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Dividendenaristokrat Fresenius mit starkem Jahresauftakt – Wachstumssorgen passé?

Im Rahmen der aktuellen Berichtssaison hat nun auch der Gesundheitskonzern Fresenius (WKN: 578560) seine Zahlen für das erste Quartal des neuen Börsenjahres 2019 präsentiert. Da Fresenius innerhalb des vergangenen Geschäftsjahres 2018 so einige Male seine Prognosen senken musste, dürften die Bad Homburger nun mit Sicherheit ein wenig unter Druck stehen.

Schauen wir daher im Folgenden mal, was Fresenius nun liefern konnte und ob das unterm Strich ausreichend ist, um die aktuellen Wachstumssorgen wieder ein wenig in den Hintergrund zu rücken.

Zahlen, Daten, Fakten

Um eines an dieser Stelle gleich vorwegzunehmen: Fresenius scheint doch recht erfolgreich in die ersten drei Monate des neuen Börsenjahres 2019 gestartet zu sein, was viele Investoren durchaus ein wenig beschwichtigen dürfte.

So stiegen die Umsätze im Jahresvergleich um 8 % auf 8,5 Mrd. Euro. Selbst bereinigt um Währungseffekte hat dieses Plus immer noch bei ca. 5 % gelegen, was zumindest wieder ein moderates Wachstum sein dürfte.

Das operative Ergebnis stieg hingegen um 2 % auf 1,1 Mrd. Euro, das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis kletterte von 451 auf 465 Mio. Euro. Immerhin ein Plus von rund 3,1 % im Jahresvergleich.

Mit diesen Zahlen konnte Fresenius nun doch wieder unterstreichen, dass es weiterhin zu moderatem Wachstum fähig ist. Entsprechend wurden auch die aktuellen Prognosen für das Geschäftsjahr 2019 bestätigt.

Doch, Moment mal. Wie sahen diese eigentlich aus, nachdem der Gesundheitskonzern innerhalb des vergangenen Jahres doch ein wenig auf die operative Bremse getreten ist?

Ein kurzer Blick in den Rückspiegel

Sofern wir noch einmal zurückblicken auf das, was Fresenius zum Ende des vergangenen Jahres prognostiziert hat, wird uns schnell klar, dass der Gesundheitskonzern wieder auf Kurs zu sein scheint. Für dieses Jahr rechnet er nämlich mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich – was diese Zahlen wohl eindeutig widerspiegeln dürften.

Die Zeiten der Stagnation könnten also vorbei sein, zumindest, sofern die ersten drei Monate des Jahres 2019 einen kleiner Vorgeschmack darauf geben, was Fresenius auch in den kommenden neun Monaten zu erwarten hat.

Langfristig soll sich dieses Wachstum übrigens durchaus wieder beschleunigen. Denn nachdem 2019 voraussichtlich ein weiteres Jahr mit einem Wachstumsdurchhänger wird, könnte bereits im Jahr 2020 allein das organische Wachstum wieder vermehrt an Fahrt aufnehmen.

Vor allem das Ergebniswachstum sollte sich wieder beschleunigen – und möglicherweise deutlich über der Umsatzwachstumsrate im mittleren einstelligen Prozentbereich liegen. So weit zumindest die Prognosen.

Zudem schweben mögliche interessante Zukäufe noch immer über dem Gesundheitskonzern. Auch diese könnten mittel- bis langfristig für etwas weiteres Wachstum sorgen, das möglicherweise noch über die prognostizierte Spanne hinausgehen könnte – auch wenn für 2019 keine größeren Übernahmen geplant zu sein scheinen.

Fresenius berappelt sich wieder

Wie wir daher unterm Strich sehen können, scheint sich Fresenius derzeit operativ wieder etwas zu berappeln. Beziehungsweise ist nun zumindest für’s Erste wieder auf einem guten Wege, in die alte Spur und zu alter Stärke zu finden.

Allerdings könnte zumindest in diesem Jahr das Tempo eher moderat bleiben, während für 2020 ein spürbareres Anziehen des Zahlenwerkes im Bereich des Möglichen liegt. Möglicherweise sollten alle Investoren daher nicht zu optimistisch in die kommenden neun Monate blicken, die vermutlich eher auf diesem konstanten und moderat wachsenden Niveau verharren dürften.

Da sich der Foolishe Blick allerdings für gewöhnlich deutlich weiter orientiert, könnte Fresenius dennoch einen interessierten Blick wert sein. Zumal die Aktie bei einem derzeitigen Kursniveau von 50,53 Euro noch immer bedeutend tiefer steht als noch vor rund anderthalb Jahre, wo das Papier immer mal wieder an der runden Marke von 80 Euro gekratzt hat.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.