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Der CEO von Disney kündigt seinen Rücktritt an: 5 Dinge, die Aktionäre wissen sollten

Es sind immer große Neuigkeiten, wenn ein gefeierter Leiter eines großen Unternehmens zurücktritt. So auch bei Walt Disney (WKN:855686), dessen beliebter CEO Robert Iger Mitte April ankündigte, seine Position zu verlassen. Obwohl das nicht unerwartet kam, hat es bei einigen Aktionären und anderen Disney-Beobachtern Beunruhigung ausgelöst.

Ich bin selbst Disney-Aktionär, also teile ich ihre Sorge. Im Sinne der Philosophie, dass es besser ist, informiert zu sein, als das Unbekannte zu fürchten, sind hier fünf Fakten, die man über Igers Schritt in den Ruhestand wissen sollte.

Er wird noch nicht gehen.

Iger wird bis zum Ablauf seines aktuellen Vertrages im Dezember 2021 bleiben. Das sind mehr als zweieinhalb Jahre an der Spitze. Dies sollte für die Anleger aus zwei wichtigen Gründen beruhigend sein:

  • Es gibt dem Unternehmen viel Zeit, einen Nachfolger zu finden, der viel Vorlauf hat, um sich in die Materie einzuarbeiten.
  • Es bleibt genug Zeit für Iger, um die frühen Phasen mehrerer großer Initiativen der letzten Zeit zu managen. Dazu gehören unter anderem die Konsolidierung des Megadeals mit Twenty First Century Fox (WKN:A1WZP6) und der kommende Streaming-Service Disney+.
  • Es ist nicht sein erstes Mal beim Ruhestand-Rodeo.
    Iger, der kürzlich 68 Jahre alt wurde, hat seinen Ruhestand bereits mehrmals angekündigt. Es ist im Grunde genommen alle paar Jahre ein wiederkehrendes Ereignis.

Natürlich hat es sich daher angefühlt, als wäre auch dieses Mal nichts dran. Die vorherige Ankündigung kam 2017, und dann wurde der Fox-Deal enthüllt. Es scheint, dass Iger ermutigt wurde, weiterzumachen, um die massive Übernahme bis zum Abschluss zu begleiten.

Es gibt keinen offensichtlichen Nachfolger.

Als Mitglieder der Öffentlichkeit sind wir nicht in Diskussionen der Chefetage über mögliche Nachfolger eingeweiht. Daher ist uns derzeit keine Nachfolgeregelung bekannt, sollte es sie geben. Das Wall Street Journal zitierte Iger mit den Worten, dass Disney die Suche nach einem neuen Unternehmenschef gestartet hat.

Innerhalb des Unternehmens selbst gibt es einige starke potenzielle Kandidaten für den Posten. Dazu gehören Bob Chapek, Vorsitzender der Sparte Parks, Erfahrungen und Produkten, und Peter Rice, Vorstand von Walt Disney Television.

Er ist der Mann, der das moderne Disney geschaffen hat.

Das ist keine Übertreibung und kein Marketinghype. Iger war auf dem CEO-Thron maßgeblich an den wichtigsten, wirkungsvollsten und teuersten Übernahmen von Disney beteiligt. Der Kauf von Marvel Entertainment durch die Maus im Jahr 2009 brachte den Ball im Marvel Cinematic Universe ins Rollen. Einige Film-Freaks (wie ich zum Beispiel) finden das MCU ärgerlich und nicht notwendig, aber es gibt kein Argument gegen seine Lukrativität.

Und Marvel war nur die Spitze eines Monster-Eisbergs. Hinzu kam die Übernahme von Lucasfilm im Jahr 2012, die das heilige Star-Wars-Franchise beinhaltete. Natürlich gibt es den Megadeal, der Fox‘ wichtigste Vermögenswerte zu Disney bringt.

Er hat über 175 Milliarden US-Dollar an Shareholder Value geschaffen.

Hier ist der Hauptgrund, warum einige Aktionäre sich bei der Umstellung unwohl fühlen könnten. Seit Iger 2005 zum CEO ernannt wurde, ist die Marktkapitalisierung von Disney um 175 Milliarden US-Dollar (ja, Milliarden) gestiegen. Aus einem etwas anderen Blickwinkel gesehen, ist der Aktienkurs während seiner Zeit um mehr als 300 % gestiegen, was für jede Aktie, geschweige denn für eine aus dem historisch volatilen Unterhaltungssektor, eine große Verbesserung bedeutet. Wer kann das noch übertreffen?

Natürlich können wir dies nicht allein Iger zuschreiben. Sein Vorgänger, Michael Eisner, startete viele der Initiativen, die später profitable Früchte trugen. Auch die klugen Manager der besseren Disney-Teams – wie die Parks- und Resort-Abteilung oder die Sparte Konsumgüter – haben ihren Beitrag geleistet. Aber Iger zeigte die Bereitschaft, mutig zu sein und groß zu denken, und die meisten seiner Wetten haben sich ausgezahlt.

Eine mächtige Maus

Der Abgang Igers wird sicherlich ein schwieriger Akt sein, da Disney unter seiner Führung zu dem Unterhaltungs-Titan wurde, der es heute ist. Natürlich hat er auch Fehler gemacht, aber im Großen und Ganzen hat kein CEO das Unternehmen so intelligent und erheblich ausgebaut wie er.

Dank ihm ist Disney heute eine gut geführte Geldmaschine. Es mag nicht mehr ganz auf dem hohen Niveau der letzten Jahre wachsen, aber es hat noch genug Sprit im Tank, um weiterhin mächtige Gewinne zu erzielen und einen Haufen Geld zu erwirtschaften. Ich mache mir keine Sorgen um Disneys Post-Iger-Zukunft.

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Dieser Artikel wurde von Eric Volkman auf Englisch verfasst und am 24.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Walt Disney und empfiehlt diese.

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