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Dividende total mit MLPs: Wäre da nicht die gemeine Steuer

Dividendenaktien sind nicht bloß für Einkommensinvestoren eine tolle Sache. Vor allem US-amerikanische Aktien dürften für viele Einkommensinvestoren besonders reizvoll sein, weil es dort einfach einen viel größeren und bunter gemixten Haufen verschiedener Möglichkeiten gibt.

Wer beispielsweise in den US-Immobilienmarkt schaut, dürfte bereits über ein paar spannende REITs gestolpert sein, die für viele Dividendenjäger wahrlich interessant werden dürften. Wer zudem noch etwas tiefer in den dortigen Markt schaut, könnte über sogenannte MLPs gestolpert sein, die für Einkommensinvestoren zumindest auf den ersten Blick interessant sein dürften.

Schauen wir daher im Folgenden einmal, was sich hinter solchen MLPs verbirgt und wo hier eine steuerliche Crux verborgen liegt – und wie man diese etwas umgehen kann.

Das sind MLPs

Wie du dir möglicherweise bereits denken kannst, existiert zu dem Begriff MLP auch noch eine längere Schreibweise. Denn genauer gesagt sind MLPs sogenannte Master Limited Partnerships, was dich möglicherweise mit ebenso vielen Fragezeichen zurücklässt wie zuvor.

Hinter diesen Partnerschaften verbergen sich konkret wiederum US-amerikanische Regierungsfirmen, die gewisse Dienstleistungen innerhalb der US-Wirtschaft übernehmen. Häufig sind das beispielsweise die Bereitstellung von Pipeline-Netzwerken oder auch Energieversorgungsnetzwerken. Oder, kurz gesagt, sämtliche infrastrukturellen oder logistischen Netzwerke, an denen von staatlicher Seite ein Kontrollinteresse besteht und die deshalb einer Sonderbehandlung bedürfen.

Dank eines US-Steuergesetzes aus den späten 80er-Jahren sind solche MLPs zumindest für US-Bürger steuerbefreit. Dafür müssen sie jedoch 90 % ihrer Überschüsse in Form von Dividenden an die Aktionäre abführen. Durchaus ein Deal, der für alle Einkommensinvestoren ganz gut zu sein scheint.

Für Investoren außerhalb der USA gilt diese einfache steuerliche Regelung allerdings nicht. Denn nach hiesigem Recht handelt es sich hierbei nicht um eine Dividende, sondern um gewerbliche Einkünfte aus einer US-Beteiligung, die ausschließlich in den USA steuerpflichtig ist. Was das konkret bedeutet, kannst du besser deinen Steuerberater fragen, allerdings führt das in erster Linie dazu, dass dir deine depotführende Bank knapp 40 % der Dividenden abzwacken wird – pauschal. Das tut durchaus weh.

Doch es gibt Möglichkeiten!

Um diesem steuerlichem Dilemma zu entgehen, existieren natürlich einige Möglichkeiten. So könnte man beispielsweise auch in den USA eine jährliche Einkommenssteuererklärung abgeben, was jedoch mit weiteren Kosten sowie zusätzlichem Aufwand verbunden ist. Auch hier wäre mit Sicherheit in vielen Fällen ein Steuerberater empfehlenswert, der wiederum mit seinem Honorar die Erträge gleich wieder schmälert. Möglicherweise ist das für viele Privatinvestoren daher nicht der beste Weg.

Einfacher könnte hingegen ein anderer Weg sein – der ETF-Weg. Denn wer lediglich breit gestreut von den Möglichkeiten vieler MLP mithilfe eines ETF profitieren möchte, kann diese steuerlich aufwendige Komponente nämlich gänzlich umgehen.

Bei einem solchen Ansatz findet die Besteuerung nämlich auf Fondsebene statt, und als Investor hat man lediglich die hier sonst auch übliche Kapitalertragssteuer zu zahlen. Durchaus ein smarter, weitsichtiger Vorteil im Vergleich zu einer Direktanlage, die einem eine Menge steuerlichen Aufwand ersparen kann.

Zudem bietet auch die ETF-Variante attraktive Renditen. So kommt der Alerian MLP ETF bei einer historischen Ausschüttung von 0,80 US-Dollar für das vergangene Jahr bei einem derzeitigen Kursniveau von 9,88 US-Dollar ebenfalls auf eine spannende Dividendenrendite von über 8 %. Möglicherweise könnte das für viele eine durchaus gangbare Alternative sein.

MLP sind eine tolle Sache, aber …

Wie wir daher letztlich sehen können, scheinen MLPs eine tolle Sache zu sein. Sie gelten als zuverlässig, sicher und dividendenstark – doch leider vorwiegend für die US-amerikanische Bevölkerung.

Denn wer sowohl die hohen Gebühren als auch den steuerlichen Aufwand vermeiden möchte, für den könnte es ratsam sein, als Privatinvestor eine Direktinvestition in solche Papiere zu vermeiden – und vielleicht eher die diversifizierte ETF-Variante zu bevorzugen.

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