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Warum Aurora Cannabis’ Deal mit Nelson Peltz nicht nur positiv ist

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Cannabis-Aktien sind seit Beginn des Jahres 2019 gestiegen, und Cannabis-Anleger sehen bei den größten Unternehmen des Segment Potenzial für weiteres Wachstum. Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) ist eines der bekanntesten Unternehmen in der Branche und hat viel Energie in den Aufbau zu branchenführenden Anbaukapazitäten gesteckt.

Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Canopy Growth und Cronos Group hat Aurora noch keine bedeutende Partnerschaft mit einem etablierten, reifen Unternehmen im Konsumgüterbereich schließen können. Es sieht aber so aus, als ob sich das ändern könnte: Aurora hat verkündet, dass der Hedgefonds-Milliardär Nelson Peltz von Trian Fund Management zum strategischen Berater des Unternehmens wird. Nach der Verkündung konnte die Aktie gleich mal um mehr als 10 % zulegen. Aber die Beratertätigkeiten von Peltz werden die Aktionäre teuer zu stehen kommen. Und es ist dabei nicht einmal sicher, ob sich diese Entscheidung für die Anleger auch langfristig auszahlen wird.

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Peltz‘ Ruf als aktivistischer Investor

Nelson Peltz‘ Hintergrund als aktivistischer Investor erklärt, warum die Investoren von Aurora von diesem Schritt erst einmal begeistert sind. Der Milliardär hatte bereits Verantwortung in erstklassigen Häusern, darunter zuletzt im Vorstand von Procter & Gamble (WKN:852062), wo er den nur langsam wachsenden Konsumgüterriesen durcheinanderwirbeln wollte. Sein Einfluss hat sich auch auf andere Unternehmen ausgewirkt, die von Mondelez und PepsiCo im Snack- und Getränkebereich bis hin zur Chemiebranche (DuPont, das heute Teil von DowDuPont ist) reichen.

Peltz verfügt über umfangreiche Erfahrung im Lebensmittelbereich, was sich direkt auf Aurora auswirkten dürfte. Viele Cannabishersteller befassen sich intensiv mit derivativen Produkten wie Lebensmitteln und mit Cannabis versetzten Getränken, und Peltz‘ Erfahrung beim Aufbau der Vermögenswerte und der Logistik, die für den Erfolg in diesem Bereich vonnüten sind, sollte bei der Expansion von Aurora sicherlich hilfreich sein.

Was Aurora von Peltz will

In der Pressemitteilung erklärte das Unternehmen, dass es von Peltz erwartet, „kollaborativ und strategisch zu arbeiten, um potenzielle Partnerschaften zu erschließen, die die optimale strategische Eignung für einen erfolgreichen Einstieg in jedes der geplanten Marktsegmente von Aurora darstellen.“ Das Cannabisunternehmen sagte auch, dass Peltz Aurora bei seiner globalen Expansionsstrategie unterstützen würde.

Auroras CEO Terry Booth wurde ebenfalls deutlich: „Nelson ist ein weltweit anerkannter Geschäftsvisionär“, sagte Booth, „mit einer starken Erfolgsbilanz beim beschleunigten und profitableren Wachstum und Shareholder Value. Und das auch in mehreren Branchen, die für uns von großem Interesse sind.“ Booth mag auch die langfristige Vision von Peltz und sieht in seinem Rat großen Mehrwert, um die geplanten Märkte zu erschließen.

Peltz‘ Vorstellungen stimmen mit denen von Booth überein. Der Hedge-Fonds-Manager sagte: „Ich glaube, dass Aurora eine solide Erfolgsbilanz hat, sich stark von seinen Mitbewerbern unterscheidet, die Integration an der gesamten Wertschöpfungskette entlang erreicht hat und bereit ist, in gleich einer ganzen Reihe von Sparten den nächsten Schritt zu tun.“ Der Milliardär wies in seiner zukünftigen Arbeit ausdrücklich auf „ein mögliches Engagement mit erfahrenen Playern im Konsum- und anderen Marktsegmenten“ hin.

Was Aurora Peltz dafür zahlen wird

Peltz ist natürlich nicht billig. Aurora gab Peltz Optionen zum Kauf von rund 19,96 Millionen Aktien zu einem Preis von 10,34 CAD pro Aktie, was etwa auf dem Level der Woche vor der Verkündung lag. Die Optionen werden in den nächsten vier Jahren vierteljährlich fällig, unabhängig vom Erfolg des Mannes. Allerdings können in gewissen Fällen die Fälligkeiten auch früher passieren, allerdings wies die Pressemitteilung keine Details darüber aus.

Angesichts dessen, dass Aurora in der Vergangenheit oft Aktien als Mittel für Zukäufe eingesetzt und damit den Aktienpreis verwässert hat, ist es nicht verwunderlich, dass das Cannabis-Unternehmen beim Deal mit Peltz mal wieder die eigenen Aktien nutzt. Die 20 Millionen Aktien, die von den Optionen abgedeckt werden, würden etwa 2 % der ausstehenden Aktien von Aurora ausmachen. In der Praxis würde sich die Summe für Peltz auf rund 620 Millionen CAD belaufen, sollte der Aktienpreis auf 41,36 CAD pro Anteil steigen. Das ist Geld, das eigentlich mal den Aktionären zustand – obwohl in diesem Fall der eine oder andere sagen dürfte, dass ohne Peltz‘ Einsatz die Aktienkursgewinne nicht eingetreten wären.

Wie die meisten aktivistischen Hedgefonds-Manager hat auch Peltz eine Bilanz vorzuweisen, die sich aus Siegen und Niederlagen zusammensetzt. Die Aktionäre von Aurora haben große Hoffnungen, was die strategische Beratung des Milliardärs angeht. Aber Hoffnung allein reicht nicht, um Peltz’ Beteiligung zu einem sicheren Ding zu machen.

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The Motley Fool shortet Aktien von Procter & Gamble. Dan Caplinger besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 13.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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