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Generation Z, aufgepasst! Das passiert mit eurem Geld, wenn ihr nicht investiert

Gehörst du auch zur „Generation Z“? Nein, nicht zur „Generation ZZZ“. Mit der Tendenz zur Narkolepsie hat dieser Begriff (hoffentlich) nichts zu tun. Vielmehr wird unter dieser Bezeichnung jene Gruppe von Menschen zusammengefasst, die zwischen 1997 und 2012 zur Welt gekommen ist.

Sofern du dich zur Generation Z zählen kannst, möchte ich dir zunächst gratulieren. Denn nach der „Studie junge Deutsche 2019“ legt deine Generation durchschnittlich 179 Euro pro Monat zur Seite. Diese Disziplin verdient Respekt!

Doch über einige Details müssen wir uns trotzdem noch einmal unterhalten. Vor allem darüber, dass 76 % der unter 25-Jährigen ihr gespartes Geld auf dem Girokonto hamstern. Als Mitglied der „Generation Y“ möchte ich die Gelegenheit nutzen, um meine Nachfolgegeneration darüber in Kenntnis zu setzen, dass diese Art des Vermögensaufbaus trotz aller Disziplin langfristig mit einer enormen Wertvernichtung einhergehen wird. Das glaubst du nicht? Sieh selbst!

Von 100 auf 0

Von der Inflation hast du sicher schon einmal gehört. Das ist diese magische Kraft, die alles immer teurer macht. Woher die wirklich kommt und wer davon profitiert, ist ein Thema für einen anderen Artikel. Fakt ist aber: In der Eurozone verteuerten sich die Güter und Dienstleistungen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 1,7 %.

Dieser Wert wirkt auf den ersten Blick überschaubar. Weit entfernt von der sagenumwobenen Hyperinflation, die vor genau 100 Jahren in Deutschland wütete. Damals stieg die Teuerungsrate in manchen Monaten auf mörderische 30.000 %. Wahnsinn!

Von derartigen Werten sind wir heute weit entfernt. Dennoch ist die Inflation nicht vollständig ausgerottet. Das scheint auch gar nicht das Ziel zu sein. Denn aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) herrscht Preisstabilität, wenn die Inflationsrate „auf mittlere Sicht unter, aber nahe 2 %“ liegt.

Aber was bedeutet diese kuriose Interpretation des Wortes „Preisstabilität“ für das Geld, dass du auf deinem Girokonto hamsters? Nun, offensichtlich wäre es von Vorteil, wenn der Zinssatz deines Girokontos höher ist als die aktuelle Inflationsrate. Denn dann vermehrt sich dein Geld schneller, als es sich entwertet.

Sehr wahrscheinlich ist das allerdings nicht. Für mein Girokonto ist gar kein Zinssatz mehr auffindbar. Ich interpretiere das als einen höflichen Hinweis auf einen peinlichen, aber leider unumgänglichen Zinssatz von 0 %.

Wenn das auch auf dein Girokonto zutrifft, wirst du kurzfristig keine großen Auswirkungen der Inflation bemerken. Du wirst vielleicht sogar über die ganzen „Trottel mit den Aktiendepots“ lachen, weil dein Geld ja wenigstens sicher ist.

Langfristig sieht das aber etwas anders aus. Bei einer Inflationsrate von 2 % pro Jahr und einem Zinssatz von 0 % wird sich die Kaufkraft deiner Ersparnisse nach 35 Jahren halbiert haben. Im Klartext: minus 50 %! Ist das dieses „sicher“, von dem immer alle reden?

Viele werden jetzt denken: „Daran ist doch nur der Euro schuld! Früher war ja sowieso alles besser.“ Falsch! Den historischen Daten nach zu urteilen entwertete die Inflation deutsche Ersparnisse zwischen 1983 und 2018 um satte 46 %. Mit dem feinen Unterschied, dass die Zinsen hier über die meiste Zeit vermutlich noch das Schlimmste verhindern konnten. Trotzdem: Mit der Inflation musste man sich auch schon in Vor-Euro-Zeiten auseinandersetzen.

Investieren aus Leidenschaft oder damit das Sparen kein Leiden schafft

Ja, ich gebe es zu: Ich investiere in erster Linie aus Leidenschaft. Wahrscheinlich werde ich nicht an Bord der ersten bemannten Mars-Mission sein. Aber vielleicht bin ich dann wenigstens an den Unternehmen beteiligt, die das Equipment für das größte Abenteuer der Menschheit entwickeln, produzieren und nach Cape Canaveral verfrachten.

Aber nicht jeder Investor muss sich zwingend für selbstmörderische Weltraumabenteuer interessieren. Die durchschnittliche Rendite des DAX von etwa 8 % pro Jahr dürfte auch für Sparer interessant sein, die sich nicht kampflos der Inflation ergeben wollen.

Ob einem das Auf und Ab des DAX auf Dauer mehr Kraft abverlangt als eine schleichende Entwertung, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin so oder so dabei. Ob du lieber in deiner „sicheren“ Girokonto-Welt bleiben möchtest, ist deine Entscheidung. Was dann aller Voraussicht nach mit deinen Ersparnissen passiert, weißt du ja jetzt.

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