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Warum Porsches Bestseller elektrisch wird

Quelle: Porsche AG

Porsches Bestseller wird elektrisch: Der deutsche Sport- und Luxusfahrzeughersteller sagte, dass die nächste Generation seines Macan Crossover-SUVs erst Anfang des nächsten Jahrzehnts als batterie-elektrisches Fahrzeug angeboten wird.

Und nur elektrisch. Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Konzernmutter von Porsche, die Volkswagen AG (WKN:766403), es ernst meint mit ihrem Engagement, bis 2025 ein komplettes Portfolio an Elektrofahrzeugen zu schaffen. Und es ist ein starker Gegenpol zu denen, die immer noch darauf bestehen, zu argumentieren, dass die Zukunft des Autos disruptiven Neueinsteigern wie Tesla gehört.

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Aber aus einer strengen Geschäftsperspektive heraus betrachtet, warum würde Porsche das mit seinem Bestseller tun – und warum würde VW es zulassen?

Warum der Macan ein wichtiges Produkt für Porsche – und VW – ist.

Die Entscheidung von Porsche, den Macan zu einem reinen Elektrofahrzeug zu machen, ist nicht trivial. Der Macan, ein kompakter Crossover-SUV, der sich mit dem beliebten Audi Q5 einige Grundlagen teilt, ist der Bestseller von Porsche. Mit 86.031 weltweit ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2018 trug der Macan im vergangenen Jahr ein Drittel zum weltweiten Gesamtumsatz von Porsche bei.

Tatsächlich ist der Macan seit seiner Einführung im Jahr 2014 ein Hit und macht jedes Jahr einen erheblichen Teil des Umsatzes der Marke aus. Obwohl VW nicht den Gewinn pro Fahrzeug aufschlüsselt, ist Porsche ein sehr profitabler Teil von VW: In den ersten drei Quartalen 2018 entfielen nur 2,3 % der von VW weltweit verkauften Pkw auf Porsches, aber die Marke erwirtschaftete in diesem Zeitraum 29,4 % des gesamten Betriebsergebnisses von VW.

Warum sollte Porsche – und der VW-Konzern – also das Risiko eingehen, den Bestseller von Porsche in ein Elektrofahrzeug zu verwandeln?

Warum Porsche das Risiko eingeht, eine Batterie nur für den Macan zu bauen

Die Antwort hängt mit dem breiten Vorstoß von VW in Richtung Elektrofahrzeuge im Allgemeinen und insbesondere damit zusammen, wohin sich Porsche als eine Marke begibt, die eng mit dem Rennsport und der Höchstleistung verbunden ist. Mit der Verbesserung der Automobiltechnik ist die Leistung von Hochleistungsfahrzeugen gestiegen, und sie steigt von Jahr zu Jahr weiter an. Porsche befindet sich in so etwas wie einem ewigen PS-Rüstungswettlauf mit seinen Konkurrenten und muss Schritt halten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das Problem: Bei Verbrennungsmotoren bedeutet mehr Leistung in der Regel mehr Kraftstoffverbrauch und höhere Emissionen, und die Umweltauflagen in Europa und China werden in den kommenden Jahren verschärft. Porsche muss also seine Fahrzeuge schneller machen, oder das aktuelle Leistungsniveau aufrechtzuerhalten und dabei sauberer werden — und das geht vielleicht nur elektrisch.

Der alte Rennstreckenrivale Ferrari (WKN:A2ACKK) hat bereits gesagt, dass mehrere seiner Kernmodelle in ihren nächsten Iterationen zu Hybridfahrzeugen werden. Für Ferrari, eine Marke, die seit Jahrzehnten eng mit dem Klang ihrer Verbrennungsmotoren identifiziert wird, sind Hybridfahrzeuge sinnvoll: Ein Hybrid-Ferrari kann einen kleineren und effizienteren Verbrennungsmotor verwenden, der den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen verbessert, da seine Elektromotoren einen Teil der Leistung liefern, die erforderlich ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Aber auch Ferrari würde zugeben, dass Hybride nur eine Teillösung sind. Für Porsche, das mehr Flexibilität rund um die Antriebsstränge hat, die seine Stammkunden akzeptieren werden, warum sollte man sich nicht darauf konzentrieren, ein überzeugendes Porsche Erlebnis zu liefern, das rein elektrisch ist?

Porsche wird sich absichern wollen

Natürlich gibt Porsche den Verbrennungsmotor nicht ganz auf – zumindest noch nicht. CEO Oliver Blume sagte, dass 50% aller neuen Porsches bis 2025 über ein elektrisches Antriebssystem verfügen könnten, aber das Unternehmen wird vorsichtig sein, bis die Zukunft klarer wird: „In den nächsten zehn Jahren werden wir uns auf einen Antriebsmix konzentrieren, der aus noch weiter optimierten Benzinmotoren, Plug-in-Hybridmodellen und rein elektrisch betriebenen Sportwagen besteht. Unser Ziel ist es, eine Vorreiterrolle in der Technologie zu übernehmen, und deshalb werden wir das Unternehmen weiterhin konsequent auf die Mobilität der Zukunft ausrichten.“

Der Einstieg von Porsche in reine Elektrofahrzeuge beginnt mit der Ankunft des ersten batterieelektrischen Modells, des Taycan, Ende dieses Jahres.

Auf den Taycan folgt die Serienversion des Mission E Cross Turismo, der bei seiner Ankunft im Jahr 2020 den Namen Taycan Cross Turismo tragen wird. Der batteriebetriebene Macan wird das dritte vollelektrische Fahrzeug von Porsche sein – und es wird ein wichtiger Test dafür sein, wie bereit die gut situierten Kunden von Porsche sind, Elektrofahrzeuge zu nutzen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla. 

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und erschien am 7.3.2019 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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