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Warren Buffett hat uns wieder mal überrascht

Hier bei The Motley Fool sind wohl alle Fans von Warren Buffett. Am vorvergangenen Wochenende trafen sich wieder über 40.000 Aktionäre seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2)  in Omaha zur jährlichen Hauptversammlung. Unter anderem ging es dort auch um das neueste Pferd in Berkshires Stall: die Aktie des Onlinehändlers Amazon.com (WKN:906866).

Warren Buffett kann seine Meinung ändern

Wer sich schon länger mit Berkshire beschäftigt, der erinnert sich noch an Buffetts Abneigung gegen Fluglinien und sein berühmtes Zitat aus dem 2007er-Brief an die Aktionäre:

„Das schlimmste Unternehmen ist eines, das schnell wächst, dafür erhebliches Kapital benötigt und dann wenig oder gar kein Geld verdient. Denken Sie an Fluggesellschaften. Hier hat sich seit den Tagen der Gebrüder Wright ein dauerhafter Wettbewerbsvorteil als schwer fassbar erwiesen. In der Tat, wäre ein weitsichtiger Kapitalist bei Kitty Hawk anwesend gewesen, hätte er seinen Nachfolgern einen großen Gefallen getan, wenn er Orville niedergeschossen hätte.“

Nach diversen Konkursen in der Branche änderte sich das Umfeld aber umfassend, und Buffett überraschte alle, als er 2017 Aktien der vier großen amerikanischen Fluglinien kaufte. Inzwischen wird sogar spekuliert, Berkshire könne Southwest Airlines (WKN:862837) oder eine andere Fluggesellschaft vollständig übernehmen.

Warren Buffett und Technologieaktien

Ähnlich verhält es sich mit Technologieaktien. Auch die mochte Buffett nie. Er war schon immer ein Fan von Geschäftsmodellen, die Konstanz versprachen. Nicht umsonst gehörten der Rasiererproduzent Gillette und Coca-Cola (WKN:850663) lange zu seinen größten Investments.

Diese Beständigkeit gab es in der Anfangsphase der Technologie nicht. Wer kennt heute noch die Suchmaschine AltaVista oder den Browser Netscape? Unternehmen wie America Online oder Yahoo, die Anfang dieses Jahrtausends den Markt beherrschten, sind heute verschwunden oder bedeutungslos.

Buffett „verpasste“ somit das Platzen der Internetblase, aber auch einige Erfolgsgeschichten wie Microsoft (WKN:870747) oder die Google-Mutter Alphabet (WKN:A14Y6H).

Warren Buffett und Apple

Dabei ist es nicht so, dass Buffett da etwas übersehen hätte. Technologieaktien passten einfach nicht in seinen berühmten „Circle of Competence“. Das änderte sich erst 2017, als er erstmals Aktien von Apple (WKN:865985) kaufte. Als Begründung nannte Buffett, Apple habe ihn beeindruckt, weil es über ein Produkt verfüge, das sehr nützlich für jene sei, die es besitzen, und dabei einen starken „Klebeeffekt“ zeige. Die Menschen kämen also nicht davon los, was ich übrigens aus eigener Erfahrung nur bestätigen kann. Weiter sagte Buffett:

„Wenn ich am Sonntag ein Dutzend Kinder zu Dairy Queen einlade, halten sie alle ihre iPhones in der Hand. Sie sprechen kaum mit mir, außer wenn ich Eis oder so etwas bestelle.“

Mittlerweile hält Buffett 5,4 % von Apple – mit Abstand Berkshires größtes Aktieninvestment.

Warren Buffett und Amazon

Kurz vor der Hauptversammlung erreichte uns die Nachricht, dass Berkshire jetzt auch bei Amazon eingestiegen sei. Dabei handelt es sich wohl um Käufe, die die Investmentmanager von Berkshire Hathaway, Todd Combs und Ted Weschler, veranlasst haben.

Dennoch hat sich Buffett schon häufig sehr positiv über Amazon-Gründer Jeff Bezos geäußert; vor zwei Jahren nannte er „Dummheit“ als Grund, warum er die Aktie nicht gekauft habe und sagte:

„Ich war schon früh von Jeff beeindruckt. Ich hätte nie gedacht, dass er das, was er getan hat, schaffen könnte. Und das Bemerkenswerte an Jeff und allem anderen ist, dass er es in zwei Branchen (E-Commerce und Cloud Computing), die wirklich nicht viel gemein haben, fast gleichzeitig geschafft hat. Ich habe noch nie gesehen, dass eine Person zwei wirklich wichtige Branchen gleichzeitig entwickelt hat und in beiden Fällen wirklich der operative Typ ist.“

Auf der letztjährigen Hauptversammlung fügte Buffett hinzu:

„Ich hatte eine sehr, sehr, sehr, sehr hohe Meinung von Jeffs Fähigkeit, als ich ihn zum ersten Mal traf, und ich habe ihn unterschätzt. Ich habe Amazon von Anfang an beobachtet. Ich denke, was Jeff Bezos getan hat, ist fast wie ein Wunder.“

Du kannst Buffetts Fehler vermeiden

Wie ich oben schon schrieb: Buffett selbst hat es eine „Dummheit“ genannt, nicht früher die Amazon-Aktie gekauft zu haben. Motley Fool-Gründer David Gardner hat es getan – und zwar schon 1997 zu 3,21 US-Dollar. Hätte Buffett damals „nur“ 10 Millionen US-Dollar investiert, wäre dieses Paket heute 6,1 Milliarden US-Dollar wert. Hätte, hätte, Fahrradkette.

Amazon war damals nichts weiter als ein kleiner Nebenwert. Aber diese Geschichte zeigt, welches Potenzial in solchen Aktien steckt – häufig handelt es sich nämlich um innovative Unternehmen, die noch von ihren Gründern geführt werden. Ähnlichkeiten zu Amazon sind natürlich wie immer rein zufällig und nicht beabsichtigt.


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Offenlegung: Peter besitzt Aktien von Alphabet (C-Shares), Amazon.com und Berkshire Hathaway (B-Shares). Von Peter betreute Depots besitzen Aktien von Alphabet (C-Shares), Apple, Berkshire Hathaway (B-Shares) und Coca-Cola. John Mackey, CEO von Whole Foods Market, eine Tochter von Amazon, ist Aufsichtsratsmitglied von The Motley Fool. Suzanne Frey, Vorstandsmitglied bei Alphabet, ist Aufsichtsratsmitglied von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Shares), Amazon, Apple, Berkshire Hathaway (B-Shares) und Southwest Airlines. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. 

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