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Tesla: Immer weniger Barmittel

Die zurückgegangenen Fahrzeugauslieferungen im ersten Quartal, die Anfang dieses Monats verkündet wurden, weckten Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit von Tesla (WKN:A1CX3T), die Produktion weiter zu steigern und das Jahresziel für die Gesamtauslieferungen zu erreichen, die im Jahresvergleich um 45 % bis 65 % steigen sollen. Aber das Management von Tesla hat diese Bedenken in seinem Update zum ersten Quartal zerstreut und seine ehrgeizige Prognose bekräftigt.

Im ersten Quartalsbericht enthüllte Tesla den negativen freien Cashflow, eine höhere Aufnahmequote für Autopilot-Optionen und die Erwartungen des Managements an die Rendite im weiteren Jahresverlauf.

Teslas Ergebnisse des ersten Quartals: Die nackten Zahlen

Kennzahl Q1 2019 Q1 2018 Veränderung
Auslieferungen 63.019 29.997 110 %
Umsatz  4,5 Mrd. USD  3,4 Mrd. USD 33 %
Nicht-GAAP-Gewinn pro Aktie (2,90 USD) ( 3,35 USD) k.A.

DATENQUELLE: TESLA 2019 AKTIONÄRSBRIEF DES ERSTEN QUARTALS.

Wie Tesla Anfang des Monats bekannt gab, stiegen die Fahrzeugauslieferungen um 110 % gegenüber dem Vorjahr. Das wurde durch einen Anstieg der Auslieferungen begünstigt, die von 8.182 Auslieferungen im ersten Quartal 2018 auf 50.928 Einheiten im ersten Quartal 2019 stiegen. Die kombinierten Auslieferungen der Modelle S und X gingen jedoch gegenüber dem Vorjahr um 45 % zurück.

Höhere Gesamtlieferungen trugen dazu bei, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 33 % stieg. Aber Einmaleffekte im Wert von 188 Mio. US-Dollar, die sich negativ auf die Rendite von Tesla auswirkten, niedrigere Auslieferungen des Model S und X sowie rund 11.000 Fahrzeuge, die sich am Ende des Quartals auf dem Weg zu den Kunden befanden, belasteten die Rendite. Der Nettoverlust für den Berichtszeitraum betrug 702 Mio.US-Dollar oder 4,10 US-Dollar pro Aktie. Auf Nicht-GAAP-Basis verlor Tesla 2,90 US-Dollar pro Aktie.

Was das Management sagte

Im Aktionärsbrief zum vierten Quartal sagte Tesla, dass niedrigere Lieferungen des Model S und X hauptsächlich auf “saisonale Schwankungen zurückzuführen seien. Hinzu kämen viele vorgezogene Käufe im vierten Quartal 2018 in den USA aufgrund der ersten planmäßigen Reduzierung der Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge im ersten Quartal  2019 und der Einstellung der Ausführung mit dem 75 kWh Akkupacks.

Tesla bleibt mit den Auslieferungen des Model 3 zufrieden und stellt fest, dass das Fahrzeug “im ersten Quartal erneut, das meistverkaufte Premium-Auto in den USA war und den Zweitplatzierten um fast 60 % übertraf”.

Highlights

  • Der freie Cashflow Flow beträgt minus 920 Mio. US-Dollar, eine leichte Verbesserung gegenüber dem negativen freien Cashflow Flow von 1,05 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal.
  • Die liquiden Mittel von Tesla sanken um 1,5 Mrd. US-Dollar gegenüber dem Vorquartal auf 2,2 Mrd. US-Dollar, was in erster Linie auf eine Anleiherückzahlung in Höhe von 920 Mio. US-Dollar und eine höhere Anzahl von Fahrzeugen zurückzuführen ist, die am Ende des Quartals auf dem Weg zu den Kunden waren.
  • Die intensive Einführung von Autopilot-Funktionen durch den Automobilhersteller führt in letzter Zeit zu einem höheren Prozentsatz von Kunden, die für Autopilot-Optionen bezahlten.
  • Die Rohertragsmarge im Automobilbereich von Tesla betrug 20,2 %, nach 24,3 % im Vorjahresquartal.

Vorausschauend

Dank der kürzlich angekündigten Verbesserungen an Model S und X und der fortgesetzten globalen Expansion des Model 3 erwartet Tesla, dass die “Auftragsrate im Laufe des Jahres mit steigendem Produktionsniveau weiter steigen wird”. Die Unternehmensleitung ging im zweiten Quartal von 90.000 bis 100.000 Lieferungen aus und hielt an der Prognose für 360.000 bis 400.000 Gesamtlieferungen im Gesamtjahr fest, gegenüber rund 246.000 im Jahr 2018.

Tesla erwartet auch, dass der Cashflow für die verbleibenden drei Quartale positiv sein wird und die Gewinnzone nach GAAP im dritten Quartal wieder erreicht wird. Für das zweite Quartal ging das Management von einem weiteren Quartalsverlust aus, sagte aber, dass dieser deutlich geringer sein wird als im ersten Quartal.

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Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 24.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

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