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3 Gründe, warum 1 Top-Analyst mit Tilray nichts anfangen kann

Foto: Getty Images.

Tilray (WKN:A2JQSC) zählte 2018 mit Abstand zu den besten kanadischen Marihuana-Aktien. In diesem Jahr sah es bislang jedoch anders aus. Und ein Analyst glaubt, dass Tilray 2019 wahrscheinlich der Konkurrenten hinterher hinken wird.

Die Investmentfirma Jefferies hat Anfang März die Berichte zu Tilray mit einem „Underperform“-Rating gestartet. Analyst Owen Bennett glaubt nicht, dass Tilray sich gegen die Konkurrenten Canopy Growth (WKN:A140QA) und Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) behaupten kann. Er nannte dazu auch drei konkrete Gründe.

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1. Uninspirierende Ideen für den legalen Markt

Bennett schrieb, dass er nicht glaubt, dass Tilrays Ansatz für den legalen kanadischen Markt „ebenso gut durchdacht“ ist wie der von Aurora und Canopy. Wieso? Was macht Tilray auf diesem Markt überhaupt?

Das Unternehmen hat Lieferverträge mit sieben der zehn kanadischen Provinzen sowie mit zwei Territorien abgeschlossen. Tilray ist auch in Verhandlungen mit zwei anderen Provinzen. Das ist ähnlich dem, was Aurora und Canopy erreicht haben. Das Unternehmen hat zudem 10 Marken, die für den legalen Markt in Kanada bestimmt sind.

Tilray denkt, dass man dank der Vereinbarung mit der Cannabis-Website Leafly genug Einblick in die Marken und Produkte bekommen, die in Kanada bevorzugt gekauft hat. Das hat Bennett aber nicht beeindrucken können.

Vor allem glaubt Bennett nicht, dass Tilray für den Cannabis-Derivatemarkt gut positioniert ist. Tilray landete im Dezember einen Deal mit Anheuser-Busch InBev, um den Bereich mit THC und CBD versetzte Getränke zu erforschen. Allerdings waren die Investoren bei der Bekanntgabe der Partnerschaft nicht begeistert, weil der Deal in einem engen Rahmen stattfand hatte und keine finanzielle Investition des riesigen Bierherstellers beinhaltete.

2. Begrenzte Produktionskapazität

Bennett nannte auch die Produktionskapazität von Tilray. Das Unternehmen spricht nicht viel über seine Kapazität in Form von Kilogramm an Cannabis, die produziert werden können. Tilray hat jedoch darauf hingewiesen, dass man über eine Fläche von 912.000 Quadratfuß verfügt.

Aber diese Fläche ist viel kleiner als das, was Aurora Cannabis oder Canopy Growth bieten. Tilray kann derzeit wahrscheinlich nicht einmal 100.000 Kilogramm Cannabis pro Jahr produzieren. Ein Unternehmen kann nur mit dem, was es verkauft, auch Geld verdienen. Insofern hat Bennett Recht, dass die Produktionskapazität ein störender Faktor für die Wachstumsaussichten von Tilray ist.

Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass Tilray seine Kapazität erhöht. Im Februar erwarb das Unternehmen die Natura Naturals Holdings. Der Deal gibt Tilray eine 662.000 Quadratfuß große Gewächshausanlage, auch wenn derzeit nur 155.000 Quadratfuß für die Produktion lizenziert sind. Darüber hinaus verfügt Tilray über genügend Land, um neue Anlagen zu bauen.

3. Dürftige Positionierung für den US-Markt

Bennett schrieb an Jefferies-Kunden, dass Tilrays „Aktivitäten in den USA weniger beeindruckend sind“ als die von Canopy und Aurora. Was meinte er damit?

Es ist wahrscheinlich, dass Bennett Tilray an dieser Stelle eher mit Canopy Growth als mit Aurora Cannabis verglichen hat. Cannabis bleibt in den USA auf Bundesebene weiterhin illegal. Somit kann keines der Unternehmen auf den US-Cannabis-Markt eintreten und trotzdem die Notierungen an den wichtigsten Börsen behalten. Dennoch ist Hanf mittlerweile in den Vereinigten Staaten legal.

Canopy Growth investiert zwischen 100 und 150 Millionen USD in eine große Hanfproduktionsanlage im US-Bundesstaat New York. Bislang hat Aurora jedoch nichts getan, um in die USA zu expandieren. Bennett war anscheinend nicht begeistert von Tilrays Entscheidung, Manitoba Harvest zu erwerben, das größte Hanf-Lebensmittelunternehmen der Welt, das bereits Hanf-CBD-Produkte über große Einzelhändler in den USA und Kanada vertreibt.

Starkes Management

Im Fall von Tilray sieht nicht nur Jefferies schwarz. Die Aktie wird in viel höherem Maß geshortet als Aurora Cannabis oder Canopy Growth.

Meiner Meinung nach ist ein Großteil der Kritik an Tilray berechtigt. Die Bewertung der Aktie scheint für die begrenzte Produktionskapazität von Tilray sicherlich hoch zu sein. Andererseits hat Tilray ein starkes Managementteam, das meiner Meinung nach einige ziemlich gute Deals gemacht hat. Ich vermute, dass das Unternehmen für Weltmarkt, einschließlich der USA, besser positioniert ist, als Bennett vermuten lässt.

Ich denke, dass es definitiv bessere Cannabis-Aktien als Tilray gibt. Aber auf den langfristigen Erfolg dieser Aktie würde ich nicht Haus und Hof wetten.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Anheuser Busch InBev NV. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 13.3.2109 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt, damit sie an der Diskussion teilnehmen können.

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