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Aphria: 5 Dinge, die du vor dem Kauf wissen musst

Foto: Getty Images.

Aphria (WKN:A12HM0) hat einen Lauf. Nach einer schlechten Performance im Jahr 2018 konnte die kanadische Cannabisaktie in diesem Jahr fast 80 % zulegen.

Angesichts dieser enormen Dynamik ist es nur sinnvoll, dass vor allem die Anleger, die in der Vergangenheit der Aktie gegenüber misstrauisch gewesen sind, einen genaueren Blick darauf werfen. Sollte man sich näher mit dem Kauf von Aphria beschäftigen, sind hier mal fünf wichtige Dinge, die man zuerst wissen sollte.

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1. Erstklassige Produktionskapazität

Das wohl Wichtigste, was man über Aphria wissen muss, ist, dass das Unternehmen über eine der größten voll finanzierten Produktionskapazitäten in der Cannabisbranche verfügt. Aphria ist auf dem besten Weg, 255.000 Kilogramm Cannabis pro Jahr zu produzieren und liegt damit lediglich hinter Aurora Cannabis und Canopy Growth.

Allerdings liegt die Kapazität von Aphria vorerst noch weit darunter. Bis vor kurzem konnte das Unternehmen nur rund 35.000 Kilogramm pro Jahr produzieren. Health Canada erteilte jedoch Anfang dieses Monats die Genehmigung für die Erweiterung des Standorts Aphria One. Damit erhöht sich die jährliche Gesamtproduktionskapazität von Aphria auf 115.000 Kilogramm.

2. Gute Strategie für den Lifestyle-Markt in Kanada

Die bedeutendste und unmittelbar zu nutzende Chance für Aphria ist der legale Markt in Kanada. Arcview Market Research und BDS Analytics erwarten, dass dieser Markt bis 2022 auf 5,5 Milliarden USD anwachsen könnte. Aphria scheint eine solide Strategie zu haben, um sich von diesem Mark einen großen Teil zu sichern.

Die Produktionskapazität von Aphria ist dabei ein Schlüsselfaktor. Das Unternehmen sicherte sich dazu Lieferverträge mit allen 10 kanadischen Provinzen sowie dem Yukon Territory. Darüber hinaus arbeitet Aphria mit Southern Glazer’s, dem größten Wein- und Spirituosenhändler Nordamerikas, zusammen, um seine Lifestyle-Cannabisprodukte in ganz Kanada zu vertreiben.

3. Starke internationale Präsenz

Kanada ist jedoch nicht der größte Wachstumsmarkt für Aphria. Die internationalen Märkte für medizinisches Marihuana werden für das Unternehmen auf lange Sicht wichtiger werden. Die gute Nachricht ist, dass Aphria bereits über eine starke internationale Präsenz verfügt.

Durch die Übernahme von Nuuvera im vergangenen Jahr erhielt Aphria einen Liefervertrag mit CC Pharma, das Produkte an mehr als 13.000 Apotheken in Deutschland vertreibt. Aphria schätzt CC Pharma so sehr, dass man das Unternehmen vor einigen Monaten gleich übernahm. Neben dem Geschäft in Deutschland unterhält Aphria auch Joint Ventures oder Tochtergesellschaften in Australien, Italien, Malta, Lesotho und Südamerika.

4. Ein potenzieller Übernahmekandidat

Man muss auch wissen, dass Aphria das Ziel eines feindlichen Übernahmeversuchs war. Der Vorstand des Unternehmens lehnte das Angebot des US-Cannabisherstellers Green Growth Brands (GGB) jedoch ab. Es ist unwahrscheinlich, dass viele Aphria-Aktionäre ihre Aktien an GGB abgeben werden. Das soll aber nicht heißen, dass kein anderes großes Unternehmen Interesse an Aphria hat.

Die großen Produktionsanlagen von Aphria könnten es zu einem verlockenden Ziel für einen anderen Marihuanaproduzenten machen, der seine Kapazität rapide steigern will. Es würde auch nicht überraschen, wenn ein großes Unternehmen von außerhalb der Cannabisbranche in Aphria investieren würde.

5. Vergangenheitsbewältigung

Ein Grund, warum die Aphria-Aktie hinter vielen Konkurrenten zurückgeblieben war, ist, dass das Unternehmen in der Vergangenheit in mehrere Kontroversen verwickelt war. Aphria hat z.B. bei der Übernahme von Nuuvera viel Kritik eingesteckt, weil Mitglieder des Aphria-Führungsteams ihre persönlichen Anteile an Nuuvera erst am Tag vor Abschluss der Transaktion bekannt gaben. Im Dezember hatten Leerverkäufer behauptet, Aphria habe für die Übernahme von LATAM Holdings bei einer Transaktion, von der wichtige Aphria-Insider profitierten, viel zu viel auf den Tisch gelegt.

Aber Aphria scheint das alles gut wegzustecken. Vic Neufeld trat als CEO zurück. Interim-CEO Irwin Simon hat eine gute Erfolgsbilanz außerhalb der Cannabisbranche vorzuweisen. Es gibt seither auch neue Steuerungsprozesse. Aphria hat jetzt mehr unabhängige Mitglieder im Vorstand. Die Aussichten, dass das Unternehmen in weitere Kontroversen verstrickt wird, scheinen jetzt eher gering zu sein.

Ist Aphria eine gute Wahl?

Aphria ist keine Aktie, die für jeden Investor in Frage kommt. Die Bewertung spiegelt die enormen Erwartungen an das zukünftige Wachstum wider – und die müssen sich nicht notwendigerweise erfüllen.

Aber Aphria könnte für aggressive Investoren eine gute Wahl sein. Der Cannabis-Weltmarkt wird in Zukunft mit ziemlicher Sicherheit immer größer werden. Aphria verfügt über die Produktionskapazität und die Betriebe, um auf diesen Märkten wettbewerbsfähig zu sein. Das Unternehmen ist wohl gut in Schuss, um sich einen wichtigen Partner ins Boot zu holen. Soll heißen: Der Lauf von Aphria könnte noch lange Zeit anhalten.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 24.3.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt. 

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