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Daimler, BMW und VW: China-Absatz lässt auf schwere Zeiten schließen

Foto: Getty Images

Für die deutschen Autobauer war das bisherige Börsenjahr eher durchwachsen. Auch wenn die Aktie von Daimler (WKN: 710000) innerhalb der ersten knapp viereinhalb Monate von 45,25 Euro auf derzeit 52,63 Euro stieg, was letztlich einem Kursplus von 16 % entspricht, können nicht alle Autoaktien eine solide Entwicklung verzeichnen.

Ein Problem, das gewissermaßen alle Autobauer wie eben auch Volkswagen (WKN: 766403) und BMW (WKN: 519000) eint, sind nachlassende Zahlenwerke sowie lediglich moderat ansteigende bis stagnierende Absatzzahlen. Vor allem der chinesische Absatzmarkt scheint derzeit zu schwächeln, wie ein gegenwärtiger Blick in die aktuelle Absatzstruktur der Autobauer im Reich der Mitte offenbart.

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Daimler schwächelt in China

Wie die aktuellen Zahlen zu den verkauften Einheiten nämlich zeigen, entwickelt sich das eigentlich chancenreiche China vermehrt zu einem regelrechten Problemmarkt für die deutschen Autobauer. Allein im April sanken die Zahlen der abgesetzten Einheiten um rasante 16,6 % auf lediglich noch 1,54 Mio. Autos, was ein deutlicher Rückgang gewesen ist.

Der chinesische Automobilmarkt ist für die deutschen Automobilproduzenten bereits seit einiger Zeit eher rückläufig. Insgesamt ist diese Negativentwicklung bereits die elfte in Folge. Zudem beläuft sich das Minus beim Absatz allein aus Sicht der ersten viereinhalb Monate des noch recht jungen Börsenjahres auf rund 11,8 %, was möglicherweise noch einmal auf eine Beschleunigung dieser Abwärtsdynamik hinweisen könnte.

China ist mit durchschnittlich 23 Mio. veräußerten Fahrzeugen weltweit eigentlich der größte Automobilmarkt nach den USA mit 17 Mio. Einheiten. Deutschland kommt mit rund 3,4 Mio. zwar auf einen rühmlichen vierten Platz. Allerdings verdeutlicht diese Differenz innerhalb der Marktdimensionen doch recht deutlich, wie wichtig alleine der Absatzmarkt im Reich der Mitte sowie in den USA für die gesamte, globale Automobilindustrie ist. Und wie wir derzeit sehen können, scheint hier den Automobilproduzenten weiterhin Ungemach zu drohen.

Zollstreit und Co. belasten

Vor allem der Zollstreit zwischen ebenjenen zwei größten Absatzmärkten dürfte nämlich gegenwärtig für so einige Verunsicherung sorgen. Möglicherweise auch beziehungsweise gerade bei den chinesischen Konsumenten, die nun wieder vermehrt zu Produkten der heimischen Automobilproduzenten greifen.

Zudem ist China nicht der einzige Absatzmarkt, der schwieriger vor allem für die deutschen Automobilproduzenten werden könnte. Denn bevor China, der eigentliche Wachstumsmarkt der Automobilindustrie, zu schwächeln begann, sorgten vor allem die USA für unentwegt nachlassende Absatzzahlen.

Tendenziell können wir daher zumindest für den Moment festhalten, dass die beiden größten Automobilmärkte gegenwärtig einige Wachstumssorgen verbreiten dürften. Zwei Märkte wohlgemerkt, die mit ihren rund 40 Mio. abgesetzten Einheiten für rund die Hälfte des globalen Automobilmarktes einstehen. Dieser wird vom CAR-Institut gegenwärtig nämlich auf rund 84 Mio. Einheiten pro Jahr beziffert.

Keine rosigen Aussichten, zumindest für den Moment

Wie wir daher letztlich sehen können, scheinen die Aussichten für die deutschen Automobilproduzenten nicht allzu rosig zu sein. Die beiden größten Märkte entwickeln sich vermehrt zu Sorgenkindern. Allerdings sorgen gerade die hausgemachten Probleme wie eben der Zollstreit zwischen den USA und China und dem daraus resultierenden größeren und inzwischen zu einem globalen Phänomen gewordenen Handelskonflikt für Verunsicherung und Probleme.

Für Investoren könnte es sich daher anbieten, weiterhin die Entwicklungen innerhalb dieser Bereiche im Auge zu behalten. Denn sobald sich hier langfristige, nachhaltige Zeichen der Entspannung erkennen lassen, könnte das durchaus der Beginn einer Wende werden. Allerdings scheint all das zumindest für den Moment eher nach Zukunftsmusik zu klingen.

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The Motley Fool Deutschland empfiehlt Daimler und BMW. Vincent besitzt Aktien von BMW.

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