MENU

So viel haben die Arbeitnehmer jeder Generation für den Ruhestand gespart

Obwohl du vielleicht weißt, dass es nicht gesund ist, ständig zu versuchen überall mitzuhalten und besser zu sein, ist es die menschliche Natur, sehen zu wollen, wo du im Vergleich zu deinen Altersgenossen stehst. Beim Sparen für den Ruhestand ist es nichts anderes.

Die Vorsorgebedürfnisse jedes Einzelnen sind unterschiedlich, sodass jeder einen anderen Betrag benötigt. Selbst wenn andere in deinem Alter mehr oder weniger für die Zukunft veranschlagen, bedeutet das nicht unbedingt, dass du auf dem richtigen oder abseits des Weges bist.

Allerdings kann dir das, was andere Menschen für den Ruhestand gespart haben, die Motivation geben, die du brauchst, um deine eigenen Ersparnisse zu erhöhen.

Das Transamerican Center for Retirement untersuchte die Alterskonten von Millenials, der Generation X und Babyboomer, um zu sehen, wie viel die Menschen in jeder Generation im Durchschnitt für den Ruhestand gespart hatten.

Millennials (geboren 1979-2000)

Der durchschnittlich geschätzten Betrag in den Rentenkonten der Millennials beträgt 23.000 US-Dollar, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass sie noch viel Zeit haben, um für den Ruhestand zu sparen. Angesichts ihres jungen Alters beschäftigen sich die Millennials jedoch sehr stark mit dem Thema Pensionierung. Mehr als die Hälfte (53 %) sagen, dass sie erwarten, dass ihre persönlichen Ersparnisse ihre Haupteinnahmequelle (im Gegensatz zu einer Rente aus Sozialversicherungssystemen) im Ruhestand sein wird und 72 % sagen, dass sie daran interessiert sind, mehr darüber zu erfahren, wie sie ihre Sparziele erreichen können.

Ob diese 23.000 US-Dollar aber in Zukunft genügend Ersparnisse bringen werden, hängt weitgehend davon ab, wie viel du sparst und wie viel Zeit du noch bis zur Pensionierung hast.

Millennials werden als solche eingestuft, die zwischen 1979 und 2000 geboren wurden. Das stellt eine große Bandbreite dar. Wenn du ein 40-jähriger Millenial mit nur 23.000 US-Dollar Ersparnis bist, musst du deine Bemühungen eher früher als später erhöhen. Wenn man zum Beispiel 800.000 US-Dollar bis zum Alter von 65 Jahren sparen will, muss man etwa 900 US-Dollar pro Monat in den nächsten 25 Jahre sparen, um dieses Ziel zu erreichen, vorausgesetzt, man verdient eine jährliche Rendite von 7 % auf seine Investitionen.

Wenn du jedoch ein 19-jähriger Millenial mit 23.000 US-Dollar bist, bist du weit vorne mit dabei. Wenn dein Ziel darin besteht, 800.000 US-Dollar bis zum Alter von 65 Jahren zu sparen, musst du nur etwa 75 US-Dollar pro Monat sparen, wobei wir immer noch eine jährliche Rendite von 7 % annehmen.

Generation X (geboren 1965-1978)

Die Generation X ist etwas älter als die Millennials und hat noch ein paar Jahre bis zur Pensionierung. Diese nähert sich allerdings schnell. Die Leute in dieser Generation haben nur etwa durchschnittlich 66.000 US-Dollar für den Ruhestand gespart. Für die jüngsten X-er, die gerade mal Anfang 40 sind, ist das eine beunruhigende Zahl.

Menschen in diesem Alter scheinen sich allerdings dessen bewusst zu sein, dass sie Probleme haben. Nur 14 % sagen, dass sie „sehr zuversichtlich“ sind, dass sie bequem in den Ruhestand gehen können und fast ein Drittel hat einen Kredit aufgenommen oder schon Geld von ihrem Rentenkonto abgehoben.

Wie viel Arbeit würde es also kosten, bis die Generation X wieder auf Kurs kommt? Wenn du auf der älteren Seite des Spektrums (etwa 54) mit nur 66.000 US-Dollar stehst, musst du deine Ersparnisse drastisch erhöhen. Selbst wenn du 2.000 US-Dollar pro Monat sparst und eine jährliche Rendite von 7 % verdienst, hast du so nur etwa 500.000 US-Dollar bis zum Alter von 65 Jahren gespart. Für diejenigen, die etwa 40 Jahre alt sind und 66.000 US-Dollar gespart haben, wird das Sparen von 800 US-Dollar pro Monat zu etwa einer Million bis zum Alter von 65 Jahren führen.

Baby-Boomer (geboren 1946-1964)

Die ältesten Babyboomer sind in ihren frühen 70ern und damit schon im Ruhestand. Die Jüngsten sind etwa 55 Jahre alt und haben nur noch wenige Jahre zum Sparen. Bei den meisten Boomern sind ihre Ersparnisse allerdings nicht ausreichend für den Ruhestand; der durchschnittliche Kontostand für Baby-Boomer ist nur 152.000 US-Dollar.

Das mag nach viel Geld klingen, aber die Durchschnittsperson ab 65 Jahren, gibt laut dem Bureau of Labor Statistics rund 46.000 US-Dollar pro Jahr aus. Bei diesem Tempo würden 152.000 US-Dollar kaum drei Jahre halten.

