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1 Schweizer Dividendenaristokrat, der noch 2,7 % Rendite zahlt

Aktien mit einer sehr hohen Dividendenrendite können sich manchmal als Falle entpuppen, nämlich genau dann, wenn das operative Geschäft des Unternehmens plötzlich einbricht. Oft sind diese Aktien daran erkennbar, dass sie auch in den letzten Krisenjahren (wie 2008 oder 2001 bis 2002) sehr stark eingebrochen sind. Meist sind die Firmen stärker von der Konjunktur abhängig, sodass sie schnell Verluste erleiden und in der Folge die Dividende kürzen oder streichen müssen. Dies ist für Anleger, die die Aktie aufgrund der Dividende gekauft haben, sehr ärgerlich.

Deshalb ist es bei Dividendenwerten wichtig, auch die Entwicklung der Ausschüttung zu studieren. Zahlte das Unternehmen bisher kontinuierlich eine Dividende und hat diese im Laufe der Jahre auch noch stetig erhöht, hast du wahrscheinlich nicht nur einen guten Dividendenwert, sondern auch ein insgesamt solides Unternehmen gefunden. Ein Wertpapier, auf das diese Attribute derzeit zutreffen, ist die Luzerner Kantonalbank (WKN: 634379)-Aktie. Im Folgenden erfährst du, welches Geschäft sie betreibt und was sie alles auszeichnet.

Die Historie und Geschäfte der Bank

Für die Luzerner KB spricht ihre lange Historie, die bis 1850 zurückreicht. Sie ist regional stark verwurzelt, denn etwa 60 % aller Bewohner und etwa 50 % aller Unternehmen des Kantons stehen in der einen oder anderen Form mit der Bank in einer Geschäftsbeziehung. Wahrscheinlich liegt in der regionalen Aktivität genau die Stärke des Unternehmens.

Politiker fordern heute häufig eine Vergrößerung der Banken (siehe Deutsche Bank (WKN: 514000) und Commerzbank (WKN: CBK100)). Allerdings scheinen relativ kleine regionale Institute ihrer Aufgabe, dem Wohl des Volkes zu dienen, viel besser nachzukommen. Die Luzerner KB ist eine Universalbank, die sich auf Immobilienkredite, Unternehmensfinanzierungen und das Privatkundengeschäft beschränkt, und sie ist damit sehr erfolgreich. Erst 2001 kam sie an die Börse, aber auch heute noch ist der Kanton Luzern zu 61,5 % beteiligt und haftet für die Verbindlichkeiten.

Kontinuierliche Geschäfts- und Dividendenentwicklung

Zwar weist die Bank keine großen Sprünge auf, dafür aber eine umso kontinuierlichere Ergebnisentwicklung. So stieg der Gewinn im Zeitraum 2010 bis 2018 von 149 auf 200,4 Mio. Schweizer Franken. Dabei trugen im letzten Jahr (2018) alle Segmente positiv zum Ergebnis bei. Und auch für 2019 erwartet der Vorstand etwa 195 bis 203 Mio. Schweizer Franken Gewinn.

Und weil die Geschäfte so konstant verlaufen, konnte die Bank auch in jedem der letzten 25 Jahre eine Dividende zahlen und sie nach und nach sogar erhöhen. Zuletzt wurden 52,9 % der Gewinne ausgezahlt, sodass die aktuelle Dividendenrendite noch bei guten 2,7 % liegt (07.05.2019). Dabei überstand sie die letzten beiden Krisen nahezu unbeschadet.

Im Vergleich zu vielen anderen Banken ist dies eine sehr erstaunliche Entwicklung, die zeigt, dass sie auch im Umfeld negativer Zinsen und wenn sie solide arbeiten sehr gute Ergebnisse erzielen können. So entwickelte sich auch der Aktienkurs der Luzerner KB in Schweizer Franken seit 2001 deutlich besser als der DAX.

Effizient und wenig Risiken

Die Luzerner KB gehört mit einer Aufwand-Ertrags-Quote von 47,3 % zu den effizientesten Kantonalbanken der Schweiz. Sie verwaltet knapp 30 Mrd. Schweizer Franken und konnte die Anlagesumme auch über die letzten Jahre leicht steigern. Zwar erhöht sie stetig ihre ausgegebenen Kredite, achtet dabei aber auch auf eine gute Absicherung.

So lagen die überfälligen Forderungen 2018 bei nur 0,3 % und die gefährdeten Forderungen bei nur 1,2 % des Kreditportfolios. Die hohe Effizienz ist auch an der Eigenkapitalrendite ablesbar, die im letzten Jahr bei 9 % lag. Und über eine zunehmende Digitalisierung und Investitionen in digitale Angebote will die Bank auch zukünftig erfolgreich bleiben.

Foolishes Fazit

Die Luzerner Kantonalbank weist also nicht nur eine gute Dividendenrendite auf, sondern ist insgesamt auch ein gut aufgestelltes Unternehmen. Zwar wird die Aktie auch in Frankfurt gehandelt, aber an der Schweizer Börse ist das Handelsvolumen deutlich höher. Trotz aller Vorsicht gibt es an er Börse keine Garantien, sodass auch ein Depot aus Dividendenaktien immer breit gestreut sein sollte. Einzelne Fehlinvestitionen sind so gut verkraftbar.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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