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Diese 2 Faktoren treiben derzeit die Aktie von PowerCell Sweden an

Foto: Van Hool NV

In den nordischen Ländern ist man sich schon länger darüber im Klaren, dass die Brennstoffzelle großes Potenzial besitzt. So fahren in Island fast ausschließlich Wasserstofffahrzeuge. Und auch in Skandinavien entwickeln sich derzeit immer mehr Unternehmen, etwa die bekannte norwegische Nel (WKN: A0B733)-Aktie, rund um den Wasserstoffantrieb.

Vor allem bei Nutzfahrzeugen (Lkws, Busse, Gabelstapler) und Schiffen gilt er dem Batterieantrieb als überlegen, aber auch bei Autos wird sich die Brennstoffzelle bald rechnen (in Kalifornien tut sie es bereits). Eine weiteres Unternehmen aus diesem Bereich, das gerade von sich reden macht, ist die PowerCell Sweden (WKN: A14TK6)-Aktie. Alles Wissenswerte und warum sie gerade abhebt, erfährst du hier.

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Dieses Geschäft betreibt das Unternehmen

PowerCell Sweden entstand im Jahr 2008 durch eine Ausgliederung aus der Volvo Group (WKN: 855689). Seit 2014 befindet sich die Firma an der Stockholmer Börse. Sie entwickelt und produziert Brennstoffzellen-Stacks und Systeme für stationäre und mobile Anwendungen mit einer hohen Energiedichte.

Brennstoffzellen werden mit Wasserstoff betrieben und zur Produktion von Strom und Wärme, ohne jegliche Emissionen, außer Wasser, eingesetzt. Da die Stacks und Systeme kompakt, modular und skalierbar sind, lassen sie sich leicht an alle Kundenbedürfnisse anpassen.

Und dies treibt die Aktie derzeit an.

1) Kooperation mit der Robert Bosch GmbH

Niemand weiß genau, welche Technologie sich zukünftig durchsetzen wird, und so sind viele Automobilzulieferer und -hersteller mit ihren Investitionen sehr vorsichtig. Bosch hat sich gegen die Produktion von Batteriezellen und für die Brennstoffzelle entschieden.

So gab der Automobilzulieferer gestern (29.04.2019) bekannt, dass es mit PowerCell Sweden zukünftig serienmäßig Brennstoffzellen-Stacks herstellen und damit spätestens ab 2022 den Weltmarkt beliefern möchte. Dabei schlossen beide Unternehmen eine Lizenzvereinbarung, über die Bosch die Brennstoffzellen-Stacks produzieren und verkaufen darf, wovon PowerCell entsprechend stark profitieren wird.

Bosch zahlt zunächst 50 Mio. Euro für die Lizenz und zukünftig weitere, vom Absatz abhängige Gebühren. Für PowerCell Sweden ist dies der Durchbruch in der Automobilszene, denn für das kleine Unternehmen wäre der Aufbau einer großen Produktion allein nicht zu stemmen gewesen.

2) Getrieben von der Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu reduzieren

Der Menschheit wird immer bewusster, dass sie, wenn sie noch längere Zeit auf der Erde leben möchte, nicht wie bisher weitermachen kann. PowerCell Sweden profitiert davon, denn der Wasserstoffantrieb verursacht keine Emissionen. Dieser Trend wird über die kommenden Jahre noch stark an Fahrt gewinnen.

Seit 2012 ist PowerCells Umsatz von 0,84 auf 60,51 Mio. SEK kontinuierlich angestiegen. Zwar wurde bisher noch kein Gewinn erzielt, aber mit der nun eingeleiteten Massenproduktion wird sich dies wahrscheinlich schnell ändern. Und PowerCell Sweden ist bei seiner Zielsetzung, das weltweit führende Brennstoffzellenunternehmen zu werden, nicht bescheiden.

Dabei gewinnt das Unternehmen weltweit immer mehr Kunden. Im letzten Jahr stammten sie vor allem aus China (hier herrscht sehr starkes Interesse an der Technik), Deutschland (Siemens (WKN: 723610), Bosch), USA und Norwegen, aus den Bereichen Automobil, Schifffahrt und stationäre Anwendungen.

Lange Zeit schwelte das Interesse an PowerCells Produkten nur, bis es im letzten Jahr massiv, vor allem aus der Industrie, zunahm. Dabei sind die Einsatzgebiete und Vorteile der Brennstoffzelle vielfältig und reichen von der Energiespeicherung (auch von Erneuerbaren), einer schnellen Betankung, einer hohen Robustheit bis hin zur hauseigenen Strom- und Energieproduktion.

Foolishes Fazit

PowerCell besitzt also eine breite Zukunft. Die Aktie ist hingegen mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 80,5 (30.04.2019) nicht mehr günstig bewertet. Allerdings müssen Investoren hier auch das hohe Wachstum berücksichtigen. Zudem könnte es, aufgrund der immer noch bestehenden Verluste, zukünftig auch noch zu Kapitalerhöhungen kommen.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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