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Wie viel Geld braucht man, um glücklich zu sein?

Geld zu haben kann dir mehr Glück bringen, als es auszugeben. Es gibt einen gewissen Seelenfrieden, der dadurch entsteht, dass man Geld auf der Bank hat, so ein Forschungsbericht der American Psychological Association.

„Was die Menschen glücklich macht, ist, einfach zu wissen, dass das Geld auf der Bank ist, nicht unbedingt, es auszugeben“, schrieben die Autoren der Studie. „Sobald es ausgegeben wird, spiegelt es sich nicht mehr in ihrem Bankguthaben wider – und trägt nicht mehr zum Glück bei.“

Das heißt natürlich nicht, dass die Menschen keine Freude daran haben, Dinge zu kaufen, Erfahrungen zu kaufen, zu reisen oder ihr Geld auf andere Weise auszugeben. MaxMyInterest-CEO Gary Zimmerman beantwortete per E-Mail die Frage von The Motley Fool zum Thema, wie viel Geld es braucht, um Menschen glücklich zu machen.

Wie viel Geld brauchst du, um glücklich zu sein?

„Es ist keine bestimmte Zahl, aber Studien zeigen, dass die Menschen glücklicher sind, wenn ihre Bankguthaben steigen“, schrieb Zimmerman. „Das ist ein Maß dafür, wie viel Geld du besitzt, nicht deiner Einnahmen oder deines Vermögens, also zeigt es, dass die Menschen Liquidität und persönliche Flexibilität sehr schätzen.“

Beim Glücklichsein geht es mehr darum, wofür das Geld verwendet werden könnte, als darum, wie du es tatsächlich verwendest. Wenn du zum Beispiel einen Großbildfernseher kaufst, kann dir das Freude bereiten, aber es gibt dir keine Freiheit.

„Stell dir vor, du steckst in einem Job fest, den du nicht magst, und lebst dennoch von der Hand in den Mund. Du hast keine Flexibilität, keine Hoffnung, damit aufhören zu können, um etwas anderes zu tun“, schrieb Zimmerman. „Stell dir vor, du arbeitest in demselben Job, mit einem Jahresgehalt, das in bar bezahlt wird und das dir einen guten Kontostand beschert. Du schmeißt den Job vielleicht nicht hin, aber du könntest. Es ist dieses Gefühl der Flexibilität, dass man nicht gefangen ist, das so enorm wertvoll ist. Bargeld auf der hohen Kante zu haben verschafft dir diese Flexibilität.“

Natürlich gibt es ein Gleichgewicht zwischen dem Vorhandensein von Geld und dem Ausgeben von Geld. Zimmerman empfiehlt, Geld für Dinge auszugeben, die sinnvoll sind.

„Die Forschung in der Verhaltenspsychologie sagt uns, dass Menschen glücklicher sind, wenn sie Geld für Erlebnisse und nicht für Objekte ausgeben, besonders wenn die Erfahrung einen näher an Menschen heranbringt, die einem wichtig sind, und einzigartige Erinnerungen schafft“, schrieb er.

Er schlägt als intelligente Optionen Urlaube, Konzerte oder Abendessen in einem angesagten Restaurant vor, mit Leuten, die du gern hast. „Wenn du Dinge kaufst, ohne die du ebenfalls gut leben könntest – ein weiteres Paar Schuhe, die du nicht wirklich brauchst, oder wirklich alles, was du in einem Einkaufszentrum bekommen kannst –, solltest du vielleicht darauf verzichten, wenn du denkst, dass sie zu teuer sind“, fügte Zimmerman hinzu.

Untersuchungen zeigen auch, dass Geld gut angelegt ist, wenn du es so ausgibst, dass unangenehme Aufgaben vermieden werden. Wenn du zum Beispiel jemanden bezahlst, der dein Haus putzt und deine Kinder in den Park mitnimmt, kann das eine „Investition“ sein, die dich glücklich macht.

„Betrachte auch den Zeitwert des Geldes. 100 US-Dollar, die heute ausgegeben werden, könnten 180 US-Dollar sein, die du in 20 Jahren weniger ausgeben kannst“, fügte Zimmerman hinzu. „Das gleiche Prinzip bedeutet auch, dass, wenn du in deinen 20er- oder 30er-Jahren bist, das Wichtigste, was du tun kannst, ist, Geld in einen Altersvorsorgeplan oder einen Sparplan für die Bildung deiner Kinder einzuzahlen. Wenn man heute den Konsum verschiebt, bekommt man morgen viel mehr Konsum.“

Berücksichtige deine Bedürfnisse

Bevor du Geld für irgendetwas ausgibst, das nicht essenziell ist, überlege, welches Gefühl es dir geben wird, dieses Geld nicht mehr zu haben. Wirst du das, was du kaufst, mehr genießen als das Gefühl der Zufriedenheit, wenn du mehr Geld auf der Bank hast? Wenn die Antwort nicht klar ist, dann kann es sinnvoll sein, den Kauf zu verzögern.

Mach einen Schritt zurück und betrachte wirklich das Leben mit oder ohne die Sache, die zu kaufen du vorhast. Kauf sie nur dann, wenn du dir klar darüber bist und fest daran glaubst, dass es sich lohnt, das Geld auszugeben, sowohl in technischer als auch in emotionaler Hinsicht.

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Dieser Artikel wurde von Daniel B. Kline auf Englisch verfasst und am 15.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.