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Alibaba-Aktie mit vermeintlichen Fälschungsproblemen: Darum könnte das (langfristig) wichtig werden

Für alle Investoren des chinesischen E-Commerce-Akteurs Alibaba (WKN: A117ME) scheint es gegenwärtig einfach zu laufen. Nicht nur, dass die Aktie seit Jahresbeginn bereits von knapp über 120 Euro auf inzwischen über 170 Euro ansteigen konnte. Nein, das Wachstum hält weiter an und könnte auch in den kommenden Jahren gewissermaßen noch in den Turbomodus einsteigen.

Nichtsdestoweniger scheinen jedoch einige qualitative Probleme nach wie vor abseits des heimischen Marktes für ein wenig Ungemach zu sorgen. Schauen wir daher im Folgenden einmal, weshalb die US-Amerikaner die Chinesen nun gewissermaßen auf eine „rote“ Liste gesetzt haben und wieso ein solches Thema langfristig durchaus wichtig für die weitere Wachstumsstory von Alibaba werden könnte.

Das ist passiert

Wie mehrere Medien gegenwärtig berichten, ist einer von Alibabas maßgeblichen Handelsplätzen wieder auf einer warnenden Liste des US-Handelsbeauftragten aufgetaucht. Taobao übrigens, um genau zu sein, ein Onlinemarktplatz mit gegenwärtig über 500 Millionen Kunden.

Der Grund, weshalb die US-Regierung auch weiterhin vor dem Handelsportal warnt, hänge demnach mit Produktfälschungen zusammen. Noch immer würden demnach Händler dieser Plattform gefälschte Waren versenden, weshalb sich die Handelsplattform bereits das dritte Jahr in Folge auf der besagten Liste wiederfindet. Durchaus eine ärgerliche Angelegenheit.

Alibaba wies die Kritik zumindest teilweise zurück. Demnach würden Alibabas Ergebnisse und Praktiken von führenden Branchenverbänden, Marken und KMUs in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt branchenführend anerkannt werden – kein einziger Branchenverband fordere hingegen eine Aufnahme in eine solche Liste der US-Regierung.

Für’s Erste bleibt es jedoch dabei, dass die Alibaba-Tochter auf der US-Liste auftaucht, was natürlich ein kleines Geschmäckle haben könnte.

Alibaba arbeitet an dem Problem – und sollte es auch

Auch wenn wir natürlich nicht mit Sicherheit ausschließen können, dass ein solcher Schritt gewissermaßen eine Retourkutsche für die zugegebenermaßen noch immer leicht angespannten handelspolitischen Beziehungen zwischen den USA und China ist, sollte Alibaba konsequent an dieser Problematik arbeiten.

Wie der Internetriese nämlich selbst zugibt, seien inzwischen auf eigene Initiative 1.282 Fabriken geschlossen sowie 1.752 Verdächtige verhaftet worden. Zahlen, die unterstreichen, dass Alibaba einerseits aktiv ist, es sich hierbei jedoch durchaus um ein Problem handelt, das der chinesische E-Commerce-Akteur andererseits noch nicht im Griff hat.

Für die weiteren Expansionspläne könnte ein solches Thema zudem Gift sein. Zumindest, wenn Alibaba sich auch in anderen Regionen als dem asiatischen Raum breitmachen möchte, wo die bisherige etablierte Konkurrenz gewisse Qualitätskriterien durchgesetzt hat, an denen sich Alibaba auch künftig wird messen müssen.

Nicht schädlich, aber auch nicht schön

Für den Moment scheinen solche Meldungen daher noch nicht sonderlich schädlich zu sein. Denn solange sich die bisherige Wachstumsgeschichte von Alibaba auch weiterhin hauptsächlich im asiatischen Raum abspielt, dürfte die Meinung des US-Handelsbeauftragten wenig Gewicht bei der weiteren Wachstumsgeschichte haben. Daher sollte man als Investor hier nun nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

Beobachtungswürdig scheinen die Zahlen und Meldungen allerdings dennoch zu sein. Denn sie könnten auf dem Weg hin zu einem internationalen E-Commerce-Akteur durchaus von entscheidender Bedeutung sein. Alibaba sollte dieses Problem daher über kurz oder lang besser in den Griff bekommen.

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Vincent besitzt Aktien von Alibaba. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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