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Entspannt sich die Lage zwischen Amazon und Google?

Es gab einen anhaltenden Konflikt zwischen Amazon.com (WKN:906866) und Google, der Tochtergesellschaft von Alphabet (WKN:A14Y6H) (WKN:A14Y6F). Die Feindseligkeit reicht Jahre zurück.

Eric Schmidt, damals Executive Chairman von Google, charakterisierte 2014 die Rivalität zwischen den Technologieriesen: „Viele Leute denken, dass unsere Hauptkonkurrenz Bing oder Yahoo ist. Aber unser größter Suchkonkurrent ist Amazon.“

In den letzten Jahren hat sich die Auseinandersetzung verschärft, wobei jedes Unternehmen kleine Schritte unternommen hat, um den anderen auszubremsen. Im Jahr 2015 hörte Amazon auf, Chromecast auf seiner E-Commerce-Website zu verkaufen – und bald darauf begann es, den Fire TV-Stick zu verkaufen. Weiterhin verkaufte das Unternehmen auch die Thermostatprodukte Google Home und Nest, die direkt mit seinen eigenen Produkten konkurrierten. Seit Jahren können die Nutzer Googles sehr beliebtes YouTube auf keinem der Streaming-Geräte von Amazon sehen. Gleichzeitig können die Amazon-Kunden  Amazon Prime Video nicht auf Produkten von Google sehen. Nach Jahren der Feindseligkeit lassen die Spannungen nach.

Durchbruch beim Streaming

Es scheint, dass die Rivalen zugestimmt haben, die Feindseligkeiten einzustellen – zumindest an einer Front. In einer gemeinsamen Pressemitteilung kündigten Amazon und Google an, dass sie „die offizielle YouTube-App auf Amazon Fire TV-Geräten und Fire TV Edition Smart TVs sowie die Prime Video App für das Streaming auf Chromecast und Chromecast-Geräten zulassen würden. Darüber hinaus wird Prime Video über Android TV-Gerätepartner überall verfügbar sein, und die Apps YouTube TV und YouTube Kids werden noch in diesem Jahr auch auf den Fire TV kommen.“

Das heißt nicht, dass die Unternehmen das Kriegsbeil begraben haben. Kunden werden YouTube immer noch nicht in Amazon’s Echo Show finden, dem Alexa-basierten Gerät mit Videowand. Weder werden sie in der Lage sein, Google-Elektronik wie das Pixel-Telefon oder den Google Home Smart Speaker – der direkt mit Echo konkurriert – auf der E-Commerce-Seite von Amazon zu kaufen.

Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

Da sich der Wettbewerb in der Streaming-Branche verschärft sind die nachlassenden Spannungen auf die Nachfrage zurückzuführen. Netflix ist mit fast 149 Mio. zahlenden Kunden das weltweit führende Unternehmen und hat kürzlich die meisten Quartalsabonnenten in seiner Geschichte akquiriert. Amazon rennt hinterher und belegt den zweiten Platz weltweit. Darüber hinaus haben in den letzten Wochen einige Konkurrenten den beiden den Kampf angesagt.

Apple (WKN:865985) trat offiziell Ende letzten Monats in den Kampf ein, als das Unternehmen seinen Video-Streaming-Service – Apple+ – ankündigte, der später in diesem Jahr erscheinen wird. Obwohl die Ankündigung nur wenige Details über das kommende Angebot enthielt (es gibt noch keinen Preis oder Starttermin), kündigte der iPhone-Produzent eine Reihe von Shows von hochkarätigen Künstlern an wie J.J. Abrams, Oprah Winfrey, Jennifer Aniston, Reese Witherspoon, Steven Spielberg, Steve Carell, M. Night Shyamalan usw.

Anfang dieses Monats gab Disney (WKN:855686) Details zu seinem lang erwarteten Streaming-Service Disney+ bekannt. Der mit Spannung erwartete Service soll am 12. November für 6,99 US-Dollar pro Monat erscheinen und wird Programme aus dem gesamten Film- und Fernsehimperium von Disney zeigen. Marvel, Pixar, Lucasfilm und Disney Studios werden ebenso dazu beitragen wie die kürzlich erworbenen Fox und National Geographic.

Unterm Strich

Da die Verbraucher zunehmend Streaming- und Direktanbieter bevorzugen, wird diese Vereinbarung für Amazon und Google noch wichtiger. Da die Zuschauer YouTube nicht auf Amazon-Geräten oder Prime auf Google-Produkten benutzen konnten, wählten einige andere verfügbare Optionen, die beides ermöglichten, wie Apple TV oder Roku. Kunden zu zwingen zur Konkurrenz zu gehen, ist fast nie eine gute Geschäftsstrategie, zumal Streaming-Video noch in den Kinderschuhen steckt und diese Entscheidungen langfristige Folgen haben könnte.

Vielleicht sehen wir noch weitere Olivenzweige zwischen Amazon und Google.

Kanadas Antwort auf Amazon.com!

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 22.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (A-Aktien), Alphabet (C-Aktien), Amazon, Apple, Netflix und Walt Disney und empfiehlt diese. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt Roku.

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