Entsprechend der Transamerica-Umfrage vermuten die meisten Boomer, dass ihre gegenwärtigen Ersparnisse nicht reichen – fast 70 % sagen, dass sie erwarten, über das Alter von 65 hinaus arbeiten zu müssen oder dass sie sich vielleicht überhaupt nicht zur Ruhe setzen können. Allerdings gab nur ein Viertel von ihnen an, einen Backup-Plan zu haben, falls sie gezwungen sein sollten, sich früher zur Ruhe zu setzen, als erwartet.

Wie viel hätte der durchschnittliche Babyboomer dann sparen sollen? Es hängt natürlich davon ab, wie viel du jedes Jahr ausgeben möchtest. Du kannst das schätzen, indem du die 25er-Regel verwendest. Sie basiert auf der 4 %-Regel, die besagt, dass du im ersten Jahr der Pensionierung 4 % deiner Ersparnisse abheben wirst und diese Zahl dann jedes folgende Jahr anpasst, um die Inflation zu berücksichtigen. Die 25er-Regel erlaubt es im Wesentlichen, rückwärts zu arbeiten, um deine nötigen Gesamtersparnisse zu berechnen und basiert darauf, wie viel du im ersten Jahr der Pensionierung ausgeben möchtest.

Zum Beispiel könntest du erwarten, 46.000 US-Dollar in deinem ersten Jahr der Pensionierung auszugeben. Multipliziert man das mit 25, erhält man 1,15 Mio. US-Dollar. (4 % von 1,15 Mio. US-Dollar entspricht 46.000 US-Dollar) Denk daran, dass auch hier die Sozialversicherungsleistungen eine Rolle spielen werden. Wenn du erwartest, dass du z. B. 15.000 US-Dollar pro Jahr an Leistungen erhältst, dann musst du nur 31.000 US-Dollar alleine sparen. Multipliziere das mit 25, und du landest bei 775.000 US-Dollar.

Was tun, wenn du nicht auf dem richtigen Weg bist?

Selbst, wenn deine Zahlen mit dem durchschnittlich Wert übereinstimmen, den die Menschen in deiner Generation gespart haben, bedeutet das nicht unbedingt, dass du genug gespart hast. Wenn du nicht hinkommst, ist das Beste, was du tun kannst, ein Ziel für dich selbst zu setzen und einige Änderungen an deinem Lebensstil vorzunehmen.

Finde zuerst heraus, wie viel du brauchst. Spiele mit einem Ruhestandrechner herum, um zu sehen, wie viel du bis zum Ruhestand hättest sparen sollen und wie viel du jeden Monat sparen musst, um dorthin zu gelangen.

Sobald du ein monatliches Sparziel hast, wirf einen Blick auf dein Budget, um zu sehen, wo du Einsparungen vornehmen kannst. Veränderungen müssen nicht drastisch sein – das Sparen von ein paar hundert US-Dollar, indem du öfter zu Hause kochst oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst, um Sprit zu sparen, kann einen großen Unterschied machen. Wenn du wirklich viel aufzuholen hast, musst du möglicherweise doch einige dramatische Änderungen vornehmen. Möglichkeiten wären zum Beispiel, dass du dein Haus verkleinerst oder in eine weniger teure Nachbarschaft ziehst.

Unabhängig davon, wie du dich entscheidest, ist das Beste, was du tun kannst, überhaupt zu erkennen, dass du eine Änderung vornehmen musst und du dann einen Aktionsplan erstellst. Indem du dich bemühst, wieder auf Kurs zu kommen, bist du bereits auf dem besten Weg, dein Ziel zu erreichen.

Vergiss Elektroautos – dieser Markt könnte viel größer werden

Milliardenschwere Forschungsprogramme treiben die Entwicklung von Wasserstoff jetzt voran. Vor unseren Augen entwickelt sich eine gewaltige Industrie. Und es gibt zwei Player, die unserer Analyse nach jetzt bereits davon besonders profitieren könnten!

Lies alle Infos jetzt in der kostenlosen Studie „Wasserstoff: Ein schlafender Riese erwacht!“ von The Motley Fool Deutschland. Einfach klicken, um jetzt herauszufinden, wie du von diesem Megatrend profitieren könntest! Plus: zwei Aktien, die wir für besonders spannend halten — jetzt kostenlose Studie „Wasserstoff: Ein schlafender Riese erwacht!“ anfordern.

Dieser Artikel wurde von Katie Brockman auf Englisch verfasst und am 21.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Jetzt neu: kostenlose Studie Cannabis — Der grüne Rausch

Der aktuelle Boom im Cannabis-Markt bietet die Chance auf sehr hohe Gewinne ... doch wo gerade Goldgräberstimmung herrscht, gibt es natürlich auch Geldvernichter, um die du unbedingt einen großen Bogen machen musst.

Das ist der Grund, warum Motley Fool ein ganzes Team von Analysten über Monate auf das Thema angesetzt hat, denn du als Anleger brauchst jetzt dringend verlässliche Infos.

   

Neue Studie von The Motley Fool Deutschland „Cannabis — Der grüne Rausch“ versorgt dich mit geballtem Wissen zum gerade startenden Boom... es wäre ein Fehler, diese Studie nicht zu kennen. Einfach hier klicken oder auf die Schaltfläche unten. Dieser Report ist nur für kurze Zeit kostenlos erhältlich.

  Gratis Report jetzt anfordern!