mit einer verlockenden Rendite von 5,3 % zahlt, sollte AbbVie zukünftig eine solide Gesamtrendite erzielen können.

2. Celgene

Die Bewertung von Celgene ist sogar noch attraktiver als die von AbbVie’s. Die Aktien des Biotech-Unternehmens werden zu etwas mehr als dem Siebenfachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Wie AbbVie ist Celgene stark von einem Medikament abhängig – in diesem Fall Revlimid. Das Blutkrebsmedikament steht seit 2023 vor einer generischen Konkurrenz in begrenztem Umfang. Es gibt auch Rechtsstreitigkeiten, die die wichtigsten Patente von Celgene auf Revlimid herausfordern.

Celgene hat jedoch andere zugelassene Medikamente mit boomenden Umsätzen. Das Multiple-Myelom-Medikament Pomalyst und das Immunologie-Medikament Otezla sind aufsteigende Stars. Das Biotechunternehmen hat auch einen weiteren Verkaufsschlager mit langsamerem Wachstum, das Krebsmedikament Abraxane.

Die eigentliche Attraktion ist jedoch die Produktpipeline von Celgene. Das Unternehmen erwartet die Zulassung des Myelofibrose-Medikaments Fedratinib. Celgene erwartet, in den nächsten Monaten die Zulassung des Medikaments Ozanimod für Multiple Sklerose zu beantragen. Drei weitere vielversprechende Kandidaten, Luspatercept, Bb2121 und Liso-cel, sind auf dem Weg, die Zulassung für 2020 zu erhalten. Es wird erwartet, dass alle fünf Medikamente zu Verkaufsschlagern werden.

Celgenes Produktpalette und -Pipeline sieht so attraktiv aus, dass Bristol-Myers Squibb (WKN: 850501) hofft, das Unternehmen kaufen zu können. Unter der Annahme, dass die Transaktion von den Anteilseignern beider Unternehmen genehmigt wird, könnte der Kauf von Celgene einen schnellen Gewinn von geschätzten 15 % und das Potenzial für mehr erzielen, wenn die Medikamente Ozanimod, Liso-cel und Bb2121 bestimmte regulatorische Meilensteine erreichen können.

3. DaVita

Die Aktien von DaVita werden derzeit mit dem 10,4-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Der Dialysedienstleister hatte im Jahr 2018 kein großartiges Jahr. Der Gewinn sank gegenüber 2017 um 76 % und der Umsatz stieg um weniger als 5 %. Javier Rodriguez, CEO von DaVita, erklärte in der Telefonkonferenz zum vierten Quartal des Unternehmens, dass “einige aktuelle Daten darauf hindeuten, dass sich das Wachstum der ESRD-Branche (Nierenerkrankung im Endstadium) verlangsamt.”

Denke aber nicht, dass DaVita keine soliden langfristigen Perspektiven hätte. Die von Rodriguez genannten Daten deuten darauf hin, dass sich das Wachstum der Branche verlangsamt. Dies könnte lediglich eine kurzfristige Auswirkung der erhöhten Verfügbarkeit von Nierentransplantationen sein. In den nächsten Jahrzehnten sollten die demografischen Trends DaVita zugutekommen, da immer mehr Menschen das Alter erreichen, in dem sie häufiger eine Nierendialyse benötigen.

DaVita ist auch in mehreren internationalen Märkten tätig. Das Unternehmen betreibt Dialysezentren in Ländern wie Brasilien, China, Deutschland, Malaysia und Polen. Die demografische Entwicklung in diesen Märkten dürfte auch für DaVita zu Wachstum führen.

Das Unternehmen könnte zudem bald in einer stärkeren finanziellen Position sein. DaVita erwartet die behördliche Genehmigung für den Verkauf des Geschäfts der DaVita Medical-Gruppe an die Optum-Tochtergesellschaft der UnitedHealth-Gruppe (WKN: 869561). Unter der Annahme, dass diese Genehmigung eingeholt wird, wird DaVita aus der Transaktion rund 4,3 Milliarden US-Dollar einnehmen. Damit können dann Schulden abgebaut und neue Wachstumsinitiativen angegangen werden.

Das beste Schnäppchen

Meiner Meinung nach ist Celgene das beste Schnäppchen dieser drei Aktien. Trotz einiger Widerstände rechne ich mit einer Übernahme von Celgene durch Bristol-Myers Squibb. Die Uhr läuft. Dieses Schnäppchen-Biotech-Unternehmen wird wahrscheinlich nicht mehr lange ein Schnäppchen bleiben.

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Keith Speights besitzt Aktien von AbbVie und Celgene. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Celgene. The Motley Fool empfiehlt UnitedHealth Group.

Dieser Artikel erschien am 24.03.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere Leser an der Diskussion teilnehmen können.