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Warum die BASF-Aktie zu Beginn der neuen Woche um fast 8 % eingebrochen ist

Neue Woche, neues Glück? Für die Aktie des DAX-Chemieriesen BASF (WKN: BASF11) scheint dieses Credo zumindest zu Beginn der neuen Woche nicht zu gelten. Innerhalb der ersten paar Minuten korrigierte das Papier zu Wochenbeginn von zuvor 72,87 Euro in der Spitze auf lediglich noch 67,19 Euro. Immerhin ein Einbruch von fast 8 %.

Doch was waren die Gründe für diese schlechte Performance? Eine spannende Frage. Versuchen wir, ein paar Foolishe Antworten darauf zu finden.

BASF wurde ex Dividende gehandelt

Ein erster, wesentlicher Grund, weshalb die Aktie zu Beginn der neuen Woche massiv eingeknickt ist, dürfte viele Einkommensinvestoren letztlich sogar eher freuen. An diesem Montag wurde die Aktie von BASF nämlich ex Dividende gehandelt – sprich, alle Dividendenjäger können innerhalb der kommenden Tage mit der üppigen Dividende für das Geschäftsjahr 2018 rechnen.

Wie BASF bereits im Vorfeld verkündete und wie seit der Hauptversammlung zum Ende der vergangenen Woche Sicherheit ist, wird BASF eine Dividende in Höhe von 3,20 Euro an die Anteilseigner ausschütten, was bei einem Kursniveau von 72,87 einer Dividendenrendite in Höhe von 4,39 % entspricht.

Ein großer Anteil dieser regelrechten Korrektur zu Wochenbeginn dürfte daher bereits von diesem Dividendenabschlag kommen. Allerdings bildet dieser Teil bloß rund die Hälfte dessen ab, was die BASF-Aktie nun aus Sicht des Aktienkurses eingebüßt hat.

Trump droht mit Handelskriegs-Chaos

Ein weiterer Grund, weshalb die Aktie der Ludwigshafener zu Beginn der neuen Woche deutlich unter die Räder gekommen ist, dürfte mit den neuen Unsicherheiten zusammenhängen, die der doch eher aggressive US-Präsident Trump zum Wochenende ins Spiel gebracht hat.

So plant die US-Regierung anscheinend eine Verschärfung der aktuellen Strafzölle. Insgesamt soll der reguläre Zollsatz, mit denen Produkte aus dem Reich der Mitte in einer Größenordnung von insgesamt 200 Mrd. US-Dollar in die USA eingeführt werden dürfen, sich künftig auf 25 % belaufen, nach 10 % bislang. Lediglich Tech-Produkte in Höhe von 50 Mrd. US-Dollar wurden bereits im Vorfeld mit diesem hohen Steuersatz belegt.

Auch diese aktuellen Meldungen dürften für einen international agierenden Konzern wie BASF neue Unsicherheiten mit sich gebracht haben, denn immerhin stehen die Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika für rund 46 % der Umsätze des Konzerns, wie ein Blick in das frisch veröffentlichte Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 2018 offenbart.

Zudem verunsichern Meldungen wie die, dass sich künftig die konjunkturelle Gesamtsituation in Anbetracht der möglichen Handelsbarrieren weiterhin abkühlen könnte, was möglicherweise gerade die Chemiebranche als eher konjunktursensiblen Bereich, wozu ja nun einmal auch BASF zählt, aus dem Gleichgewicht bringen könnte.

Auch diese Entwicklung wird daher mit Sicherheit ihren Anteil an der doch zumindest kurzfristig schlechteren Aktienkursperformance haben und möglicherweise könnte es sich für alle Investoren der Chemie-Dividendenperle hier anbieten, die weitere Entwicklung im Auge zu behalten.

Dividende und Trump als Kursdrücker

Wie wir daher unterm Strich sehen können, war zu Beginn der neuen Woche sowohl der Dividendenabschlag als auch US-Präsident Trump für den Knick im Aktienkurs verantwortlich. Allerdings ist zumindest der Dividendentermin ein Event, über das sich alle Einkommensinvestoren nicht sonderlich sorgen müssen.

Was hingegen die aktuelle Handelspolitik anbelangt, bleibt die Situation hier weiterhin angespannt. Möglicherweise sollten Investoren angesichts dieser schwächeren Performance die Entwicklung im Auge behalten.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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