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Volkswagen, BMW und Daimler stecken Milliarden in Elektromobiltät. Was bedeutet das für dich?

Kaum einer der großen Automobilkonzerne kommt momentan ohne groß angekündigte Elektrostrategie aus. Regelmäßig übertreffen sich die Konzerne mit Ankündigungen, Milliarden in die Entwicklung und Fertigung futuristischer Elektrofahrzeuge zu investieren. Das ist auch dringend notwendig, denn überall (insbesondere in China) schießen neu gegründete Konkurrenten aus der Erde. Daher macht es jetzt mehr Sinn denn je, mal einen genaueren Blick auf diese Zahlen zu werfen.

VW legt die Messlatte hoch

Fangen wir mit VW (WKN:766400) an. Über die nächsten Jahre sollen insgesamt 44 Mrd. Euro investiert werden.

Der erste konkrete und vor allem für die breite Öffentlichkeit sichtbare Schritt in diese Richtung ist in den letzten Tagen passiert. Denn nun ist es möglich, eines der wichtigsten Modelle der neuen Konzernstrategie vorzubestellen. Gemeint ist der ID.3, der seit wenigen Tagen gegen eine Anzahlung von 1000 Euro unverbindlich vorbestellt werden kann.

Konkrete Infos ist VW allerdings schuldig geblieben, abgesehen von einigen wenigen groben Eckdaten. Beispielsweise soll die Reichweite in der Version mit größtem Akku bei bis zu 550 Kilometern liegen und die günstigste Variante, deren Reichweite bei bis zu 330 Kilometern liegt, soll etwa so viel kosten wie ein aktueller Golf mit Dieselmotor. Doch da hören die relevanten Infos eigentlich auch schon wieder auf. Dennoch konnte man nach eigenen Angaben innerhalb der ersten 24 Stunden mehr als 10.000 Bestellungen verbuchen. Vorerst scheint den Kunden also zu gefallen, was sie sehen.

BMW und Daimler zeigen, wohin die Reise geht

Was die neue Strategie für die Aktionäre des Konzerns bedeutet, zeichnet sich derweilen langsam ab. Dass VW mit dem ID.3 Geld verdienen wird, halte ich für unwahrscheinlich, da die Kosten für Batterien noch zu hoch sein werden. Vorerst ist es also aus meiner Sicht eine sichere Wette, davon auszugehen, dass die Gewinne in den nächsten Jahren unter Druck geraten dürften, wenn mehr und mehr Geld in die Entwicklung der Elektrofahrzeuge investiert werden muss und die Produktion der ersten Modelle anläuft.

Ein Blick auf die beiden Konkurrenten BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) dürfte den VW-Aktionären dabei weiterhelfen, in die eigene Zukunft zu blicken. Denn beide Unternehmen haben in diesem Jahr die Dividende gekürzt, um Kapital zu sparen, das für die Umrüstung der Werke benötigt wird.

Neue Konkurrenten mit tiefen Taschen schießen aus dem Boden

Gleichzeitig besteht noch immer die Gefahr, dass die Umstellung zu langsam betrieben wird und wertvolle Marktanteile an flexiblere Konkurrenten verloren gehen. Die Gefahr in dieser Hinsicht ist momentan größer als jemals in den letzten Jahrzehnten, denn insbesondere in den USA und in China schießen neue Autohersteller, inspiriert vom Erfolg Teslas (WKN:A1CX3T), wie Pilze aus dem Boden.

Dass voraussichtlich nur wenige davon überleben werden, zeigt die Geschichte, denn in den letzten 100 Jahren gab es Hunderte Autohersteller, die heute niemand mehr kennt. Aus diesen Hunderten Marktteilnehmern sind wenige riesige Konzerne geworden. Doch ob in zehn Jahren auch noch die heute großen Konzerne zu den Überlebenden zählen werden, ist aus meiner Sicht keineswegs garantiert. Selbst VW-Chef Herbert Diess hat die Wahrscheinlichkeit, dass die deutschen Autoriesen in zehn Jahren noch zu den Großen der Branche zählen werden, mit nur 50 % beziffert. Zu groß ist der Konkurrenzdruck der Start-ups, die mit Milliardenfinanzierung neue Ideen ausprobieren und nicht mit den Kosten belastet sind, Diesel- und Benzinmotoren weiterentwickeln und produzieren zu müssen.

Insgesamt ist es aus meiner Sicht eine klare Sache, dass die fetten Jahre für die deutschen Autohersteller zumindest vorerst der Vergangenheit angehören. In Zukunft winken hohe Investitionen und enormer Konkurrenzdruck von ehemals branchenfremden Wettbewerbern.

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