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5 wichtige Hinweise aus dem jährlichen Aktionärsbrief von Amazon

Eines der erfolgreichsten Unternehmen der letzten zwei Jahrzehnte war Amazon.com (WKN:906866). Der E-Commerce-Titan hat maßgeblich dazu beigetragen, den Einzelhandel umzugestalten, Cloud Computing einzuführen und den intelligenten Lautsprecher bekannt zu machen.

Das Unternehmen hat am vorletzten Donnerstag den jährlichen Aktionärsbrief von Jeff Bezos veröffentlicht, der wichtige Erkenntnisse über die Strategie von Amazon liefert. Er gibt einen Einblick in die Philosophie des Gründers und CEO Jeff Bezos, den alle Aktionäre lesen sollten. Es folgen fünf wichtige Punkte aus dem Brief:

1.     Drittanbieter sind besser als Amazon selbst

Bezos führte Amazon’s Drittanbieter zum wachsenden Erfolg. In den letzten 20 Jahren haben diese Händler ihren Anteil am Gesamtumsatz gesteigert und sind von nur 3 % im Jahr 1999 auf 58 % im Jahr 2018 gestiegen. Er charakterisierte die Veränderung mit den Worten: „Drittanbieter treten uns in den Hintern. Ziemlich heftig sogar.“

Um das in Relation zu setzen, weist Bezos darauf hin, dass Amazon’s eigener Umsatz dramatisch gestiegen ist, von 1,6 Mrd. US-Dollar im Jahr 1999 auf 117 Mrd. US-Dollar im vergangenen Jahr, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 25 % entspricht. Gleichzeitig haben die unabhängigen Verkäufer gemeinsam ihren Umsatz um 52 % pro Jahr von 0,1 Mrd. US-Dollar auf 160 Mrd. US-Dollar gesteigert. Bezos sagte, dass sei geschehen, weil das Unternehmen unabhängigen Verkäufern „die besten Werkzeuge zur Verfügung stellte, die wir uns vorstellen und bauen konnten“.

2.     Unternehmen müssen mehr scheitern

Wenn ein Unternehmen wächst muss alles skaliert werden einschließlich der Größe der Fehler. Amazon „experimentiert in der richtigen Größenordnung für ein Unternehmen unserer Größe, wenn wir gelegentlich mehrere Milliarden US-Dollar teure Ausfälle haben“, sagte er.

Das Unternehmen arbeitet hart daran, diese Misserfolge zu minimieren, und Bezos stellte fest, dass „nicht alle guten Wetten letztendlich ausbezahlt werden“, aber Amazon muss sich weiterhin mit „großer Risikobereitschaft“ beteiligen. Er benutzte das Fire-Smartphone und den Echo, um zu veranschaulichen, wie diese Misserfolge und Erfolge aussehen könnten.

3.     Kunden wissen nicht, was sie wollen

Henry Ford, der Gründer der Ford Motor Company, wird zugeschrieben, dass er gesagt hat: „Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie schnellere Pferde gesagt.“ Diese Einschätzung wurde vom verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs bestätigt, der sagte: „Die Kunden wissen nicht, was sie wollen, bis wir es ihnen zeigen“. Beide Zitate unterstrichen, dass diese revolutionären Unternehmen nicht an die Marktforschung glaubten.

Bezos vertritt dieselbe These und schreibt einige der größten Erfolge – Amazon Web Services (AWS), Machine Learning und Echo – der Kultur der Neugier und Erforschung zu, anstatt sich auf Marktforschung zu verlassen. „Kein Kunde fragte nach dem Echo“, schrieb Bezos. „Das waren definitiv wir, die danach suchten. Marktforschung hilft nicht.“

4.     Amazon ist immer noch ein kleiner Anbieter im Einzelhandel

Obwohl Amazon der unbestrittene König des E-Commerce in den USA ist, sind seine Umsätze im globalen Einzelhandel immer noch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. „Wir repräsentieren einen niedrigen einstelligen Prozentsatz des (globalen) Einzelhandelsmarktes, und es gibt viel größere Einzelhändler in jedem Land, in dem wir tätig sind“, sagte Bezos. Er wies auch darauf hin, dass 90 % des Einzelhandels immer noch in physischen Geschäften stattfindet.

Diese Realität hat Amazon zweifellos dazu bewegt, physische Geschäfte zu eröffnen und sich zu überlegen, wie man Kunden in physischen Geschäften bedienen kann. Das veranlasste Amazon zu dem Versuch, „das Schlimmste am physischen Einzelhandel loszuwerden: die Kassenschlangen. Niemand wartet gerne in der Schlange“, sagte Bezos. Das führte zur Entwicklung der kassenlosen Amazon Go-Filialen. Es gibt derzeit 10 dieser futuristischen Lebensmittelgeschäfte, und das Unternehmen hat Pläne für bis zu 3.000 Amazon Go-Filialen zu errichten.

5.     Eine Herausforderung für den Wettbewerb

Ende letzten Jahres kündigte Amazon an, dass es seinen Mindestlohn für alle Vollzeit-, Teilzeit-, Zeit- und Saisonarbeiter in den USA auf 15 US-Dollar pro Stunde anheben würde, was mehr als 250.000 Mitarbeitern und über 100.000 Saisonarbeitern zu Gute kam.

Bezos sagte: „Wir sind fest davon überzeugt, dass das unserem Unternehmen zu Gute kommen wird, da wir in unsere Mitarbeiter investieren.“ Obwohl das Unternehmen immer konkurrenzfähige Löhne angeboten hatte, „entschieden wir, dass es an der Zeit ist, Löhne anzubieten, die über die Wettbewerbsfähigkeit hinausgehen…. weil es das Richtige ist“, sagte er.

Bezos hat diese Herausforderung an die Wettbewerber weitergegeben: „Heute fordere ich unsere Top-Konkurrenten im Einzelhandel heraus, um unsere Sozialleistungen und unseren Mindestlohn von 15 US-Dollar zu überbieten. Nur zu! Noch besser, erhöhen Sie auf 16 US-Dollar und werfen Sie uns den Fehdehandschuh zurück.“ Er fuhr fort, andere Amazon-Programme zu zitieren, die den Arbeitern zu Gute kommen, wie z. B. 95 % der Weiterbildungsgebühren für Mitarbeiter und Karriereprogramme zu zahlen, die Dinge wie Lebenslauf schreiben und Computerkenntnisse vermitteln.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 11.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Amazon und Apple und empfiehlt diese. The Motley Fool hat folgende Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

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