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Ceconomy-Aktie: Streit! Doch es könnte wichtigere Baustellen geben …

Foto: Getty Images

Die Aktie von Ceconomy (WKN: 725750) gehört definitiv zu den beeindruckenderen Geschichten des noch jungen Börsenjahres. Nach einem signifikanten Einbruch innerhalb der vergangenen Monate und Quartale konnte die Aktie des Media-Markt-und-Saturn-Mutterkonzerns immerhin seit Jahresbeginn wieder von ca. 3 Euro auf gegenwärtig rund 5,70 Euro je Anteilsschein steigen. Das entspricht immerhin einem rasanten Kursplus von 90 %.

Doch wie es scheint, besteht auch weiterhin Ungemach im Kontext der Aktie des auf Elektronik spezialisierten Einzelhändlers. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, wieso eine gewisse Personalie nun zu einem größeren Problem zu werden scheint. Und wo Ceconomy möglicherweise eher den Fokus drauflegen sollte, um im derzeit harten Wettbewerb zu bestehen.

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Hier fliegen die Fetzen!

Wie mehrere Medien aktuell berichten, scheint zwischen dem Ceconomy-Mutterkonzern und einem bedeutenden Minderheitsaktionär der Media-Markt-und-Saturn-Gruppe ein Zwist zu bestehen. Hierbei handelt es sich um die Familie Kellerhaus, die gegenwärtig noch zu einem Anteil von 21 % über ihre Beteiligungsgesellschaft Convergenta an Media Saturn beteiligt ist.

Streitpunkt ist hierbei eine Personalie im Aufsichtsrat. Denn wie Ceconomy nun inzwischen per Amtsgerichtsentscheid durchgeboxt hat, soll künftig der Freenet-Chef Vilanek im Aufsichtsrat der Media-Markt-und-Saturn-Mutter Platz nehmen, wogegen sich die Convergenta im Namen der Familie Kellerhaus nun zu wehren scheint.

Anstelle des Freenet-Funktionärs wünsche Convergenta nämlich, einen aus ihren Reihen in den Aufsichtsrat von Ceconomy einziehen zu lassen, was nach § 104 des Aktiengesetzes grundsätzlich möglich sein soll. Als Begründung für diese Berufung anstelle des Freenet-Funktionärs beruft man sich hierbei übrigens auf kartellrechtliche Bedenken. Durchaus ein kleineres Störfeuer, das für Unruhe unter den größeren Investoren sorgen könnte.

Hier dürften die größeren Baustellen verborgen liegen

Anstatt sich nun jedoch in einem personellen Klein-Klein zu verlieren, könnte es sich für Ceconomy allerdings anbieten, das Augenmerk auf die Dinge zu legen, die wirklich wichtig werden könnten. Denn gerade die beiden kriselnden Elektronik-Einzelhandelsketten Saturn und Media Markt könnten durchaus größere Baustellen vorweisen, für die noch immer keine passenden Lösungen gefunden werden konnten.

So bedroht einerseits nämlich noch immer der aufkommende E-Commerce mit prominenten Namen wie Amazon.com (WKN: 906866) und Co. die derzeitige Marktsituation des Einzelhändlers. Und obwohl dieser für die Kunden ursprünglich mal weit entfernte Händler aufgrund des Onlinemodells eigentlich das Nachsehen hatte, konnte er sich mit kundenfreundlichem Verhalten, kostenlosem Versand bis an die Haustür und einer kulanten Praxis um Rückabwicklungs- und Schadensfall inzwischen im Kaufverhalten vieler Kunden etablieren. Sehr zum Ärgernis der stationären Händler, denn seit einiger Zeit luchsen diese Onlinehändler dadurch den lokalen Einzelhändlern immer mehr Marktanteile ab.

Apropos kundenfreundliches Verhalten: Auch hier könnte es durchaus einiges an Nachholbedarf für die Einzelhandelsketten Media Markt und Saturn geben, wie alleine ein Blick in die weiten des WWW zeigen dürfte. Prinzipiell existieren daher durchaus größere Baustellen als der Streit um eine beaufsichtigende Personalie, die möglicherweise langfristig viel entscheidender für den Erfolg von Media Markt und Saturn sein könnten.

Hoffen auf schnelle Beilegung

Investoren können daher eigentlich nur hoffen, dass die streitenden Großinvestoren ihre Differenzen schleunigst beiseitelegen und sich auf das konzentrieren, was innerhalb der kommenden Monate, Jahre und möglicherweise gar Jahrzehnte wirklich über Erfolg und Misserfolg des Einzelhändlers entscheiden dürfte.

Die Konkurrenz schläft schließlich nicht und könnte, sofern das Management hier nicht fokussiert bleibt und nach neuen, innovativen Lösungen sucht, weiterhin Marktanteile von Ceconomy in den hiesigen Breitengraden abbekommen.

Investoren sollten daher den aktuellen Streitigkeiten durchaus Beachtung schenken. Und hoffen, dass solche Machtkämpfe nicht zu sehr das Tagesgeschehen bei dem sich eigentlich zuletzt wieder prächtiger entwickelnden Einzelhändler dominieren werden.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien.

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