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Fast 50 % Dividendenrendite!: Klingt fantastisch? Ist es auch!

Ich weiß, die Überschrift klingt etwas reißerisch. Aber sie soll dich auch nur auf einen Denkfehler aufmerksam machen, dem viele und vor allem unerfahrene Anleger immer wieder unterliegen. Sie können einfach die gesamte Datenflut, die tagtäglich auf sie einprasselt, nicht mehr richtig deuten und sehen im wahrsten Sinne des Wortes „den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“. Aktie A hat eine Dividendenrendite von 2,8 %, da musst du mit dabei sein. Aktie B hat die Dividende schon 30 Jahre in Folge gesteigert. Greife zu und profitiere. So in etwa geht es Tag für Tag zu und irgendwann verliert man doch irgendwie den Überblick. Aber du zum Glück nicht mehr, denn du liest ja jetzt diesen Artikel. Und der hat eigentlich etwas mit Altersvorsorge zu tun.

Du musst weiter denken

Worum geht es also im Speziellen? Um hohe Dividendenrenditen, um Altersvorsorge und auch um finanzielle Freiheit. Du kannst die folgenden Informationen auf jeden Fall gut nutzen, um dir ein hohes regelmäßiges Zusatzeinkommen aus Dividenden zu schaffen. Was ist es also, das viele Anleger bei der Geldanlage für das Alter oder für ein späteres zusätzliches Einkommen übersehen?

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Wenn ich über zusätzliches Einkommen oder über Geldanlage zur Altersvorsorge in Blogs oder auch Finanzportalen recherchiere, sträuben sich mir regelmäßig die Haare. Denn was dort im Allgemeinen verkündet wird, entmutigt die meisten Anleger wahrscheinlich schon beim Lesen. Ich gebe dir mal ein Beispiel: Du hast ausgerechnet, dass du zusätzlich zu deiner Rente jeden Monat Einnahmen von circa 2.000 Euro benötigst, um weiter so leben zu können wie bisher.

Suchst du jetzt Informationen, wie man an die Sache herangeht, stößt du beispielsweise immer wieder auf Ratschläge, wie dies denn funktionieren könnte. So ein Ratschlag könnte in etwa wie folgt aussehen: Wenn du von einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 3 % ausgehst, benötigst du um die  800.000 Euro Kapital. Denn 3 % von 800.000 Euro sind ja bekanntlich 24.000 Euro. Geteilt durch zwölf ergibt es genau die 2.000 Euro pro Monat, die du benötigst. Dann folgen Hinweise und Tipps, wie du diesen Kapitalstock über ETF- oder Aktiensparpläne ansparen kannst. Und die meisten, die so etwas lesen, fangen mit dem Investieren wahrscheinlich gar nicht erst an. Warum? Weil sie wissen oder davon ausgehen, dass sie mit ihrem Gehalt niemals diese hohe Summe erreichen können.

Aber man wird schlauer, wenn man einmal über den Tellerrand hinausschaut. Wo liegt nämlich der Denkfehler bei dieser Angelegenheit? Richtig, die 800.000 Euro benötigt man nur, wenn man die 2.000 Euro Zusatzeinkommen jetzt sofort haben will. Man braucht das zusätzliche Einkommen aber wahrscheinlich erst in 20, 30 oder auch 40 Jahren. Und bis dahin hat man noch so viel Zeit, dass man, um das zu erreichen, wirklich keine 800.000 Euro benötigt.

Reden wir Klartext

Wie komme ich also zu dieser Behauptung, dass man gar nicht so viel Kapital benötigt? Es geht in dem Artikel ja um Dividendenrendite. Und da dürfen natürlich Dividendenaristokraten als Beispiele für intelligentes Investieren nicht fehlen. Man findet solche Firmen, die ihre Dividenden schon über viele Jahre anheben, vor allem in den USA. Zum Beispiel erhöhen Johnson&Johnson (WKN:853260) oder 3M (WKN:851745) ihre Dividenden schon seit Jahrzehnten. Bei Johnson&Johnson sind es 56 Jahre und bei 3M sogar schon 61 Jahre mit regelmäßigen Anhebungen. Folgendes Beispiel soll veranschaulichen, wie regelmäßige Dividendenanhebungen helfen können, ein Zusatzeinkommen zu generieren.

Angenommen, man investiert 10.000 Euro in eine Aktie mit aktuell 3 % Dividendenrendite. Man erhält dann folgerichtig im ersten Jahr eine Dividende von 300 Euro. Wenn dieses Unternehmen, so wie viele es tun, seine Dividende nun Jahr für Jahr um im Schnitt 10 % steigert, wird sich die Dividende nach circa sieben Jahren verdoppelt haben. Nach einer Haltedauer der Aktie von sieben Jahren bekommt man also schon 600 Euro Dividende. Da man aber nur 10.000 Euro investiert hat, entspricht dies jetzt einer persönlichen Dividendenrendite von 6 %.

Was passiert also, wenn man jetzt weiter an der Aktie festhält? Richtig, die persönliche Dividendenrendite steigt in ungeahnte Höhen. Wenn man es schafft, die Aktie für insgesamt 29 Jahre zu halten und sie regelmäßig die Ausschüttung im Schnitt um 10 % pro Jahr erhöht, kommt man nach dieser Zeit auf eine Dividendenrendite von sage und schreibe 48 % auf sein eingesetztes Kapital. Ich überlasse es jedem selbst, auszurechnen, wie viel Kapital er also wirklich benötigt, um im Rentenalter auf Dividendenzahlungen von 2.000 Euro pro Monat zu kommen. Steuern und Kaufnebenkosten habe ich hierbei der Einfachheit halber nicht mit einbezogen.

Fazit

Auf Dividendenaktien zu setzen und diese lange zu behalten, kann sich also sehr positiv auf das spätere Einkommen auswirken. Am besten lässt man sich auf dem Weg dorthin nicht vom Tagesgeschehen oder von negativen Schlagzeilen beeinflussen. Man sollte einfach an seinen einmal getroffenen Investmententscheidungen festhalten, sich zurücklehnen und den positiven Einfluss genießen, den regelmäßige Dividendenzahlungen und Erhöhungen auf das Wohlbefinden haben.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt 3M.

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