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3 Gründe, warum man den finanziellen Aufwand für die Altersvorsorge falsch einschätzen könnte

Foto: Getty Images

Die schwierige Sache beim Ruhestand ist die genaue Bestimmung der Höhe des Einkommens, das man benötigen wird, um die jährlichen Ausgaben zu decken. Obwohl du dein Bestes tun könntest, um diese Zahl zu schätzen, gibt es bestimmte Faktoren, die deine Berechnungen beeinflussen könnten. Hier sind ein paar Gründe, warum du dich bei der Kalkulation irren könntest.

1. Du gehst davon aus, dass sich deine Bedürfnisse im Laufe der Zeit nicht ändern werden

Wenn sich viele ältere Menschen damit beschäftigen, ein Altersvorsorgebudget zu erarbeiten, neigen sie dazu, ihren jetzigen finanziellen Bedarf als Grundlage dafür zu verwenden. Wenn du zum Beispiel Anfang 60 bist und planst, innerhalb von drei Jahren in Rente zu gehen, könntest du annehmen, dass deine Ausgaben relativ gleichbleiben werden, sobald du nicht mehr arbeitest. Mit zunehmendem Alter können sich deine Bedürfnisse jedoch ändern. Möglicherweise musst du mehr Geld für öffentliche Verkehrsmitteln bezahlen, wenn das Autofahren für dich schwierig wird, und du musst vielleicht bei einigen Haushaltsaufgaben jemanden engagieren, während du früher in der Lage warst, alles selbst zu erledigen. Aus diesem Grund solltest du nicht davon ausgehen, dass sich die jetzigen Kosten nicht ändern werden, unabhängig davon, ob sie kleiner oder größer werden.

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2. Du vergisst die Langeweile

Zur Arbeit zu gehen ist eine ziemlich preiswerte Tätigkeit, da sie die meiste Zeit in Anspruch nimmt, ohne dass du gezwungen bist, Geld auszugeben, außer für Fahrtkosten und Kleinigkeiten. Sobald du jedoch nicht mehr arbeitest, wirst du viele Stunden am Tag haben, in denen du dich beschäftigen musst. Es sei denn, du bist bereit, kreativ bei der Beschaffung von kostenloser oder kostengünstiger Unterhaltung zu werden, müsstest du dich darauf vorbereiten, einen bestimmten Betrag an Geld auszugeben, um etwas mit deiner Zeit zu machen. Leider erkennen viele Menschen vor dem Ruhestand nicht, wie teuer diese Unterhaltung sein kann, und schätzen die Höhe des Einkommens, das sie benötigen werden, falsch ein.

3. Du vergisst die Inflation

1 US-Dollar heute wird in 10, 20 oder 30 Jahren nicht mehr den gleichen Wert haben. Ein Grund, warum viele Menschen nicht genug Geld im Ruhestand haben, ist, dass sie die Inflation vergessen, die alles beeinflussen kann, von den Lebensmittelkosten über Wohnungskosten bis hin zur Gesundheitsversorgung. Stell dir vor, du gibst derzeit 4.000 US-Dollar im Monat aus und denkst, du wirst den gleichen Betrag im Ruhestand benötigen, um deine Lebenshaltungskosten zu decken. Im Laufe der Zeit werden sich diese 4.000 US-Dollar wahrscheinlich zu 4.500 US-Dollar oder 5.000 US-Dollar werden, selbst wenn deine Rechnungen gleichbleiben, also achte darauf, das in deine Berechnung einzubeziehen.

Geldprobleme im Ruhestand vermeiden

Das Letzte, was du tun möchtest, ist, im Ruhestand nicht genügend Einkommen zu haben und später im Leben Probleme haben. Um dies zu vermeiden, tue alles, um deine Ersparnisse zu erhöhen, um zu berücksichtigen, dass deine Berechnungen für den Ruhestand möglicherweise nicht 100 % genau sind.

Gleichzeitig lohnt es sich, in den Ruhestand mit einer Strategie zu gehen, mit der du deine Ersparnisse nicht unnötig anfassen und diese nicht allzu schnell aufbrauchen wirst. Seit Jahren raten Finanzexperten älteren Menschen, der 4 %-Regel zu folgen. Diese besagt, dass, wenn man damit beginnt, 4 % der Ersparnisse im ersten Jahr des Ruhestandes zu verwenden und dann die nachfolgenden Auszahlungen an die Inflation anzupassen, die Ersparnisse 30 Jahre halten sollten. Es ist sicherlich keine perfekte Regel, aber es ist ein guter Startpunkt.

Wenn du besorgt bist, dass der Ruhestand für dich im Laufe der Zeit teurer wird, könntest du mit einer konservativeren Auszahlungsrate von etwa 2 % beginnen und mit dem zunehmenden Alter bis zu 4 % oder mehr abheben. Es gibt verschiedene Optionen, die man in Erwägung ziehen kann. Der Punkt ist jedoch, sich auf die Tatsache vorzubereiten, dass man am Ende mehr Geld im Ruhestand benötigen könnte, als man denkt.

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Dieser Artikel wurde von Maurie Backman auf Englisch verfasst und am 27.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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