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3 Gründe, warum die Investoren ein wachsames Auge auf den Mitfahrmarkt haben sollten

Foto: Getty Images

Lyft (WKN:A2PE38), die Nummer 2 der Mitfahrunternehmen in den USA, ist gerade Anfang dieses Monats an die Börse gegangen. Der Börsengang kann dazu führen, dass sich einige Investoren fragen, wie groß der Markt für Fahrgemeinschaften eigentlich ist, ob er es wert ist, ernst genommen zu werden, und wie sie davon profitieren können.

Wenn du am Fahrgemeinschaftsmarkt interessiert bist, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst, sind hier ein paar Gründe, warum du auf das achten solltest, was in diesem Bereich passiert, und warum du ein wachsames Auge darauf haben solltest, was Lyft, Uber und General Motors (WKN:A1C9CM) tun.

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1. Mitfahrgelegenheiten könnten bis 2030 einen Markt von 285 Mrd. US-Dollar ausmachen

Es gibt viele Schätzungen, die versuchen zu ermitteln, wie groß der Markt für Fahrgemeinschaften sein wird, aber eine Sache, die sie alle gemeinsam haben, ist, dass er riesig sein wird. Morgan Stanley sagte in einem Forschungsbericht von 2017, dass der globale Mitfahrmarkt bis 2030 einen Wert von 285 Mrd. US-Dollar haben wird.

Eine neuere Schätzung von Markets and Markets besagt, dass die Mitfahrgelegenheiten auf der ganzen Welt bis 2025 einen Wert von 218 Mrd. US-Dollar haben werden. Unabhängig davon, welche Schätzung sich als genauer erweist, ist klar, dass Mitfahrgelegenheiten eine massive globale Branche sind.

Deshalb hat Uber in fast 65 Länder expandiert und kürzlich 3,1 Mrd. US-Dollar für den Kauf seines Mitfahrrivalen Careem im Nahen Osten ausgegeben. Ubers Entscheidung, sich einen größeren internationalen Akteur zu schnappen, anstatt ihn im Heimatland bekämpfen zu müssen, lässt sich damit erklären, dass der globale Mitfahrmarkt viel wettbewerbsfähiger geworden ist. So konnte Uber beispielsweise nicht mit seinem chinesischen Konkurrenten DiDi Chuxing mithalten und verkaufte ihm sein China-Geschäft vor einigen Jahren.

2. Die Ansichten der Amerikaner über den Autobesitz ändern sich

Amerikaner, insbesondere jüngere, sind weitaus offener für den Gedanken, für Transport nur dann zu bezahlen, wenn sie ihn brauchen, anstatt selbst ein Auto zu besitzen. Diese sich ändernden Vorstellungen von Pkw-Besitz werden in den kommenden Jahren zu einem geringeren Automobilabsatz führen. IHS-Markit-Daten zeigen, dass die Automobilindustrie zwischen 2017 und 2040 einen Rückgang der Automobilverkäufe um 33 % verzeichnen könnte.

Da fast 80 % der US-Bevölkerung heute in städtischen Gebieten leben, ist der Aufwand, ein Auto in der Stadt zu besitzen und zu fahren, Parkplätze zu finden usw., für viele Amerikaner zu groß. Hinzu kommt, dass die Autos 96 % der Zeit stillstehen und viele Amerikaner die Begeisterung für das Automobil verlieren.

GM hat diese Vorzeichen richtig gedeutet, weshalb das Unternehmen derzeit einen Peer-to-Peer-Fahrgemeinschaftsdienst anbietet, der es GM-Besitzern ermöglicht, ihre Autos an andere zu vermieten. Das Unternehmen plant auch die Einführung eines autonomen Mitfahrdienstes in diesem Jahr. Obwohl beide Programme noch für eine Weile in der Verfügbarkeit begrenzt sein werden, zeigen die Wetten von GM auf selbstfahrende Fahrgemeinschaftsdienste und Peer-to-Peer-Fahrzeugsharing, dass selbst Automobilunternehmen nach neuen Innovationen suchen, um relevant zu bleiben.

3. Die Nutzung von Fahrgemeinschaften nimmt schnell zu

Morgan Stanley schätzt, dass es 2017 weltweit rund 15 Mio. Fahrten pro Tag gab und dass diese Zahl bis 2030 97 Mio. erreichen wird. Lyft meldet, dass sein Service im vierten Quartal 2018 bereits 178,4 Mio. Fahrten absolviert hat, gegenüber 116,3 Mio. im gleichen Zeitraum 2017. Uber sagt, dass das Unternehmen täglich 15 Mio. Fahrten weltweit abwickelt. Zum Vergleich: Noch vor vier Jahren machte das Unternehmen nur 1 Mio. Fahrten pro Tag.

Darüber hinaus ergab eine von Assurant durchgeführte Studie, dass 44 % der Befragten regelmäßig Mitfahrgelegenheiten nutzen. Das alles bedeutet, dass die Menschen diesen Fahrgemeinschaften offen gegenüberstehen und sie schnell zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens geworden sind.

Ein paar Gedanken für die Investoren

Lyft ist das einzige reine Mitfahrunternehmen, das Investoren derzeit zur Verfügung steht. Die Aktien werden etwas niedriger gehandelt als der anfängliche Börsenkurs und Lyft steht in einem harten Wettbewerb mit Uber, das voraussichtlich irgendwann im nächsten Monat an die Börse gehen wird.

Unterdessen wird GM wahrscheinlich irgendwann in diesem Jahr seinen Fuß in den Fahrgemeinschaftsmarkt setzen, aber die Investoren sollten noch keine nennenswerten Einnahmen aus dem Service erwarten.

Kurz gesagt, während der Fahrgemeinschaftsmarkt an Fahrt gewinnt, haben die Anleger begrenzte Möglichkeiten, in diesen Bereich zu investieren. Uber und Lyft sind wahrscheinlich die beiden besten Gelegenheiten hierfür, aber selbst Uber – mit seiner Dominanz in den USA und vielen anderen Ländern – hatte 2018 einen bereinigten EBITDA-Verlust von 1,85 Mrd. US-Dollar.

All das bedeutet, dass die Mitfahrbranche zwar schnell wächst, die Investoren aber eine langfristige Perspektive im Blick haben müssen.

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Dieser Artikel wurde von Chris Neiger auf Englisch verfasst und am 14.04.2019 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool hat keine Position in einer der erwähnten Aktien.

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