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Commerzbank und Deutsche Bank: Jetzt fliegen die Fetzen!

Foto: Getty Images

Tun sie’s? Oder tun sie’s nicht? Bis vor wenigen Handelstagen schien das noch die entscheidene Frage zu sein. Doch wie wir inzwischen wissen, werden die Commerzbank (WKN: CBK100) und die Deutsche Bank (WKN: 514000) künftig doch keine gemeinsame Sache machen, sondern weiterhin getrennte Wege gehen. Was möglicherweise auch die bessere Alternative ist.

Wie nun jedoch bekannt wurde, scheinen die beiden kriselnden deutschen Geldhäuser ein wenig aneinandergeraten zu sein. Der Grund: Uneinigkeiten, wer die Gespräche denn nun angefangen, beendet oder geführt hat.

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Lass uns daher im Folgenden mal einen Blick auf diese interessante Wendung werfen und ein wenig überlegen, ob es nicht möglicherweise wichtigere Aspekte gibt, um die sich die Verantwortlichen nun kümmern sollten.

So ist der Verfahrensstand

Eigentlich schien im Nachgang der Verhandlungen alles auf Friede, Freude, Eierkuchen hinzuweisen. Gemeinsam verkündete man, dass man zwar doch nicht fusionieren werde, da einige Aspekte nicht ganz so vorteilhaft zu sein schienen. Doch dann wurde es plötzlich ein wenig wilder im Kontext der abgebrochenen Gespräche.

Wie ein hochrangiger Deutsche-Bank-Manager nämlich inzwischen bekannt gab, sei die Initiative zum Abbruch der Gespräche von seinem Geldhaus ausgegangen. Ein Aspekt, den die Commerzbank nicht lange auf sich sitzen ließ. Prompt verkündete man nämlich, dass man die Gespräche zusammen begonnen und zusammen beendet habe, was die Sichtweise der Deutschen Bank natürlich widerlegt oder aus der Sicht der Commerzbank zumindest ein wenig revidiert.

Die Deutsche Bank wollte hingegen keinen weiteren Kommentar mehr abgeben. Und somit war diese kleine Meinungsverschiedenheit ein gefundenes Fressen für alle Medienvertreter (und offensichtlich auch mich), die sich nun daran aufgehalten haben.

Beide Geldhäuser haben allerdings auch noch andere Baustellen

Was man an dieser Stelle jedoch nicht vergessen sollte, ist, dass die beiden deutschen Geldhäuser definitiv noch andere Probleme haben. Allein der Blick auf die Aktienkurse der beiden Unternehmen dürfte dies sehr eindrucksvoll unterstreichen, daher sollten die Verantwortlichen der beiden Banken diese kleinen Zimperlein besser sein lassen und sich auf das konzentrieren, was künftig wichtig ist.

Die Commerzbank ist beispielsweise noch immer mit ihrer Strategie 2020 beschäftigt, die vorsieht, bis zum Geschäftsjahr 2020 unter anderem zwei Millionen Nettoneukunden in den eigenen Reihen begrüßen zu dürfen. Wie die Commerzbank im Rahmen der Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 bekannt gegeben hat, kamen bis zum Ende des Jahres insgesamt bereits eine Million neuer Kunden hinzu, was definitiv nicht verkehrt ist. Um dieses ambitionierte Ziel jedoch bis 2020 zu erreichen, wird das Geldhaus noch eine ganze Schippe drauflegen müssen, denn jeder neue Kunde dürfte mittlerweile ein wenig mehr Aufwand bedeuten.

Und auch bei der Deutschen Bank existieren durchaus noch so einige Baustellen. So rutschte die Bank beispielsweise zum Ende des vergangenen Jahres erneut in die Schlagzeilen, weil im Rahmen der sogenannten Cum-Ex-Deals das Geldhaus erneut 4 Mio. Euro an die Staatsanwaltschaft überweisen musste. Vier Millionen sind zwar für einen DAX-Konzern nicht die Welt, nichtsdestoweniger zeigt auch dieses Beispiel, dass das Geldhaus durchaus andere Dinge auf seiner Agenda haben sollte als lediglich zu klären, wer nun die Gespräche über eine mögliche Fusion beendet hat.

Augen auf das Wesentliche!

Sowohl für die beiden Geldhäuser als auch für die Investoren, die den beiden Banken nach wie vor die Stange halten, könnte es sich daher anbieten, die Augen auf das Wesentliche zu richten. Die Fusion scheint abgehakt, da dürfte es sich nun anbieten, nach vorne zu blicken. Beide Banken haben nämlich noch immer mit ihren individuellen Problemen zu kämpfen, wobei der jeweilige Aktienkurs nach wie vor nur ein Indikator dafür sein dürfte, was hier künftig noch zu leisten ist.

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