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Celgene und H&M: 2 Aktien, bei denen ich jetzt die Reißleine gezogen habe!

Es war Kehrwoche bei mir! Kurz vor den Osterfeiertagen habe ich mal wieder etwas Portfoliopflege betrieben. Das heißt, ich habe geschaut, wie sich meine Aktien so entwickelt haben, und überprüft, welche Aktien noch das zu halten scheinen, was sie ursprünglich mal versprochen haben.

Zwei Aktien, bei denen ich in diesem Kontext die Reißleine gezogen und sie aus meinem Portfolio verbannt habe, waren die von Celgene (WKN: 881244) sowie die der schwedischen Modekette H&M (WKN: 872318).

Wenn auch du diese Aktien in deinem Portfolio führst und wissen möchtest, weshalb die beiden aus meinem Portfolio geflogen sind, ließ einfach weiter. Denn genau darum wird es im Folgenden gehen.

Schade um Celgene!

Fangen wir zunächst mit dem Erfreulichen an. Oder auch Traurigem. Wie man es an dieser Stelle sehen möchte. Denn die erste Aktie, von der ich mich nun leider trennen musste, war die des Onkologiespezialisten Celgene.

Der Grund, weshalb ich die Aktie damals gekauft habe, hing mit der günstigen Bewertung zusammen, die Celgene vor knapp anderthalb Jahren hatte. Celgene ist damals deutlich unter die Räder gekommen, zu sehr in meinen Augen, weshalb ich mich damals für einen Einstieg entschied.

Eine Sichtweise, mit der ich offensichtlich nicht alleine gewesen bin. Denn wie wir seit Beginn des neuen Börsenjahres wissen – und wie seit kurzer Zeit Gewissheit ist – wird Celgene nun durch den Konkurrenten Bristol-Myers Squibb übernommen.

Da die Aktie gegenwärtig in etwa das Bewertungsniveau dieser Übernahmekonditionen erreicht hat, ich jedoch nicht die möglicherweise steuerungünstige Variante mit der Barprämie erhalten wollte, habe ich mich entschieden, die Celgene-Aktie aus meinem Portfolio zu schmeißen.

Schade, eigentlich. Denn ursprünglich wollte ich hier die Aufholjagd in Anbetracht der starken Pipeline etwas länger ausreizen. Auch wenn mich die Celgene-Aktie zumindest mit einem kleinen Kursplus verlassen hat.

Weg mit H&M!

Eine zweite Aktie, bei der ich endlich die Reißleine gezogen habe, ist die der Modekette H&M. Ursprünglich war ich davon überzeugt, dass H&M aufgrund seiner starken und dennoch preiswerten Marke sowie einer noch möglichen gesteigerten Ausrichtung auf den Onlinehandel ein starker Modekonzern sein könnte. Mit einer spannenden Dividendenhistorie, die es gewissermaßen noch on Top gegeben hat.

Sogar meinen ersten Foolishen Artikel habe ich über die H&M-Aktie verfasst, weswegen dieses Papier auch stets mit ein wenig Nostalgie verbunden gewesen ist.

Doch leider habe ich mich in H&M geirrt. Die Onlinestrategie des Modekonzerns wurde in meinen Augen definitiv zu langsam gefahren. Zudem setzte man zu stark auf eine teurere regionale und stationäre Expansion, was sich in meinen Augen als Fehler herausgestellt hat. Zumindest das Zahlenwerk der vergangenen Jahre dürfte wohl ebenfalls darauf hindeuten, dass hier einige Entscheidungen nicht ganz richtig getroffen worden sind.

Da H&M zudem inzwischen den Anschluss an die etablierte Onlinehandelskonkurrenz verloren hat und noch immer wenig Service in diesem Bereich bietet, war ein Verkauf hier für mich schon lange vorprogrammiert. Auch wenn der Aktienkurs seit meinem Einstieg inzwischen um 40 % eingebrochen ist.

Zwei gänzlich unterschiedliche Gründe für den Verkauf

Auch wenn sowohl die H&M-Aktie als auch die von Celgene gleichermaßen aus meinem Portfolio geflogen sind, unterscheiden sich doch die Gründe. Denn während ich bei Celgene noch liebend gerne Aktionär geblieben wäre und gewissermaßen durch steuerlich ungünstigere Konditionen zu einem Ausstieg gedrängt wurde, ist bei H&M meine Investitionsthese nicht aufgegangen, weshalb ich hier nun wirklich die Reißleine gezogen habe.

Wenn du mich fragst, prinzipiell beides legitime Gründe, weshalb man eine Aktie grundsätzlich verkaufen kann, neben vielen weiteren, wohlgemerkt.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Celgene.