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Gute Dividende, schlechte Dividende: So kannst du sie unterscheiden

Eigentlich sind alle Einkommensinvestoren letztlich auf der Suche nach lediglich einer Sache: einer guten, spannenden Dividendenaktie. Dennoch existieren in der weiten Welt von Aktien und Börse viele, viele Unternehmen, die jeweils eine Dividende zahlen – von denen jedoch nicht alle im Endeffekt erstklassig sind.

Werfen wir heute in diesem Sinne einen kleinen Foolishen Blick auf ein paar wesentliche Faktoren, wie man eine gute Dividende von einer schlechten unterscheiden kann. Und auch wenn du die zugrunde liegenden Kennzahlen mit Sicherheit bereits kennst, bin ich mir letztlich sicher, dass du bei den Erläuterungen mit Sicherheit noch etwas mitnehmen kannst.

Die aktuelle Dividendenrendite

Ein ganz wesentliches Merkmal einer guten Dividende ist für viele zunächst das folgende Kriterium: die aktuelle Dividendenrendite. Sofern sie hoch ist, ist das für viele einen ersten Blick wert – völlig zu Recht, wenn du mich fragst.

Denn letztlich ist die Dividendenrendite ja auch das Merkmal dafür, was wir aktuelle von einer Investition, anteilig gemessen als Ausschüttung vom Gewinn, zurückbekommen. Entsprechend sollte hier auch jeder Investor gleich zu Beginn ein gewisses Anforderungsprofil erstellen, was man mindestens bereits jetzt zurückerhalten möchte.

Auch die zuverlässigste Dividende kann schließlich unterm Strich für dich als Einkommensinvestor ungeeignet sein, sofern sie dir relativ gesehen nicht genügt, um deine finanziellen Ziele zu erreichen.

Selbst wenn die Dividendenrendite daher möglicherweise nicht das wichtigste Kriterium für eine starke, zuverlässige Dividende ist, dürfte es sich hier dennoch lohnen, den Fokus auf diesen Aspekt zu legen. Denn auch hier kann sich bereits – zumindest für dich – die Spreu vom Weizen trennen.

Königsdisziplinen: Dividendenkonstanz und Dividendenwachstum

Weiter geht es nun mit den Königsdisziplinen aller Einkommensinvestoren: der Dividendenkonstanz und dem Dividendenwachstum. Für viele Dividendenjäger handelt es sich hierbei gewissermaßen um die wichtigsten aller dividendenspezifischen Faktoren – auch das wiederum vollkommen zu Recht, denn auch hier trennen sich letztlich Dividendensternchen von Dividendenfallen.

Eine gute, verlässliche Dividendenhistorie kann auch ein hervorragender Indikator für die weitere Dividendenentwicklung sein. Zudem werden stark wachsende Ausschütter oftmals auch weiterhin die eigene Dividende anheben, was unterm Strich sogar zu zusätzlichen Renditen in Form von Kursgewinnen führen kann. Sprich, eine hervorragende und konstante Dividendenwachstumsgeschichte kann sich in vielerlei Hinsicht lohnen.

Nichtsdestoweniger sollten alle Einkommensinvestoren hierbei nicht lediglich in die Vergangenheit schielen, sondern auch einen Blick in die Zukunft richten und überprüfen, ob die jeweilige Wachstumsgeschichte noch immer funktioniert. Denn ansonsten könnte auch hier bei einer eigentlich spannenden, langfristigen Dividendenchance möglicherweise eher eine Dividendenfalle lauern.

Das Ausschüttungsverhältnis

Häufig vergessen, aber dennoch wichtig bei der Überprüfung einer spannenden Dividendenaktie ist zudem das aktuelle Ausschüttungsverhältnis. Dieses Kriterium kann einem letztlich einen gewissen Einblick ermöglichen, wie aktionärsfreundlich und nachhaltig eine derzeitige Dividende ist – oder ob hier möglicherweise aktuell ein Grund zur Besorgnis besteht.

Viele Einkommensinvestoren sind hierbei jedoch häufig bereits zufrieden, wenn das Ausschüttungsverhältnis unter 100 % liegt, weil das quasi anzeigt, dass eine Dividende vom Gewinn (oder auch freien Cashflow, auch immer eine Überlegung wert!) gedeckt ist. Allerdings könnte es sich auch hier anbieten, ein klein wenig tiefer zu bohren.

So könnte beispielsweise eine Aktie mit einem derzeitigen Ausschüttungsverhältnis von lediglich 50 % und einer bereits attraktiven Dividendenrendite noch mehr Raum zum Wachsen bei den eigenen Ausschüttungen besitzen. Vielleicht sollte man daher auch diesem Kriterium etwas mehr Beachtung schenken, als es möglicherweise bei einigen Einkommensinvestoren derzeit gelebt wird.

Spannende Kriterien, aber es existiert natürlich noch mehr

Wie wir daher letztlich gesehen haben, können wir mit der aktuellen Dividendenrendite, einem Blick auf die Konstanz, das Wachstum sowie das aktuelle Ausschüttungsverhältnis bereits ein ganzheitliches Gespür für eine möglicherweise spannende Dividendenaktie bekommen.

Nichtsdestoweniger gehört letztlich zu einer vollkommenen Analyse einer Dividendenaktie natürlich mehr dazu, als lediglich die Ausschüttung zu analysieren. Sei daher smart und nimm dir die notwendige Zeit, deine Dividendenaktien sehr gründlich zu betrachten – damit du langfristig auch wirklich viel Freude an den von dir ausgewählten Ausschüttern haben wirst.

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