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Die Ursache für Warren Buffetts hohen Kassenbestand und welche Investments er derzeit in Erwägung zieht

Warren Buffetts Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2)-Aktie hat derzeit ein Luxusproblem: zu viel Bargeld auf dem Konto, wo es keine Rendite bringt. Er beschrieb die Situation einst selbst so: „Früher hatte ich mehr Ideen als Geld und heute habe ich mehr Geld als Anlagemöglichkeiten.“

Nach Angaben des 2018er-Geschäftsberichts hält Berkshire derzeit 112 Mrd. US-Dollar in kurzfristigen Anlagen. Da die Holding selbst schon sehr groß ist (aktuell beträgt die Marktkapitalisierung bereits 477 Mrd. Euro (02.05.2019)), kommen nur noch große Firmen für einen Kauf infrage, was natürlich auf Dauer das Universum stark einschränkt und auch die Rendite drückt.

Deshalb sollte heute auch niemand mehr von Berkshire Hathaway Überrenditen erwarten, obwohl sich die Aktie, trotz der Größe, immer noch sehr gut entwickelt. Allein dies ist schon eine enorme Leistung von Warren Buffett.

Die Ursache für den hohen Kassenbestand

Berkshire Hathaway teilt sich grob in zwei große Bereiche: Investments, die, wenn einmal eingegangen, selten wieder verkauft werden. Sie werfen zwar auch Dividenden ab (2018 die größten Positionen etwa 3 Mrd. US-Dollar), aber es ist nicht so, als hätte Warren Buffett durch Verkäufe den Kassenbestand erhöht.

Dafür ist hauptsächlich der zweite große Bereich (die Versicherungen) verantwortlich. Zwar gibt es auch Jahre mit Naturkatastrophen, in denen Berkshire Gelder auszahlen muss, aber in Summe ist der Überschuss immer weiter gestiegen. Lag er 1970 noch bei 39 Mio. US-Dollar, betrug er 2018 ganze 122.732 Mio. US-Dollar. Dies zeigt einmal mehr, wie einträglich Versicherungen für ihre Betreiber sind.

Und diese Investments zieht Buffett derzeit in Erwägung.

Ölaktien sind aus der Mode geraten

Die meisten Ölaktien sind über die vergangenen Jahre eher gefallen als gestiegen. Wer sich aber, wie Warren Buffett, die Fundamentaldaten ansieht, wird schnell feststellen, dass die weltweite Ölnachfrage nach wie vor steigt. Und dies wird sich auch so schnell nicht ändern, denn schließlich möchte auch der Rest der Welt eines Tages den europäischen und amerikanischen Lebensstandard erreichen.

Ölaktien, wie Occidental Petroleum (WKN: 851921), in die Buffett bei einer Übernahme von Anadarko Petroleum (WKN: 871766) 10 Mrd. US-Dollar investieren würde, sind in der Bewertung zurückgekommen. Und natürlich würde er mit Vorzugsaktien zu 8 % Dividendenrendite und einer Option zum Kauf von weiteren 80 Mio. Stammaktien (dies entspricht etwa 10,7 % des Unternehmens) sehr gute Konditionen erhalten.

Die derzeit größten Positionen

Zu Berkshires aktuell größten Aktienpositionen gehören derzeit Apple (WKN: 865985), Bank of America (WKN: 858388), Wells Fargo (WKN: 857949), Coca Cola (WKN: 850663) und American Express (WKN: 850226). Buffett setzt also weiterhin stark auf Banken, weil sie in seinen Kompetenzkreis fallen und weiterhin nicht zu teuer sind. Von den 15 größten Beteiligungen sind allein sechs Banken.

Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe rücken näher

Buffett sträubt sich von jeher, eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. In der Vergangenheit war dies auch immer gerechtfertigt, denn Berkshire fand immer wieder gute neue Anlagen, die eine hohe Rendite einbrachten. Derzeit ist dies aber nicht der Fall. An eine Ausschüttung denkt der Investor aber dennoch nicht.

Aktienrückkäufe (die sich ähnlich positiv für die Aktionäre auswirken) sind für ihn die bessere Alternative. Im letzten Jahr (2018) kaufte Berkshire bereits Aktien im Wert von 1,3 Mrd. US-Dollar zurück. Im Jahresbericht 2018 hat Buffett die Rückkäufe bereits angedeutet und nun auf 100 Mrd. US-Dollar konkretisiert. Derzeit notiert Berkshire Hathaway bei einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,53 (02.05.2019) und ist somit zumindest nicht zu teuer. Für die Aktionäre würde also einmal mehr ein großer Mehrwert entstehen.

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Christof Welzel besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Berkshire Hathaway (B-Aktien). The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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